Hanstholm

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Dänemark Hanstholm
Wappen fehlt
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Hanstholm (Dänemark)
Hanstholm
Hanstholm
Basisdaten
Staat: Dänemark
Verwaltungsbezirk: Nordjylland
Kommune (seit 2007): Thisted
Koordinaten: 57° 7′ N, 8° 37′ O57.1117361111118.6161555555556Koordinaten: 57° 7′ N, 8° 37′ O
Einwohner: (2014[1]) 2.157
Postleitzahl: 7730
Der Hafen von Hanstholm
Der Hafen von Hanstholm

Hanstholm ist ein Ort in der dänischen Kommune Thisted in der Region Nordjylland, gelegen im Nordwesten Jütlands an der Grenze zwischen Nordsee und Skagerrak. Im Ort leben 2157 Einwohner (Stand 1. Januar 2014[1]). Vor dem 1. Januar 2007 war die Gemeinde Teil des Amtes Viborg.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Karte von Hanstholm

Hanstholm hat seit 1967 einen modernen Seehafen und ist außerdem der größte Fischereihafen Dänemarks, an der Menge von gelandetem Konsumfisch gemessen. Bis 2008 fuhr eine Katamaranfähre in zwei Stunden nach Kristiansand (Norwegen); die Linie wurde inzwischen eingestellt. Zudem verkehrte von hier bis Oktober 2010 auch die Autofähre Norröna nach Tórshavn (Färöer) und Seyðisfjörður (Island). Der Fährbetrieb wurde danach in den weiter nördlich gelegenen Hafen von Hirtshals verlegt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Festungsanlage Hanstholm

Zur Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg war hier ein Herzstück des Atlantikwalls, von dem noch viele Überreste zeugen. Die 1940 erbaute Festungsanlage Hanstholm (s. Hauptartikel) und deren Schwesteranlage im norwegischen Kristiansand, die Batterie „Vara“, sollten den Schiffsverkehr im Skagerrak unterbinden und den Zugang in die Ostsee verhindern. Die deutschen Besatzer errichteten in der Dünenlandschaft um Hanstholm auf 9 Quadratkilometern insgesamt 455 Bunker.

Die Geschichte des deutschen Atlantikbollwerks wird seit 2002 im Museumscenter Hanstholm (s. Hauptartikel) dargestellt und aufgearbeitet. In diesem Kriegs- und Militärmuseum können heute unter anderem mehrere große Bunker mit unterirdischen Wohnquartieren, eine funktionierende Feldbahn (früherer Munitionszug) und ein modernes Dokumentationscenter besichtigt werden.

Geologie[Bearbeiten]

Auch geologisch ist das Gebiet von Hanstholm von herausragendem Interesse. Der Untergrund der näheren Umgebung von Hanstholm besteht aus feinkörnigem, kreidezeitlichen Kalk, der in zunächst gleichartige Kalkablagerungen des Danium (Unteres Paläogen; frühere Bezeichnung: Tertiär) übergeht. Die fortgesetzte Sedimentierung feinkörnigen Kalks zu Beginn des Danium geht auf die Lage von Thy entlang der damaligen Meeresküste zurück. Aus dem gleichen Grunde sind in Profilen im Gebiet von Hanstholm (bis etwa nach Hjardemål) die vielleicht vollständigsten Übergänge von der Kreide zum Tertiär als Ablagerungen erhalten, die überhaupt bekannt sind.

Diese so genannte Kreide-Tertiär-Grenze ist an mehreren Orten entlang dem nördlichen Kranz von Kalkhügeln von Hanstholm über Hjardemål bis Kløv aufgeschlossen, namentlich in Bjerre, Kjølby Gård und Nye Kløv. An all diesen Orten ist diese Grenze durch eine dünne Mergellage gekennzeichnet, die sich von dem sie umgebenden Kalkgestein durch ihre dunklere Färbung abhebt.

Verschiedenes[Bearbeiten]

In dieser Gegend wurde 1971 der Film Die Olsenbande fährt nach Jütland gedreht. Einige Seemeilen vor Hanstholm befindet sich das Hochseeangler-Paradies Gelbes Riff.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Steen Andersen, Steen Sjørring (Red.): Det nordlige Jylland. En beskrivelse af områder af national geologisk interesse. In: Geologisk set. 2 Auflage. Geografforlaget, Brenderup (Dänemark) 1997, ISBN 87-7702-055-3 (dänisch; Zusammenfassung auch in englisch und deutsch; Aufsatzsammlung).
  •  Holger Christensen (Red.), Hanstholms Kommune (Hrsg.): Hanstholm år 2000. Fra Hanstholms historie. Hanstholm 2000, ISBN 87-987707-0-5 (dänisch; Aufsatzsammlung, Ortsgeschichte von 1850 bis 2000).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
  2. Poul Christoffersen: Hirtshals får færge til Færøerne in Nordjyske.dk vom 2. September 2010, abgerufen am 15. November 2011 (dänisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hanstholm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hanstholm – Reiseführer