Hans Molisch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hans Molisch (* 6. Dezember 1856 in Brünn; † 8. Dezember 1937 in Wien) war ein österreichischer Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Molisch“.

Leben[Bearbeiten]

Ab 1876 studierte er Naturwissenschaften in Wien. Bevor er 1889 Universitätsprofessor in Graz wurde, hatte er eine zweijährige botanische Forschungsreise um die Erde unternommen. Außer in Graz lehrte er auch in Prag, Wien, Japan und Indien. Im japanischen Sendai gründete er gemeinsam mit Hatai Shinkishi die Fakultät für Biologie an der Universität Tōhoku.[1] Von 1931 bis 1937 war er Vizepräsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Reaktion nach Molisch[Bearbeiten]

Die Molisch-Probe ist ein allgemeiner Kohlenhydratnachweis.

Definition der Allelopathie[Bearbeiten]

Noch im Jahre seines Todes definierte er die biochemische Wechselwirkung zwischen Pflanzen und auch Mikroorganismen als Allelopathie. Seine Definition gilt immer noch als modern, wobei heutzutage die Mikroorganismen ausgenommen werden.

Er ruht in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 C, Nummer 14). Im Jahr 1952 wurde in Wien Penzing (14. Bezirk) die Molischgasse nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. History of the Institute. The Department of Biology, Tohoku University, abgerufen am 19. Juli 2012 (englisch).