Hans Wolff (Filmemacher)

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Hans Wolff

Hans Wolff (* 2. Oktober 1911 in Berlin; † 1. Juni 1979 ebenda) war ein deutscher Drehbuchautor, Cutter, Herstellungsleiter, Schauspieler und Filmregisseur.

Leben[Bearbeiten]

Hans Wolff wurde als unehelicher Sohn von Otto Wolff und einer Hausangestellten geboren. Am 15. März 1916 adoptierten ihn Anna (die selber keine Kinder bekommen konnte) und Otto Wolff. Dabei erhielt er den Familiennamen Wolff und ein Jahr später einen neuen Vornamen.[1] Sein ebenfalls adoptierter Bruder war Otto Wolff von Amerongen. Hans Wolff adoptierte selber einen Sohn, der ihm später drei Enkelkinder schenkte.

Hans Wolff studierte Jura an den Universitäten von Freiburg, Bonn und Paris. 1933 erhielt er eine praktische Ausbildung im Kopierwerk der Ufa. Ab 1934 arbeitete er als Schnittmeister und gehörte seit 1936 zum Team der Willi Forst-Film. In dieser Funktion war er an mehreren bedeutenden Wiener Filmen von und mit Willi Forst beteiligt.

Forst ermöglichte ihm in seiner Eigenschaft als Produzent 1947 mit Der Hofrat Geiger seine erste, auf Anhieb erfolgreiche Filmregie. Kurz darauf gab Wolff in Das singende Haus sein Debüt als Schauspieler. In den 1950er Jahren inszenierte er noch mehrere Filme, die jedoch durchweg keine besondere Aufmerksamkeit fanden.

Wolff wechselte nun zur Herstellungsleitung, gründete die Produktionsfirma Fono-Film GmbH und war auf diese Weise an Bernhard Wickis Aufsehen erregendem Antikriegsfilm Die Brücke beteiligt, außerdem an der Lenz-Adaption Das Feuerschiff und an Wolfgang Staudtes Außenseiter-Story Das Lamm.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1934: Die Czardasfürstin (Schnitt)
  • 1934: Fürst Woronzeff (Schnitt)
  • 1935: Mazurka (Schnitt)
  • 1935: Die ganze Welt dreht sich um Liebe (Schnitt)
  • 1936: Rendezvous in Wien (Schnitt)
  • 1936: Allotria (Schnitt)
  • 1936: Burgtheater (Schnitt)
  • 1937: Kapriolen (Schnitt)
  • 1939: Bel Ami (Schnitt)
  • 1939: Ich bin Sebastian Ott (Schnitt)
  • 1940: Operette (Schnitt)
  • 1941: Jenny und der Herr im Frack (Schnitt)
  • 1942: Wiener Blut (Schnitt, Regieassistenz)
  • 1942: Ein Zug fährt ab (Schnitt, Regieassistenz)
  • 1943: Frauen sind keine Engel (Schnitt)
  • 1944: Hundstage (Schnitt, Regieassistenz)
  • 1944: Ein Blick zurück (Schnitt, Regieassistenz)
  • 1947: Der Hofrat Geiger (Schnitt, Regie, Drehbuch)
  • 1948: Das singende Haus (Schauspieler)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eckart Conze: »Titane der modernen Wirtschaft«. Otto Wolff (1881-1940). In: Peter Danylow / Ulrich S. Soénius (Hrsg.): Otto Wolff. Ein Unternehmen zwischen Wirtschaft und Politik.Siedler-Verlag, München 2005, ISBN 3-88680-804-1, S. 127