Hans Sarpei

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Hans Sarpei
Spielerinformationen
Voller Name Hans Adu Sarpei
Geburtstag 28. Juni 1976
Geburtsort TemaGhana
Größe 178 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1987–1988
1988–1993
1993–1994
1994–1995
SV Fühlingen Chorweiler
CfB Ford Niehl
SC Viktoria Köln
SCB Preußen Köln
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1995–1996
1996–1997
1997–1998
1998
1999–2000
2000–2001
2001–2007
2005
2007–2010
2008–2009
2010–2012
SCB Preußen Köln
Winfriedia Mülheim
SV Siegburg 04
VfL Rheinbach
SC Fortuna Köln
MSV Duisburg
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg II
Bayer 04 Leverkusen
Bayer 04 Leverkusen II
FC Schalke 04




44 (0)
20 (1)
139 (3)
1 (0)
42 (0)
3 (0)
9 (0)
Nationalmannschaft
2000–2010 Ghana 36 (1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Hans Adu Sarpei (* 28. Juni 1976 in Tema) ist ein ehemaliger deutsch-ghanaischer Fußballspieler, der zunächst als Mittelfeldspieler, zum Ende seiner sportlichen Karriere aber meist als Außenverteidiger eingesetzt war. Heute arbeitet er als Social-Media-Berater.

Leben

Sarpeis Eltern lebten in den frühen 1970er Jahren in Hamburg; laut eigenen Aussagen stammt daher sein für ghanaische Verhältnisse untypischer Vorname Hans.[1] Er wurde in Tema geboren und lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Deutschland. Er wuchs in Köln-Chorweiler auf und absolvierte bei Bayer eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker.[2]

Sein Bruder Edward Sarpei war ebenfalls Profifußballspieler, er spielte beim 1. FC Köln.

Karriere

In seiner Jugend spielte er bei SV Fühlingen Chorweiler, CfB Ford Niehl und dem SC Viktoria Köln, später bei Winfriedia Mülheim, SV Siegburg 04 und VfL Rheinbach.

Als Amateur von Fortuna Köln gelang ihm 1998 der Sprung in den Profikader (2. Bundesliga). Im Jahr 2000 wechselte er zum MSV Duisburg, ab 2001 spielte er für den VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga. Im Sommer 2007 wechselte Sarpei ablösefrei zum Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, bevor er im Sommer 2010 zum FC Schalke 04 wechselte, bei dem er einen Zweijahresvertrag unterschrieb.[3] Nachdem Sarpei zu Beginn der Saison regelmäßig zu Einsätzen kam, musste er sich öfters mit einem Platz auf der Bank oder Tribüne zufriedengeben. Zwischenzeitlich wurde er aufgrund mangelnden Trainingseinsatzes von Trainer Felix Magath suspendiert und musste mit der zweiten Mannschaft trainieren.[4] Erst nach dem Trainerwechsel wurde er von Ralf Rangnick in die Profimannschaft zurückgeholt. Zwar absolvierte er lediglich neun Bundesligaspiele für Schalke, war aber bei entscheidenden Partien stets beteiligt. So stand er 2011 im Halbfinale (gegen den FC Bayern München) sowie im Finale (gegen den MSV Duisburg) des DFB-Pokals in der Anfangsformation. Auch trug er entscheidend zum guten Abschneiden Schalkes in der Champions-League bei, wo er u.a. im Achtelfinale gegen den FC Valencia und im Viertelfinale gegen den Titelverteidiger Inter Mailand eingesetzt wurde. Sarpei wurde zum Ende der Saison 2011/12 bei den Gelsenkirchenern verabschiedet,[5] woraufhin er seine aktive Spielerkarriere beendete.[6]

Er war ghanaischer Nationalspieler. Sein erstes Länderspiel absolvierte er am 8. Oktober 2000 beim 4:1-Sieg Ghanas über Simbabwe. Er nahm als Stammspieler Ghanas an der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika teil.

Erfolge

Sonstiges

Nach seinem Wechsel zu Schalke in der Saison 2010/11 entwickelte sich vor allem auf Facebook ein von den Chuck Norris Facts inspirierter, ironischer Kult um seine Person.[7][8] Durch diese Bekanntheit in sozialen Netzwerken ist er seit Ende August 2012 für Karstadt sports als Berater für deren Social-Media-Auftritte tätig.[9] Er ist außerdem als Kolumnist für die Online-Plattform des Sportsenders Eurosport tätig. 2013 hatte Sarpei im Fernsehkanal Tele 5 eine eigene Sendung namens Hans Sarpei – das T steht für Coach, die seit November 2014 bei Sport1 läuft. Er coacht darin für kurze Zeit jeweils eine Fußball-Amateurmannschaft.[10]

Auf dem 2012 erschienenen Album Ek to the Roots von Eko Fresh wirkt Hans Sarpei bei dem Titel Gefällt das mit.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. dfb.de: Hans Sarpei: Der deutsche Ghanaer, 17. März 2010
  2. Seine Träume übererfüllt
  3. S04 verpflichtet Hans Sarpei, 26. August 2010
  4. http://sportbild.bild.de/SPORT/bundesliga/vereine/fc-schalke-04/2010/11/30/felix-magath-knallhart/jones-sarpei-baumjohann-in-die-reserve-verbannt.html
  5. Schober wird am Samstag nach elf Jahren bei den Gelsenkirchenern verabschiedet – zusammen mit Raul, Hans Sarpei und Lewan Kenia.
  6. Spielerprofil auf Transfermarkt.de
  7. Warum Hans Sarpei auf Facebook Kult ist: Über 700 Seiten und Gruppen. Artikel von Heiko Buschmann auf reviersport.de
  8. Ex-VfLer Sarpei: In Schalke Kult-Star. Artikel in der Wolfsburger Allgemeinen
  9. Ex-Schalker Hans Sarpei wechselt als Social Media Experte zu Karstadt. Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 21. August 2012. Abgerufen am 21. August 2012.
  10. Hans Sarpei – das T steht für Coach