Hans Krollmann
Hans Krollmann (* 7. November 1929 in Werdau) ist ein deutscher Jurist und Politiker (SPD).
Hans Krollmann besuchte ein Gymnasium in Hohenlimburg/Westfalen und engagierte sich ab 1946 in der Sozialistischen Jugend. Nach dem Abitur 1950 studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in Münster, Köln und Hamburg, das er 1954 mit dem ersten und 1959 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschloss. Anschließend arbeitete er im Verwaltungsdienst der Stadt Kassel. Er trat als Student in die SPD ein und arbeitete im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), dessen Bundessekretär er 1951/1952 gewesen ist. In den 50er Jahren ist er Landesvorsitzender der Jungsozialisten in Hamburg gewesen. Seit 1961 gehörte er dem Bezirksvorstand der SPD Hessen-Nord an, seit 1977 war er dessen Vorsitzender. Von 1969 bis 1974 war er Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Kassel-Stadt. Krollmann war von 1987 bis 1989 SPD-Landesvorsitzender in Hessen und verzichtete zugunsten von Hans Eichel auf eine erneute Kandidatur für den Parteivorsitz.[1]
Von 1959 bis 1962 arbeitete Krollmann im Rechtsamt der Stadt Kassel und wechselte dann in die Polizeiverwaltung. 1965 wurde er Polizeipräsident in Kassel. Zwei Jahre später wählte man ihn zum Stadtkämmerer. In den Jahren 1969 und 1970 diente Krollmann unter Johannes Strelitz als Staatssekretär im hessischen Innenministerium. Von 1970 bis 1991 war er Mitglied des Hessischen Landtages und dort von 1972 bis 1973 sowie von 1987 bis 1988 Vorsitzender der SPD-Fraktion.[2]
In den SPD-geführten Landesregierungen der Ministerpräsidenten Albert Osswald und Holger Börner amtierte er zunächst von 1973 bis 1974 als Staatsminister für Landwirtschaft und Umwelt, dann von 1974 bis 1984 als Kultusminister und von 1984 bis 1987 als Staatsminister der Finanzen. Daneben übernahm er von 1982 bis 1987 das Amt des Stellvertretenden Ministerpräsidenten und war bei der vorgezogenen Hessischen Landtagswahl 1987 der SPD- Spitzenkandidat, nachdem der zuvor zurückgetretene Holger Börner nicht mehr zur Verfügung stand, unterlag aber dem CDU- Kandidaten Walter Wallmann, so dass die SPD erstmals in der hessischen Landesgeschichte in die Opposition gehen musste.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 1994 Großes Bundesverdienstkreuz[3]
- 1998 Preisträger der Georg-August-Zinn-Medaille
- 1996 Wilhelm-Leuschner-Medaille
- 2010 Ehrenbürger der Stadt Kassel [4]
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Hans Krollmann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Krollmann, Hans in der Hessischen Biografie
- Spendenmarke der SPD für Hans Krollmann
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Hans Krollmann im Munzinger-Archiv, abgerufen am 27. März 2011
- ↑ Krollmann, Hans. Hessische Biografie. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 17. August 2010, abgerufen am 27. März 2011.
- ↑ http://starweb.hessen.de/cache/STANZ/1994/00049.tif
- ↑ Oberbürgermeister der Stadt Kassel: Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Hans Krollmann, Jochen Lengemann und Richard Wurbs. 1. Februar 2010. Abgerufen am 27. März 2011.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Krollmann, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist und Politiker (SPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 7. November 1929 |
| GEBURTSORT | Werdau |
- Staatssekretär (Hessen)
- Finanzminister (Hessen)
- Kultusminister (Hessen)
- Landwirtschaftsminister (Hessen)
- Landtagsabgeordneter (Hessen)
- Umweltminister (Hessen)
- Vorsitzender der SPD Hessen
- Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes
- Träger der Wilhelm-Leuschner-Medaille
- Deutscher
- Geboren 1929
- Mann
- Ehrenbürger von Kassel