Hans Putz

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Hans Putz (* 17. November 1920 in Wien; † 31. Januar 1990 in Hamburg) war ein österreichischer Schauspieler.

Nach privatem Schauspielunterricht trat er ab 1937 als Kleindarsteller am Schauspielhaus Zürich (in Die Schule der Frauen), am Deutschen Volkstheater in Wien sowie in Baden bei Wien und in Metz auf. Nach 1945 spielte er wieder in Wien am Neuen Theater in der Scala und am Volkstheater. Dort wurde er ab 1948 zum Protagonisten von Gustav Mankers Nestroy-Inszenierungen: Zu ebener Erde und erster Stock (1948), Der Talisman (1951 und 1952), Der Schützling und Das Haus der Temperamente (beide 1953). Er spielte die Titelrolle in Ferenc Molnárs Liliom und am Theater in der Josefstadt stand er 1961 neben Hans Moser als Wendelin Pfriem in Nestroys Höllenangst auf der Bühne.

Seit 1948 auch Filmdarsteller, kam er lange nicht über kleinere Rollen hinaus. Lediglich in Leopold Lindtbergs Die Vier im Jeep übernahm er eine Schlüsselrolle in der Person des aus einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager entkommenen Karl Idinger, der zum Problem für die vier Siegermächte wird.

Seit 1961 war Putz vor allem Fernsehschauspieler, der in zahlreichen Fernsehspielen und Serien mitwirkte. Auf der Bühne war er ab 1969 am Thalia Theater in Hamburg unter Boy Gobert engagiert (1969 in der Eröffnungspremiere von Nestroys Das Haus der Temperamente als Schlankel, Regie: Gustav Manker). In den 1970er Jahren wirkte er in zahlreichen Fernsehproduktionen mit und spielte auch wieder am Wiener Volkstheater (Franz Molnar Liliom, G.B. Shaw Der Teufelsschüler) und bei den Wiener Festwochen den Wurzel in Ferdinand Raimunds Der Bauer als Millionär.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf. Der Sohn Hans Putz junior (1961–1979) arbeitete bis zu seinem Freitod ebenfalls als Schauspieler.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1948: Gottes Engel sind überall
  • 1948: Arlberg-Express
  • 1949: Lambert fühlt sich bedroht
  • 1949: Rosen der Liebe
  • 1950: Der Schuß durchs Fenster
  • 1950: Großstadtnacht
  • 1950: Das vierte Gebot
  • 1951: Die Vier im Jeep
  • 1951: Gangsterpremiere
  • 1952: Praterherzen
  • 1952: Wienerinnen
  • 1952: Verlorene Melodie
  • 1953: Lavendel
  • 1953: Pünktchen und Anton
  • 1954: König der Manege
  • 1954: Hoheit lassen bitten
  • 1954: Bruder Martin
  • 1954: Ewiger Walzer
  • 1955: Geheimnis einer Ärztin
  • 1955: Die Sennerin von St. Kathrein
  • 1955: Seine Tochter ist der Peter
  • 1956: Ein Herz schlägt für Erika
  • 1956: Die Halbstarken
  • 1956: Ein Mann muß nicht immer schön sein
  • 1958: Windhund und Seehund
  • 1959: Unser Wunderland bei Nacht
  • 1960: Im Namen einer Mutter
  • 1961: Höllenangst
  • 1961: Fast ein Poet
  • 1961: Die Kassette
  • 1961: Der entscheidende Augenblick
  • 1962: Die Rebellion
  • 1963: Hin und her
  • 1963: Die wahre Geschichte vom geschändeten und wiederhergestellten Kreuz
  • 1963: Das Ende vom Anfang
  • 1964: Hotel Iphigenie
  • 1963–1966: Donaugeschichten (TV-Serie in 13 Teilen)
  • 1966: Hava, der Igel
  • 1965: Ich suche einen Mann
  • 1966: Die rote Rosa
  • 1966: Johannisnacht
  • 1967: Der Auswanderer
  • 1967: Der sanfte Lauf
  • 1968: Nationalkomitee Freies Deutschland
  • 1968: Einer fehlt beim Kurkonzert (TV, NDR)
  • 1971: Zwischenspiel oder Die neue Ehe
  • 1971: St. Pauli Report
  • 1972: Novellen aus dem wilden Westen (Serie)
  • 1972: Die Melchiors (Serie)
  • 1972: Der letzte Werkelmann
  • 1975: PS – Geschichten ums Auto (Serie)
  • 1977: Die Konsequenz
  • 1978: Räuber und Gendarm
  • 1979: Der Wald
  • 1982: Mein Bruder und ich
  • 1988–: Fest im Sattel (Serie)
  • 1988: Derrick – Wie kriegen wir Bodetzki? (Serie)
  • 1987–1989: Moselbrück (30tlg. Serie, Folgen 1-20)
  • 1990: Tatort – Zeitzünder

Weblinks[Bearbeiten]