Hans Lipperhey

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Lippershey ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Mondkrater siehe Lippershey (Mondkrater).
Porträt von Hans Lipperhey aus De vero telescopii inventore (1655)

Hans Lipperhey (auch: Jan Lipperhey, Hans Lippershey, Johannes Lipperhey, nach ADB: Hans Lippersheim, Hans Laprey; * um 1570 in Wesel; † September 1619 in Middelburg) war ein deutsch-niederländischer Brillenmacher und der Erfinder des holländischen Fernrohres.

Leben[Bearbeiten]

Lipperhey wanderte 1594 nach Middelburg in der heutigen Provinz Zeeland aus und ließ sich dort als Brillenmacher nieder. Am 2. Oktober 1608 bot er dem Rat von Zeeland ein Instrument zum Sehen in die Ferne an und erhielt den Auftrag, dieses Instrument anzufertigen. Bereits im Jahr darauf wurden in Paris die so genannten „Teleskope“ Lipperheys verkauft. Auch nach Deutschland, z.B. Augsburg, und nach Italien gelangten erste Fernrohre im Jahr 1609. Im gleichen Jahr gelang Galileo Galilei mit einem Lipperhey-Nachbau ein astronomischer Durchbruch.

Lipperhey erhielt das beantragte Patent für sein Fernrohr allerdings nicht. Der Grund dafür bestand darin, dass er im Oktober 1608 nicht (mehr) der einzige war, der sich auf die Kunst, Fernrohre zu bauen, verstand. Neben Hans Lipperhey erhoben Jacob Adriaanszoon, genannt Metius aus Alkmaar, sowie Zacharias Janssen den Anspruch, das Fernrohr erfunden zu haben.

Der Streit um die Priorität hinsichtlich der Erfindung des Fernrohrs wurde erstmals 1655 in einem Buch dargestellt. Dieses trägt den Titel De vero telescopii inventore [1] und wurde von Pierre Borel verfasst. In diesem Buch findet sich auch eine Abbildung Lipperheys.

Der Mondkrater Lippershey sowie der Asteroid (31338) Lipperhey sind nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hans Lipperhey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Die digitale Ausgabe von: De vero telescopii inventore