Hans Hass

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Dieser Artikel behandelt den Tauchpionier Hans Hass; für seinen Sohn siehe Hans Hass (Schauspieler).
Hans Hass
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Hans Hass.jpg

Hans Hass

Persönliche Informationen
Name: Hans Heinrich Julius Hass
Nationalität: OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag: 23. Jänner 1919
Geburtsort: Wien
Sterbedatum: 16. Juni 2013
Sterbeort: Wien
Der Meeresforscher Hans Hass führte 1950 vor, wie man ein Telefonbuch zerreißt. Er lernte dies von Felix Graf von Luckner.

Hans Heinrich Julius Hass (zuvor Haß, * 23. Jänner 1919 in Wien; † 16. Juni 2013 ebenda) war ein österreichischer Zoologe und Meeresforscher, der vor allem durch seine Dokumentarfilme über Haie und seinen Einsatz für den Umweltschutz bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Hans Hass, noch in den 1950er Jahren Haß geschrieben, war der Sohn des Rechtsanwalts Hans Haß[1] und der Fabrikantentochter Meta Brausewetter. Er besuchte das Theresianum in Wien und schloss 1937 die Schule ab.[2] Prägend für sein Interesse an der Meeresbiologie war seine Maturareise 1937 an die französische Riviera mit Unterwasserjagden und Unterwasserfotografie.

1939 organisierte Hans Hass eine Reise nach Curaçao und Bonaire (Niederländische Antillen) mit seinen Freunden Alfred von Wurzian und Jörg Böhler. Dort drehte er seinen ersten Film, bei dem er erstmals die freischwimmende Filmmethode verwandte. (Da inzwischen der Zweite Weltkrieg begonnen hatte, kehrten die drei Freunde über die Vereinigten Staaten, Japan, China und die Sowjetunion – 1939/1940 noch nicht in den Krieg involviert – ins Deutsche Reich zurück.)

Nach dieser Expedition in die Karibik und ersten Fachartikeln stieg Hass 1940 vom Studium der Rechtswissenschaften auf Zoologie um. Eine weitere Expedition führte ihn 1942 in die Ägäis zur Pilion-Halbinsel, zu den Nördlichen Sporaden und nach Santorin. Mit dabei war erstmals auch Alfons Hochhauser, der als Ortskundiger, Dolmetscher und Fischerei-Experte unentbehrlich war.

Wegen einer Gefäßkrankheit der Füße (Raynaud-Syndrom) wurde Hans Hass nicht zur Wehrmacht eingezogen. Beim Marschieren reduzierte sich die Durchblutung seiner Füße in gefährlicher Weise.[3] Im Februar 1944 promovierte er an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität im Fach Zoologie mit einer Dissertation über die zu den Moostierchen gehörenden Neptunschleier (Reteporidae beziehungsweise Phidoloporidae).[4][5] Bis Kriegsende widmete er sich vorwiegend der Fertigstellung seines letzten Expeditionsfilms.

Eines seiner Hauptanliegen war es, den Menschen die Angst vor Haien zu nehmen, denn sie verwehrte den ungezwungenen Zugang zur Unterwasserwelt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sein Forschungsschiff durch Beschlagnahmung verloren; er wandte sich der Anthropologie und Evolutionsbiologie zu. 1947 wurde sein Film „Menschen unter Haien“, der bereits 1942 als Ufa-Kulturfilm begonnen worden war, in Zürich uraufgeführt. Es folgten Verträge mit Herzog-Film (München) sowie Sascha-Film (Wien) und – nach zwei Expeditionen zum Roten Meer – zwei „Xarifa“-Expeditionen. Ein Film darüber – „Unternehmen Xarifa“ – erschien 1954. Das neue Forschungsschiff „Xarifa“ musste sich teilweise durch Tauchsafaris im Roten Meer[6] und mit Hilfe der BBC finanzieren. Als Kapitän des Schiffes fungierte Johann Diebitsch, der 1957 als Kommandant der „Pamir“ ums Leben kam. Die „Xarifa“ selbst wurde 1960 von Hass wieder verkauft.

Forschungsschiff XARIFA 2007 im Hafen von Monaco.

Nach Expeditionen in Ostafrika und Südasien entstanden 1959 erste Fernsehserien, 1961 erstmals auch über Landlebewesen. Es folgte Verhaltensforschung und 1963 bis 1966 die Energontheorie – die Basis seiner folgenden Arbeiten: Kombiniert mit Managementstrategie publizierte Hass 1969 über Gemeinsamkeiten zur Evolution. In den Siebzigern behandelte er Umwelt- und Wirtschaftsthemen und erhielt 1977 den Berufstitel „Professor“ – der aber nicht mit einer akademischen Beförderung oder einem Lehrstuhl an der Universität verbunden war.

1983 begannen langjährige Studien und zahlreiche Seminare über Raubtierinstinkte im Beruf. Dabei vereinte Hass Meeresbiologie, Verhaltensforschung und Managementtheorien. 1989 wandte er sich wieder Umweltthemen zu.

Lotte und Hans Hass auf der boot 2009 an seinem 90. Geburtstag

Wolfgang Klausewitz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt benannten 1959 die von ihm bei den Malediven entdeckten Röhrenaale nach ihm und seinem Schiff Xarifa mit Xarifania hassi (die Art wurde mittlerweile in Heteroconger hassi umbenannt).

Hass tauchte im Januar 2005 vor den Malediven, um die Folgen der Tsunamikatastrophe unter Wasser zu untersuchen. Im Januar 2007 nahm er an einer Kreuzfahrt vor Port Sudan teil und unternahm dort ebenfalls einige Tauchgänge.

Im April 2006 gab Hass seinen Wohnsitz in Liechtenstein auf und lebte seitdem wieder in Wien. Dort verstarb er am 16. Juni 2013 und wurde am 22. Juni 2013 auf dem Hietzinger Friedhof beerdigt.[7][8][9] Seinen Nachlass hatte Hans Hass dem Naturhistorischen Museum Wien vermacht.[8]

Familie[Bearbeiten]

  1. Ehe mit Hannelore Schroth 30. Juni 1945 bis April 1950; Sohn Hans (1946–2009)
  2. Ehe mit Lotte Baierl seit 1950; Tochter Meta (* 1957)

Energontheorie[Bearbeiten]

Zwischen 1959 und 1970 entwickelte Hass die „Energontheorie“. Hass stellt darin eine neue Sichtweise der Welt und der Stellung des Menschen in ihr dar, die aufgrund von physikalischen Gegebenheiten allgemeine Gesetzmäßigkeiten für alle Entwicklungsformen aufzeigt und sie von der Biologie ausgehend mit einbezieht. Das Energonkonzept wird von Hass als sein „Glasperlenspiel“ bezeichnet, in dem er versucht, das Begriffssystem verschiedener Wissenschaften zusammenzuführen und durch eine einheitliche Struktur und ein einheitliches Begriffssystem darzustellen.[10] Die Theorie wurde von der akademischen Wissenschaft nicht rezipiert und gilt als pseudowissenschaftlich, da sie vorwiegend mit Analogien arbeite. Nur sehr wenige Autoren beschäftigten sich inhaltlich mit der Energontheorie.[11]

Das Konzept der „Hyperzeller“ leitet Hass aus der Energontheorie ab. Er definiert die aus Zellen bestehenden Organe des Menschen als Funktionsträger und rechnet die Produkte der Technik als zusätzliche Organe, die nach Bedarf ausgetauscht werden können, dem Individuum hinzu. Hass bezeichnet den Menschen, der Werkzeuge verwendet, daher als „Hyperzeller“, charakterisiert den modernen Menschen als wandelbares, flexibles Wesen und nennt ihn „Homo Proteus“ (nach dem griechischen Gott Proteus).

Institutsgründungen[Bearbeiten]

Nach der Übersiedlung von Wien nach Berlin gründete Hass am 11. Juni 1941 den „Sonderfonds Hans-Hass Expedition“. Nach Vorlage seines Materials, seiner Sammlungen, der Unterwasseraufnahmen und einer Denkschrift über seine weiteren Pläne hatten die zuständigen Finanzbehörden in Berlin Verständnis und Entgegenkommen gezeigt und die völlige Freistellung des Fonds von der Einkommensteuer zugesagt. Er sollte nur für den Kauf und die Ausrüstung eines Forschungsschiffes bestimmt sein.

1942 gründete Hass in Berlin den Verein „Expedition für biologische Meereskunde“, der ebenfalls steuerbegünstigt war. Nach Kriegsende versuchte Hass zunächst, in Österreich ein ähnlich günstiges Abkommen mit den dortigen Finanzbehörden zu schließen, hatte aber keinen Erfolg. Er verlagerte daraufhin 1950 seinen Wohnort nach Liechtenstein und gründete in Vaduz am 29. November 1950 sein „Internationales Institut für Submarine Forschung (IISF)“. Er einigte sich mit den Steuerbehörden des Fürstentums Liechtenstein auf eine günstige jährliche Pauschalabgabe.[12]

Hans Hass war Gründungsmitglied und Präsident des P.E.N.-Clubs Liechtenstein.

Im Dezember 1999 wurde auf Initiative von Hans Hass das „Internationale Hans-Hass-Institut für Energonforschung (IHHI)“ am Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Wien gegründet, das die Übersetzung der Energon-Publikationen von Hans Hass in andere Sprachen und weitere Forschungen in diese neue Richtung unterstützen sollte. Präsident wurde Erhard Oeser, Leiter des Institutes für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsforschung der Wiener Universität. Vizepräsident wurde Wolfgang Fallmann, Vorstand des Institutes für Allgemeine Elektrotechnik und Quantenelektronik an der Technischen Universität Wien. Das IHHI erhielt 2002 eine Forschungsförderung vom Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.[13] Nach der Emeritierung von Oeser im Jahre 2006 wurde das IHHI nicht mehr weitergeführt.

Das „Internationale Institut für Submarine Forschung (IISF)“ wurde im Dezember 2000 in „Hans-Hass-Institut für Submarine Forschung und Tauchtechnik HIST“ umbenannt und mit der 1994 in Deutschland gegründeten „Forschungsstelle für Tauchgeschichte“ zusammengeführt.[14] Dieses Hans-Hass-Institut wird seitdem von Michael Jung geleitet.

Technische Neuerungen[Bearbeiten]

1938 begann Hass bei Dubrovnik mit der Unterwasserfotografie. Dafür setzte er selbstgebaute wasserdichte Gehäuse mit serienmäßigen Kameras ein. 1940 fotografierte er erstmals unter Wasser auch in Farbe. Seine Erkenntnisse über Unterwasserfotografie und –film vermarktete er nach dem Krieg, indem er zwei Unterwassergehäuse für Fotokameras gemeinsam mit Industrieunternehmen in die Serie brachte: Die „UW-Leica“ mit Elektronen-Blitzgerät ab 1950 gemeinsam mit der Firma AKG in Wien und die „Rolleimarin“ ab 1954 gemeinsam mit Franke & Heidecke für die Rolleiflex. Die Rolleimarin war sehr erfolgreich und blieb zwei Jahrzehnte lang das Standardwerkzeug für jeden Profi-Unterwasserfotografen.

1941 entwickelte Hass gemeinsam mit dem Drägerwerk durch einige Umbauten aus einem serienmäßigen Tauchretter ein Schwimmtauchgerät. In Verbindung mit Schwimmflossen wurde so eine dreidimensionale Fortbewegungsweise möglich. Er begründete das Schwimmtauchen und legte damit den Grundstein für das moderne Forschungstauchen und den Tauchtourismus.

Hass setzte das neue Tauchgerät erstmals 1942 während seiner Expedition nach Griechenland ein. Es wurde ab 1948 von Dräger unter der Bezeichnung „Kleintauchgerät Modell 138“ serienmäßig produziert und arbeitete auf Sauerstoff-Basis. Wegen den bauartbedingten Risiken versuchte Hass bereits 1944, es für die Verwendung mit Heliox umzurüsten. Die Versuche blieben jedoch in der Prototypphase stecken.

1950 experimentierte Hass vor Port Sudan und auch während seiner ersten Xarifa-Expedition 1953/54 mit elektromagnetischen Signalen zum Steuern von Fischschwärmen und zur Abwehr von Haien. Er meldete weltweit Patente an und gründete zur Vermarktung seiner Ideen 1953 das Unternehmen „Elektro-Marina“. Seine Versuche mit der neuen Methode blieben aufgrund verschiedener technischer Probleme jedoch erfolglos, sodass Hass den Patentschutz auslaufen ließ und das Unternehmen auflöste. 1963 bestätigten Versuche von Donald Nelson und Samuel H. Gruber von der University of Miami jedoch das Konzept von Hans Hass.[15]

Gemeinsam mit dem Architekten Karl Schwanzer konstruierte Hans Hass 1973 eine Unterwasserstation. Seine Erfahrungen auf dem Gebiet der Tauchtechnik setzte Hass auch als Dozent an der Technischen Universität Wien und 1977 als Berater der Firma Bruker beim Bau kleinerer Unterseeboote für Meeresforschung, Tourismus und Erdölexploration ein.

Für seine humanethologischen Studien entwickelte Hass 1962 die „Spiegeltechnik“, damit sich die Gefilmten nicht beobachtet fühlten und möglichst unbeeinflusst verhielten. Er veränderte bei den Aufnahmen auch den normalen Zeitablauf und filmte mit Zeitraffung oder in Zeitlupe. So traten Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten im Verhalten in Erscheinung, die man normalerweise nicht erkennt. Das Kameraobjektiv mit Umlenkprisma wurde ein grundlegendes Werkzeug für die Humanethologie. Das Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie setzte diese Technik viele Jahre erfolgreich ein.

Kritik[Bearbeiten]

Im Rahmen seiner Forschungen beschäftigte sich Hass unter anderem mit der Frage, wie man die Erde vor der Überbevölkerung retten könne. Nach seiner Ansicht drohe der Erde bei gleichbleibender Zuwachsrate in absehbarer Zeit der Kollaps. Seine Hauptthesen, die er unter dem Titel „Botschaft an die Frauen der Welt“ im November 2007 unter anderem in der österreichischen Tageszeitung Der Standard veröffentlichte, warnte Hass vor einer „Selbstzerstörung des Lebens“ durch die Bevölkerungsexplosion und forderte die weltweite Einführung von Geburtenkontrolle.[16]

Seine Forderung wurde in dem zugehörigen Thread in der Internet-Ausgabe der Zeitung heftig diskutiert. In einem unter dem Titel „Das wäre doch sinnlos, Herr Hass“ tags darauf ebenfalls im Standard publizierten Beitrag setzten sich Julius K. Steinberger und Verena Winiwarter vom Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt kritisch mit der Hypothese von Hass auseinander.[17]

Von „Vulgärpatriarchat“ sprach Elfriede Hammerl in ihrem Kommentar im Magazin profil.[18]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1939: Jagd unter Wasser mit Harpune und Kamera
  • 1941: Unter Korallen und Haien
  • 1942: Fotojagd am Meeresgrund
  • 1947: Drei Jäger auf dem Meeresgrund
  • 1949: Menschen und Haie
  • 1952: Manta, Teufel im roten Meer
  • 1954: Ich fotografierte in den 7 Meeren
  • 1954: Unternehmen Xarifa
  • 1957: Wir kommen aus dem Meer
  • 1958: Fische und Korallen
  • 1961: Expedition ins Unbekannte
  • 1968: Wir Menschen. Das Geheimnis unseres Verhaltens (einige Kapitel)
  • 1970: Energon: Das verborgene Gemeinsame (Volltext)
  • 1971: In unberührte Tiefen. Die Bezwingung der tropischen Meere.
  • 1972: Vorstoß in die Tiefe. Ein Magazin über Abenteuer bei der Erforschung der Meere.
  • 1973: Welt unter Wasser. Der abenteuerliche Vorstoß des Menschen ins Meer.
  • 1976: Eroberung der Tiefe. Das Meer – seine Geheimnisse, seine Gefahren, seine Erforschung.
  • 1976: Der Hans-Hass-Tauchführer. Das Mittelmeer. Ein Ratgeber für Sporttaucher und Schnorchler.
  • 1977: Der Hai. Legende eines Mörders.
  • 1978: zusammen mit Horst Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter. Station Mensch im Strom des Lebens (Volltext)
  • 1979: Wie der Fisch zum Menschen wurde. Die faszinierende Entwicklungsgeschichte unseres Körpers.
  • 1980: Im Roten Meer. Wiederkehr nach 30 Jahren.
  • 1985: Stadt und Lebensqualität.
  • 1986: Abenteuer unter Wasser. Meine Erlebnisse und Forschungen im Meer.
  • 1987: Der Ball und die Rose
  • 1988: Der Hai im Management. Instinkte steuern und kontrollieren (Volltext)
  • 1991: Vorstoß in unbekannte Meere
  • 1994: Die Hyperzeller. Das neue Menschenbild der Evolution (Volltext)
  • 1996: Aus der Pionierzeit des Tauchens. In unberührte Tiefen.
  • 2004: Erinnerungen und Abenteuer.
  • 2005: Lebe deinen Traum.

Zwischen 1939 und 2005 wurden von Hans Hass 32 deutschsprachige Erstausgaben publiziert, von diesen Titeln erschienen insgesamt 84 verschiedensprachige Übersetzungen. Die Titel mit den meisten Übersetzungen sind „Wir kommen aus dem Meer“ von 1957 (12 verschiedene Ausgaben) und „Drei Jäger auf dem Meeresgrund“ von 1947 (11 verschiedene Ausgaben).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

(Auswahl aus etwa 70 TV-Filmen)

  • 1942: Pirsch unter Wasser
  • 1947: Menschen unter Haien
  • 1951: Abenteuer im Roten Meer
  • 1954: Unternehmen Xarifa
  • 1955: Diving to Adventure; 6-teilige Serie je 30 Min. in englischer Sprache für die BBC über die bisherigen Expeditionen.
  • 1958–1962: Expedition ins Unbekannte
  • 1966: Wir Menschen
  • 1971: Das Geheimnis der Cheviot Bay; Reise mit Hans Hass jr. zur Cheviot Bay bei Melbourne, wo Harold Holt im Meer einen ungeklärten Tod fand (59 Min.).
  • 1971: Unsere Reise mit Kapitän Cook; Erster Teil der Reise mit Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Gattin Lotte und Tochter Meta zum Großen Barrierriff, wo das Team zweihundert Jahre nach James Cook dessen Reise bis Kap York nachvollzieht (59 Min.).
  • 1972: Die verzauberten Inseln; Fortsetzung der Reise nach Tahiti (59 Min.).
  • 1972: Die Pirateninsel; Über die Geschichte von Jamaika und das moderne Jamaika der Touristen (59 Min.).
  • 1972: Die Teufelsinsel; Hass durchforscht die Inseln vor der Küste von Französisch-Guayana und folgt den Spuren von Alfred Dreyfus und Henri Charrière (59 Min.).
  • 1974: Schüsse in der Tiefe; Hass plädiert für ein weltweites Verbot der Unterwasserjagd (55 Min.).
  • 1974: Das Wrack der Toten; Über ein 1943 von der US-Luftwaffe versenktes japanisches Unterseeboot bei Truk und der Bergung der darin umgekommenen Besatzung (45 Min.).
  • 1976: Wohnen im Meer; Über die schwimmenden Städte des japanischen Architekten Kiyonori Kikutake und eine vor der japanischen Küste errichtete Unterwasservilla (45 Min.).
  • 1977: Rausch ohne Drogen; Rückkehr nach Curaçao, wo 1939 die Unterwasser-Abenteuer von Hass begannen (45 Min.).
  • 1977: Fisch unter Fischen; Über den Tauchtourismus auf Bonaire (45 Min.).
  • 1979: Tauchen nach Geld; Über den amerikanischen Unterwasserkameramann Stan Waterman (45 Min.).
  • 1980: Das Monstrum; Über den Korallenwuchs an zwei Wracks bei Port Sudan (45 Min.).
  • 1983: Ein Herr und sein Hund; Über den Panzertauchanzug JIM und ein Unterwasserfahrzeug (45 Min.).
  • 1983: Komm ins Meer!; 3-teilige Serie, je 30 Min. über die Evolution des Menschen.
  • 1984: Das verwandelte Paradies; Über die Untersuchung der ökologischen Veränderungen durch den Tauchtourismus auf den Malediven.
  • 1985: Meine Abenteuer und Forschungen im Meer; 13-teilige Serie, je 45 Min. des SDR
  • 2011: Das Mädchen auf dem Meeresgrund

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1949: Erster Preis des Bundeskanzlers für die „beste Filmidee für einen österreichischen Propagandafilm“.
  • 1950: Goldene Gesellschaftsmedaille der Photographischen Gesellschaft in Wien.
  • 1951: Der Film „Abenteuer im Roten Meer“ erhält den Internationalen Preis für lange Dokumentarfilme beim 2. Mostra Internazionale del Film Scientifico e del Documentario d’Arte in Venedig.
  • 1955: Die Fernsehserie „Diving to Adventure“ wird vom BBC zum „Programm des Jahres“ gewählt.
  • 1959: Outstanding Underwater Photographer of the Year der Underwater Photographic Society (USA, International Underwater Filmfestival 1959).
  • 1974: Ehrenmitglied Verband Deutscher Sporttaucher.
  • 1977: Berufstitel „Professor”, verliehen durch Wissenschaftsministerin Hertha Firnberg.
  • 1978: Ehrenmitglied der Europäischen Bildungsgemeinschaft-Verlags GmbH, Stuttgart.
  • 1987: Wissenschaftsmedaille der Stadt Linz.
  • 1989: IADS-Lifetime Achievement Award (International Association of Diving schools).
  • 1994: Goldene Ehrennadel des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST). Ehrenpräsident „Förderkreis Sporttauchen“. Reg Vallintine Award for Historical Diving Achievement, UK.
  • 1995: Eine Tauchstelle in den Malediven wird "Hans Hass-Place" benannt.[19]
  • 1997: Reaching out-Award DEMA (Diving Equipment & Marketing Association) USA. Diving Pioneer-Trophy der Historical Diving Society USA. Diving Pioneer-Award der Historical Diving Society Italia. Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst.[20]
  • 1998: Zwei NOGI-Awards für Science und Distinguished Service, USA.
  • 1999: Ehrenmedaille in Gold der Bundeshauptstadt Wien. Ehrenpräsident PEN-Club Liechtenstein. Konrad-Lorenz-Preis für Umweltschutz. Goldenes Ehrenzeichen der Österreichischen Bundesinnung der Fotografen. DANUBIUS Donauland-Sachbuchpreis.Goldenes Lot des Verbandes der Deutschen Vermessungsingenieure.
  • 2001: Dieter-Plage-Lifetime Achievement Award für besondere Leistungen auf dem Sektor des Naturfilms.
  • 2004: Christopher-Parsons Award für besondere Leistungen auf dem Sektor des Naturfilms.
  • 2005: Friedenspreis für Biologie der „World Association of Private Schools and Universities for Complementary Healing Practices“.
  • 2006: Cayman Islands International Scuba Diving Hall of Fame Award. Wyland ICON Award. Beneath the Sea Special Award. Pannatura-Preis für die großen Verdienste um den Naturfilm.
  • 2009: Schmitz-Salue-Medaille vom Freundeskreis des Aquazoo-Löbbecke-Museum, Düsseldorf. Elisabeth-Mann-Borgese Meerespreis Schleswig-Holstein.
  • 2011: DIVA – Deutscher Entertainment Preis[21]
  • 2012: Romy Platin für sein Lebenswerk.[22] Eine Kegelschnecke, die in den Philippinen vorkommt, wurde nach ihm benannt (Protoconus hanshassi).[23][24]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag von Hass' Vater in Adolph Lehmann's allgemeinem Wiener Wohnungsanzeiger, Ausgabe 1939, Band 1, S. 409 (= S. 484 der digitalen Erfassung)
  2. Scholz, Joachim & Wöss, Emmy (2009): Hans Hass – ein Leben für die Unterwasserwelt. Biologie in unserer Zeit 39 (2): 138.
  3. Hans Hass: Erinnerungen & Abenteuer. Verl. Styria, Wien 2004, ISBN 3-222-13155-4. S. 145
  4. Hass, Hans: Beitrag zur Kenntnis der Reteporiden mit besonderer Berücksichtigung der Formbildungsgesetze ihrer Zoarien und einem Bericht über die dabei angewandte neue Methode für Untersuchungen auf dem Meeresgrund. Zoologica 101 (1948): 1–140.
  5. Hans Hass: Erinnerungen & Abenteuer. Verl. Styria, Wien 2004, ISBN 3-222-13155-4. S. 154
  6. Michael Jung: Hans Haas Biografie. RoBoT-Camera-Museum, abgerufen am 22. August 2013.
  7. hans-hass.de, Nachruf der Familie. Abgerufen am 22. Juni 2013
  8. a b Tagesschau.de: Der Kämpfer der Unterwasserwelt ist tot, 22. Juni 2013, abgerufen am 22. Juni 2013
  9. knerger.de: Das Grab von Hans Hass
  10. Jung, Michael: Hans Hass. Ein Leben lang auf Expedition. Stuttgart, 1994.
  11. Hantschk, Andreas und Jung, Michael: Rahmenbedingungen der Lebensentfaltung. Die Energontheorie des Hans Hass und ihre Stellung in den Wissenschaften. Solingen, 1996.
  12. Hass, Hass: In unberührte Tiefen. Die Bezwingung der tropischen Meere. Wien, 1971. ISBN 3-217-00314-4
  13. Brigitte Verlezza und Manfred Haidl: Faktendokumentation der Forschung in Österreich 200. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur + Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 4. Juni 2003, abgerufen am 8. November 2013 (PDF; 1,1 MB).
  14. http://www.hist-net.de/ Hans-Hass-Institut für Submarine Forschung und Tauchtechnik
  15. Nelson, Donald und Samuel Gruber: Sharks. Attraction by Low Frequency Sounds. In: Science 142 (3594), S. 975–977.
  16. Hass, Hans: „Botschaft an die Frauen der Welt“. In; Der Standard, 19. November 2007.
  17. Julius K. Steinberger und Verena Winiwarter: „Das wäre doch sinnlos, Herr Hass“. In: Der Standard, 20. November 2007.
  18. Hammerl, Elfriede: Kommentar zur „Botschaft an die Frauen der Welt“. In: profil, 3. Dezember 2007, S. 38.
  19. http://www.epa.gov.mv/index.php?option=com_content&view=article&id=42:gulhifalhu-medhuga-onna-kohlavaanee&catid=5:view-al-lareas&Itemid=25
  20. Liste der Mitglieder der Kurie für Wissenschaft
  21. http://www.diva-award.de/2011/home.php?id=22
  22. [1]
  23. marinespecies.org Lorenz&Barbier, 2012
  24. seashell-collector.com The Cone Collector, pdf, S. 48