Hans Sünkel

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Hans Sünkel (2010)

Hans Sünkel (* 1948 in Rottenmann, Steiermark) ist ein österreichischer Geodät und Hochschulprofessor an der TU Graz. Er war von Oktober 2003 bis Ende September 2011 Rektor der Technischen Universität Graz. Von 2010 bis 2011 war er Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz.[1] Als solcher trat er vehement für eine bessere Finanzierung der Hochschulen ein.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Sünkel studierte 1968 bis 1973 Vermessungswesen an der Technischen Hochschule Graz (heute TU Graz), war anschließend Hochschulassistent und promovierte 1976 zum Dr. technicae. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt 1978/79 an der Ohio State University (im US-„Geodätenmekka“ Columbus), wo er geodätische Anwendungen der Kollokation für die Geoidbestimmung entwickelte, kehrte Sünkel ans TU-Institut für Theoretische Geodäsie zurück und habilitierte sich in Graz 1981 im Fachgebiet Numerische Geodäsie.

Schon 1983 wurde er als Ordinarius für Mathematische und Numerische Geodäsie an die TU Graz berufen. Ein zweites Angebot nach Karlsruhe nützte er, um durch Berufungsabwehr bessere Forschungsbedingungen in Graz zu erzielen. Von 1987 bis 1998 war er Institutsvorstand des neu organisierten Instituts für Theoretische Geodäsie. Seit 1990 leitet er das Observatorium für Satellitengeodäsie am Grazer Lustbühel und baute es zu einer geodätischen Fundamentalstation aus. Nach kurzer Funktion als Dekan wurde Sünkel 2000 als Vizerektor für Forschung in die Universitätsleitung gewählt und im Oktober 2003 zum Rektor der TU Graz. 2007 wurde er für eine weitere Amtsperiode als Rektor bestätigt. Am 1. Oktober 2011 übergab er seinen Posten als Rektor an den bisherigen Vizerektor Harald Kainz.[2]

Unter Sünkels verschiedenen akademischen Funktionen sei die Leitung der Studienkommission und der Fakultät erwähnt, der Vorsitz der Österreichischen Geodätischen Kommission (ÖGK), die Mitgliedschaft in der Akademie der Wissenschaften und drei Gastprofessuren in USA, China und Kanada. Er war Mitglied des ESA-Projektteams für GOCE (geodätischer Satellit), des "Austrian Geoid 2000" und Cheforganisator des Kongresses der International Association of Geodesy (IAG) 1991 in Wien. Weiters ist der bereits mehrfach geehrte Geodät als stellvertretender Direktor des Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Mitglied des Beirates der Agentur für Luft- und Raumfahrt der FFG tätig. Seit 2013 arbeitet Hans Sünkel an den Grundlagen der österreichischen Partei vom Team Stronach.[3]

Hans Sünkel fordert Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren für die österreichischen Universitäten.[4][5][6]

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Auf Vorschlag des Entdeckers Lutz D. Schmadel taufte die Internationale Astronomische Union (IAU) einen den Asteroiden, der bislang die provisorische Bezeichnung „1992 RY“ trug, auf den Namen (21109) Sünkel.[8]

Seit Juli 2010 ist Hans Sünkel Ehrenmitglied der Katholischen Österreichischen Studentenverbindung Traungau Graz im ÖCV.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Universität: Grazer TU-Chef Hans Sünkel wird Rektorenpräsident Die Presse 14. Dezember 2009 (Abgerufen am 22. Mai 2010)
  2. Vizerektor Kainz folgt Sünkel als Rektor nach Die Presse 11. April 2011 (Abgerufen am 22. November 2011)
  3. Hans Sünkel arbeitet für das Team Stronach, Die Presse, 6. Februar 2013, abgerufen am 13. Februar 2013.
  4. Sünkel: Freier Unizugang ist eine Illusion, Die Presse, 15. April 2010, abgerufen am 22. Mai 2010.
  5. Rektoren-Chef: „Zugangsregeln für jedes Studienfach“, standard.at, 11. Mai 2010, abgerufen am 22. Mai 2010.
  6. Rektorenchef: „Peinlich, dass jeder studieren darf“, Die Presse, 22. Mai 2010, abgerufen am 22. Mai 2010.
  7. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  8. 21109 Sunkel (1992 RY) JPL Small-Body Database Browser (Abgerufen am 22. Mai 2010), 21109 Sünkel en.wikipedia