Hans Ulrich Anke

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Hans Ulrich Anke (* 1. September 1968 in Hannover) ist ein Jurist im Kirchendienst der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präsident des Kirchenamtes der EKD und Leiter von dessen Hauptabteilung I (Leitung, Recht und Finanzen).

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Hans Ulrich Anke ist im niedersächsischen Rodenberg am Deister aufgewachsen. Von 1989 bis 1995 studierte er in Göttingen und Caen in Frankreich Rechtswissenschaft und Romanistik. Von 1995 bis 1998 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Kirchenrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und promovierte im Jahre 1999 mit der Arbeit über „die Neubestimmung des Staat-Kirche-Verhältnisses in den neuen Ländern durch Staatskirchenverträge“ (siehe auch: Staatskirchenrecht (Deutschland)).

Im Jahr 1998 wurde Anke Rechtsreferendar am Landgericht Lübeck. Zwei Jahre später wechselte er als Jurist in das Landeskirchenamt Hannover der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, ab 2003 als Oberkirchenrat und ab 2007 als Oberlandeskirchenrat u. a. für die Bereiche Kirchensteuer, Haushalte der landeskirchlichen Vereinigungen, Zuweisungen an die kirchlichen Körperschaften und Vermögensaufsicht.

Im Jahr 2008 wechselte Anke vom hannoverschen Landeskirchenamt in das ebenfalls in Hannover ansässige Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, dessen Vizepräsident und Leiter der Rechtsabteilung er wurde. Zwei Jahre später wurde Anke als Nachfolger von Hermann Barth zum (bisher jüngsten) Präsidenten des Kirchenamtes der EKD gewählt. Diese Aufgabe übernahm er am 1. Dezember 2010.

Anke ist Mitglied im Stiftungskuratorium von AMCHA Deutschland.

Hans Ulrich Anke ist verheiratet und hat drei Kinder.

Schriften[Bearbeiten]

  • Die Neubestimmung des Staat-Kirche-Verhältnisses in den neuen Ländern durch Staatskirchenverträge: zu den Möglichkeiten und Grenzen des staatskirchenvertraglichen Gestaltungsinstruments. Mohr Siebeck, Tübingen 2000, ISBN 3-16-147319-1 (Zugleich Dissertation, Universität Halle, 1999).

Weblinks[Bearbeiten]