Haplotyp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Haplotypen aus SNPs von Chromosomenabschnitten des gleichen Chromosoms von vier Individuen.
Haplotypen aus SNPs von Chromosomenabschnitten des gleichen Chromosoms von vier Individuen.

Als Haplotyp (von griechisch haplús oder haplóos = einfach und typos = typ), aus haploider Genotyp zusammengesetzt, wird eine Variante einer Nukleotidsequenz im Genom eines Lebewesens bezeichnet. Ein bestimmter Haplotyp kann individuen-, populations- oder auch artspezifisch sein.

Die dabei verglichenen Allele können, wie beim International HapMap Project, individuelle Kombinationen von SNPs sein, die als genetische Marker benutzt werden können.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Begriff wurde 1967 von R. Ceppellini eingeführt.[2] Er wurde ursprünglich dazu benutzt, die genetische Zusammensetzung des MHC zu beschreiben, einem Komplex von Genen, der für das Immunsystem wichtige Proteine kodiert.

[Bearbeiten] Abgrenzung zum Genotyp

Besitzt ein diploider Organismus bezüglich zweier Allele A und B den Genotyp AaBb, so können dem die Haplotypen AB|ab oder Ab|aB zugrunde liegen. Im ersteren Fall besitzt ein Chromosom die Allele A und B, das andere a und b. Im letzteren Fall besitzt ein Chromosom die Allele A und b, das andere a und B.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. The International HapMap Consortium (2003): The International HapMap Project. Nature 426, S. 789-796 [1]
  2. Ceppellini, R., E. S. Curtoni, P. L. Mattiuz, V. Miggiano, G. Scudeller and A. Serra: Genetics of leucocyte antigens. A family study of segregation and linkage. Histocompatibility Testing 1967, S. 149–185

[Bearbeiten] Literatur

  • Lexikon der Biologie. 7. Band, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2004. ISBN 3-8274-0332-4
  • Lewin, Benjamin: Molekularbiologie der Gene. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, 1998. ISBN 3-8274-0234-4

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge