Hans Peter Richter

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Hans Peter Richter (* 28. April 1925 in Köln; † November 1993 in Mainz) war ein deutscher Autor.

Hans Peter Richter veröffentlichte mehrere Kinder- und Jugendbücher, wobei hauptsächlich seine Bücher mit zeitgeschichtlichem Inhalt – in besonderem Maße seine Werke, die thematisch die Zeit des Nationalsozialismus behandeln – zu seinen bekanntesten und erfolgreichsten zählen.

Sein Buch Damals war es Friedrich wird in Schulen gerne als Ganzschrift gelesen. Dieses Buch wurde auf der ganzen Welt über 2 Millionen mal verkauft, 61 mal neu aufgelegt (Stand 2012) und in 13 Sprachen übersetzt.

Leben[Bearbeiten]

Hans Peter Richter wuchs in Köln auf. Während des Zweiten Weltkriegs war er von 1942 bis 1945 Soldat. Er verlor im Krieg seinen linken Arm. 1948 bis 1952 studierte Richter Psychologie und Soziologie in Köln, Bonn und Mainz und promovierte in Tübingen. Seit 1952 arbeitete er als Selbstständiger für verschiedene Rundfunkanstalten und Wirtschaftsunternehmen und begann als freier Schriftsteller zu arbeiten. 1973 erhielt er eine Professur für Wissenschaftsmethoden und Soziologie an der Fachhochschule Darmstadt. Daneben hat er zahlreiche Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder geschrieben und herausgegeben. Zweimal erhielt er für seine Arbeiten ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris.

Sein erfolgreichstes Buch heißt Damals war es Friedrich. Dieser 1961 erschienene Jugendroman gehört mit einer Auflage von weltweit mittlerweile über zwei Millionen zu den bekanntesten und weitest verbreiteten Büchern zur Judenverfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Zahlreiche Schüler haben sich durch dieses Buch mit den Themen Nationalsozialismus und Antisemitismus auseinandergesetzt.

Für Damals war es Friedrich wurde er mit dem Mildred L. Batchelder Award der American Library Association für das beste in Amerika veröffentlichte Jugendbuch eines nicht amerikanischen Autors ausgezeichnet. Dazu erhielt er für das Buch noch den Sebaldus-Jugendbuchpreis und den Woodward-School-Book-Award. Das Buch stand außerdem in der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis. Es wurde in 13 Sprachen übersetzt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

als Autor
als Herausgeber
  • Schriftsteller erzählen von der Gerechtigkeit. Engelbert-Verlag, Balve 1977, ISBN 3-536-00443-1.
  • Schriftsteller erzählen von der Gewalt. Engelbert-Verlag, Balve 1976, ISBN 3-536-00419-9.
  • Schriftsteller erzählen von ihrer Mutter. Engelbert-Verlag, Balve 1974, ISBN 3-536-00393-1.

Weblinks[Bearbeiten]