Haría

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Gemeinde Haría
Blick über den Norden Lanzarotes zum Ort Haría
Blick über den Norden Lanzarotes zum Ort Haría
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Haría
Haría (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Las Palmas
Insel: Lanzarote
Koordinaten 29° 9′ N, 13° 29′ W29.147222222222-13.483333333333270Koordinaten: 29° 9′ N, 13° 29′ W
Höhe: 270 msnm
Fläche: 106,58 km²
Einwohner: 4.782 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 44,87 Einw./km²
Postleitzahl: E–35520 (Haría)
E–35541 (Órzola)
E–35542 (Arrieta)
E–35543 (Mala)
Gemeindenummer (INE): 35010 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: José Mariano Torres Stinga (CC) (Stand 2010)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Plaza de la Constitución, 1
35520 - Haría
Website: www.ayuntamientodeharia.com
Lage der Gemeinde
Lanzarote municipio Haría.svg

Haría ist eine der sieben Gemeinden der zu Spanien gehörenden Kanareninsel Lanzarote mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt. Diese befindet sich im Tal der 1000 Palmen. Die Sage erzählt, dass immer, wenn in Haría ein Mädchen geboren wurde, eine neue Palme wuchs.

Geschichte[Bearbeiten]

Wie auch andere Orte Lanzarotes, war Haría häufig Invasionen und Piratenangriffen ausgesetzt. Der wohl verheerendste ereignete sich 1586, als nahezu der gesamte Palmenbestand niedergebrannt wurde. Die klassizistischen Bauten an der Plaza de la Constitución stammen aus dem 19. Jahrhundert, als Haría vorübergehend Sitz einer verfassunggebenden Versammlung war. Seit den 1950er Jahren litt der Ort unter Landflucht. In der Franco-Ära verließen viele Menschen Haría Richtung Südamerika. Bis heute stehen einige der damals verlassenen Häuser leer.

Ortsbild[Bearbeiten]

Blick auf Haría

Mittelpunkt des Ortes Haría ist die langgestreckte, schattige Plaza León y Castillo mit seinen Lorbeer- und Eukalyptusbäumen. Am östlichen Ende des Platzes steht die Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación, die 1956 nach schweren Sturmschäden neu aufgebaut wurde. Sie ist jetzt eine modern gestaltete Pfarrkirche. Nahe der Plaza de la Constitución befindet sich das Handwerkszentrum Taller Municipal de Artesania. Hier werden nach alter Tradition Stickereien, Körbe und Umhänge hergestellt.

Um den kirchlichen Feiertag San Juan (24. bis 27. Juni) herum werden aus Mangel an Blüten und Blättern im Ort von den Einheimischen bunte Salzteppiche mit unterschiedlichen Motiven auf die Straßen gelegt. Dies geschieht tagsüber und man kann die Leute bei der Arbeit beobachten. Erst am nächsten Tag zerstört eine Prozession mit dem heiligen Juan diese Salzbilder.

Auf dem Friedhof von Haría liegt das Grab des Künstlers und Naturschützers der Insel, César Manrique, der 1988 dort in ein von ihm wieder aufgebautes Bauernhaus zog, und am 25. September 1992 im Alter von 73 Jahren durch einen Autounfall ums Leben kam.

Orte der Gemeinde[Bearbeiten]

Die Bevölkerungszahlen in Klammern (Stand: 1. Januar 2011)[2]:

  • Arrieta (1.003 Einwohner)
  • Charco del Palo (204 Einwohner)
  • Guinate (36 Einwohner)
  • Haría (1.135 Einwohner)
  • Máguez (619 Einwohner)
  • Mala (525 Einwohner)
  • Órzola (288 Einwohner)
  • Punta Mujeres (1.153 Einwohner)
  • Tabayesco (127 Einwohner)
  • Yé (113 Einwohner)

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Bevölkerungszahlen siehe INE

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haría – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Haría – Reiseführer