Haplotyp
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Als Haplotyp (von griechisch haplús oder haplóos = einfach und typos = typ), aus haploider Genotyp zusammengesetzt, wird eine Variante einer Nukleotidsequenz im Genom eines Lebewesens bezeichnet. Ein bestimmter Haplotyp kann individuen-, populations- oder auch artspezifisch sein.
Die dabei verglichenen Allele können, wie beim International HapMap Project, individuelle Kombinationen von SNPs sein, die als genetische Marker benutzt werden können.[1]
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[Bearbeiten] Geschichte
Der Begriff wurde 1967 von R. Ceppellini eingeführt.[2] Er wurde ursprünglich dazu benutzt, die genetische Zusammensetzung des MHC zu beschreiben, einem Komplex von Genen, der für das Immunsystem wichtige Proteine kodiert.
[Bearbeiten] Abgrenzung zum Genotyp
Besitzt ein diploider Organismus bezüglich zweier Allele A und B den Genotyp AaBb, so können dem die Haplotypen AB|ab oder Ab|aB zugrunde liegen. Im ersteren Fall besitzt ein Chromosom die Allele A und B, das andere a und b. Im letzteren Fall besitzt ein Chromosom die Allele A und b, das andere a und B.
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ The International HapMap Consortium (2003): The International HapMap Project. Nature 426, S. 789-796 [1]
- ↑ Ceppellini, R., E. S. Curtoni, P. L. Mattiuz, V. Miggiano, G. Scudeller and A. Serra: Genetics of leucocyte antigens. A family study of segregation and linkage. Histocompatibility Testing 1967, S. 149–185
[Bearbeiten] Literatur
- Lexikon der Biologie. 7. Band, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2004. ISBN 3-8274-0332-4
- Lewin, Benjamin: Molekularbiologie der Gene. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, 1998. ISBN 3-8274-0234-4

