Hans von Hallwyl (Offizier)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hans von Hallwyl (* um 1433/1434; † 19. März 1504) war ein Schweizer Offizier. Er führte die siegreichen Eidgenossen in der Schlacht bei Murten am 22. Juni 1476.

Die von Hallwyl bewohnten das Schloss Hallwyl im Aargau. Bern hatte Hallwyl 1415 bei der Eroberung des Aargaus in Brand gesteckt. Hans einigte sich später mit Bern und erhielt das Burgrecht und auch jenes von Solothurn. 1475 verheiratete er sich mit Magdalena von Rothenstein. In den Burgunderkriegen war er zuvor schon in der Schlacht bei Grandson am 2. März 1476 siegreich. Er wurde nach der Schlacht zum Ritter geschlagen.

In der Schlacht bei Murten kommandierte er die Berner Vorhut. Sie erhielt die Aufgabe, den so genannten Grünhag der Burgunder frontal zu durchstossen, welcher deren Hauptlager absicherte. In einem Hohlweg bekämpfte er gemeinsam mit dem verbündeten Herzog Renatus von Lothringen burgundische Soldaten und setzte sich durch. Die Fusstruppen rückten auf den palisadenbewehrten Grünhag zu. Die Reiterei kam am Grünhag wie geplant links vorbei und gelangte in den Rücken der Verteidiger. Beschuss der Eidgenossen durch Bogen- und Armbrustschützen plus Artillerie blieben ohne grossen Erfolg. Verstärkung durch die etwa 20 Fussminuten entfernt lagernde Hauptstreitmacht der Burgunder kam zu wenig und zu spät. Der Gewalthaufen unter Führung des Zürchers Hans Waldmann konnte bei dieser Konstellation relativ rasch das Hauptlager der Feinde umzingeln. Es kam zu einem Hingemetzel von ungefähr der Hälfte des Burgunderheeres durch die Eidgenossen und ihre Verbündeten. Karl dem Kühnen gelang mit dem anderen Teil seiner Leute eine überstürzte Flucht. Hans von Hallwyl blieb dem Kriegshandwerk wohl auch in der Folgezeit treu. Im Jahr 1499 nahm er am Schwabenkrieg teil.

Ein Attika-Standbild Hans von Hallwyls steht an der Fassade des Hauptgebäudes der Berner Kantonalbank, und seine Büste ist in der Walhalla in Donaustauf (Oberpfalz) aufgestellt.

Literatur[Bearbeiten]