Hans Maier

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Politikwissenschaftler Hans Maier. Zum Ruderer siehe Hans Maier (Ruderer); zu anderen Personen siehe Hans Mayer, Hans Meier und Hans Meyer.
Hans Maier (April 2012)

Hans Maier (* 18. Juni 1931 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Politiker.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf [Bearbeiten]

1976: Hans Maier (rechts) zeichnet Journalisten aus

Nach seinem Abitur auf dem Freiburger Berthold-Gymnasium studierte Hans Maier in Freiburg, München und Paris. 1956 legte er das Staatsexamen für das höhere Lehramt ab und promovierte 1957 zum Thema Revolution und Kirche: Studien zur Entstehungsgeschichte der christlichen Demokratie in Frankreich. 1962 habilitierte er sich als Schüler von Arnold Bergstraesser und wurde nach mehreren Rufen im selben Jahr Professor für politische Wissenschaft am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München. Er wird der Freiburger Schule der Politikwissenschaft zugerechnet.

Politik [Bearbeiten]

Hans Maier bei der Fronleichnamsprozession in der Münchner Ludwigstraße 1971 (erste Reihe links)

Von 1970 bis 1986 war er bayerischer Kultusminister. In den ersten Jahren seiner Amtszeit gehörte er weder dem Landtag noch der CSU an. 1978 wurde er für den Stimmkreis Günzburg in den Bayerischen Landtag gewählt, dem er bis zu seiner Mandatsniederlegung am 31. Dezember 1987 angehörte. Maier ging auch Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß nicht aus dem Weg. Als Strauß nach der Landtagswahl 1986 das Kultusministerium zwischen Unterricht und Kultus sowie Wissenschaft und Kunst aufteilte, trat Maier von seinem Amt zurück.

1979 und 1984 stand Hans Maier in der engeren Wahl für das Amt des Bundespräsidenten.

Weitere Tätigkeiten [Bearbeiten]

Hans Maier beim Gottesdienst an der Orgel

Von 1985 bis 1988 war er Präsident des Deutschen Bühnenvereins-Bundesverband deutscher Theater. 1988 übernahm er (bis zu seiner Emeritierung 1999) den Guardini-Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der LMU München. Außerdem war der passionierte Organist Maier von 1976 bis 1988 Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken. 1996 wurde er für seine Arbeiten mit dem Ehrenring der Görres-Gesellschaft ausgezeichnet. 2004 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Philosophisch-historischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Maier, der seit 1962 verheiratet ist und sechs Töchter hat[1], lebt heute in München. Er wurde in der Politikwissenschaft unter anderem durch seine Publikationen zum Thema Politische Religion bekannt. Zudem war er Mitherausgeber der Wochenzeitung Rheinischer Merkur. Im Jahr 2009 wurde die Hans-Maier-Realschule in Ichenhausen nach ihm benannt.

Auszeichnungen und Ehrungen [Bearbeiten]

Schriften [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Pfade in Utopia – der „neue Mensch“. In: Walter Eykmann, Winfried Böhm (Hrsg.): Die Person als Maß von Politik und Pädagogik. Würzburg 2006.
  • Politische Religionen – Die totalitären Regime und das Christentum. Freiburg i.Br. 1995.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Hans Maier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Literarische Gesellschaft Gräfelfing
  2. https://www.stadt.bamberg.de/media/custom/1829_2434_1.PDF?1296713522
  3. Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 25, Nr. 43, 9. März 1973.
  4. Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 30, Nr. 194, 13. Oktober 1978.
  5. AAS 82 (1990), n. 4, p. 409.