Hans von Faber du Faur

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Hans von Faber du Faur

Hans von Faber du Faur (* 21. November 1863 Stuttgart; † 3. Dezember 1940 München) war ein Maler des deutschen Impressionismus und Offizier.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Malers Otto von Faber du Faur begann schon sehr früh zu zeichnen. An der Kunstschule in Stuttgart begann er 1880 ein Studium, musste es aber bereits zwei Jahre später abbrechen, um entsprechend der Familientradition dem 19. Ulanenregiment beizutreten. Dort war er von 1882 bis 1888 Offizier der Kavallerie. Anschließend nahm Faber du Faur seine künstlerische Ausbildung wieder auf und studierte an der Akademie in Brüssel unter Frans Portaels. Von 1889 bis 1893 setzte er das Studium in München bei Wilhelm von Diez und Franz von Lenbach fort[1]. Studienreisen führten ihn nach Spanien, Italien, Holland und England. Zwischen 1898 und 1905 hielt er sich in Paris auf, wo er anfangs eine Zeitlang Schüler von James Whistler war. Hier kam er in Berührung mit der Künstlergruppe Société des Artistes Indépendants, die Ausstellungen ohne Jury gestaltete.

Stillleben mit Teekanne und Obstschale, 1914

In München organisierte er 1909 die erste juryfreie Ausstellung, legte jedoch bereits ein Jahr danach den Vorsitz nieder. Faber du Faur pflegte Kontakte zu zahlreichen Malern wie Arnold Böcklin, Ferdinand Hodler, Henri Matisse, Henri Rousseau oder Pablo Picasso und hielt diese Erlebnisse in kurzen Niederschriften unter dem Titel Meine Begegnungen mit Malern fest.[2] Sein erste Frau Sophie von Ranke (* 23. Mai 1864), war die Tochter des Professors Heinrich Ranke; sie starb am 2. März 1917 in Genf.

Von 1914 bis 1917 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. 1919 stellte er mit Max Liebermann, Max Slevogt, Hans Thoma und Edvard Munch in Paris und Zürich aus. Ab 1922 lebte er mit seiner (zweiten) Frau und den drei Töchtern in München. Von 1929 bis 1933 übernahm er die Leitung der juryfreien Ausstellungen des Künstlerbundes Die Unabhängigen. Seine Tochter Armgard von Faber du Faur, 1894 geboren, führte die Familientradition fort. Sie lebte und malte ab 1922 in ihrem Atelier im Schloss Nymphenburg in München bis zu ihrem Tod am 17. August 1977.

Werk[Bearbeiten]

Jagdreiter Schloss Nymphenburg, 1937

Hans von Faber du Faur war ein guter Beobachter und ein sicherer Zeichner. Er machte sich die Erfassung bewegter, wechselnder Erscheinungen im Spiel des Lichts zur Aufgabe, die besonders in seinen starkfarbigen Aquarellen deutlich werden. In seinem umfangreichen Werk, das als wichtiger Beitrag zum deutschen Impressionismus zu werten ist, überwiegen Zeichnungen und Gemälde von Pferden und Reitern. Doch malte er auch Porträts, Gruppenbilder, Strand- und Straßenszenen sowie Darstellungen von Sportarten. Werke von ihm befinden sich zum Beispiel in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München, in der Staatlichen Graphischen Sammlung München, in der Staatsgalerie Stuttgart, im Kunstverein Würzburg und im Kunsthaus Zürich.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Seit 1897: Glaspalast München
  • Seit 1897: Kunstverein München
  • 1898, 1899 und 1903: Salon des Champs-Élysées, Paris
  • Seit 1901: Salon des Indépendents, Paris
  • 1904–1913: Salon d’Automne, Paris
  • 1905: Galerie Wertheim, Berlin
  • 1919: Kunsthalle Basel
  • 1904 und 1913: Galerie Heinemann, München
  • 1906: Kunstverein Barmen
  • 1907: Kunstverein Würzburg
  • 1909: 1. juryfreie Ausstellung Deutscher Künstlerverband
  • 1913–1919: Kunsthaus Zürich
  • 1930–1932: Die Unabhängigen, München
  • 1932–1938: Herbstsalon, Paris
  • 1950: Städtische Galerie, München. Gedächtnisausstellung
  • 1959: Galerie Gurlitt, München
  • 1968: Staatliche Graphische Sammlung, München
  • 1974: Galerie Reinhardt & Doehn, München

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://matrikel.adbk.de/05ordner/mb_1841-1884/jahr_1881/matrikel-04015
  2. Hans von Faber du Faur. Seine Bilder. Seine Erinnerungen. Verlag Karl Thiemig, München 1976, ISBN 3-521-04074-7, S. 14-44

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hans von Faber du Faur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien