Harald Neubauer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Harald Neubauer (* 3. Dezember 1951 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker und Journalist aus dem rechten Spektrum. Er war von 1989 bis 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Neubauer machte eine Ausbildung zum Technischen Groß- und Außenhandelskaufmann und leistete seinen Wehrdienst in der Bundeswehr. Er war von 1969 bis 1972 und wieder von 1975 bis 1981 Mitglied der NPD. 1973 wurde er von Gerhard Frey als Landesbeauftragter der damals noch als Verein organisierten DVU engagiert und war von 1975 bis 1983 Redakteur des Deutschen Anzeigers, einer Zeitung Freys.

1983 trat er den neu gegründeten Republikanern bei und wurde 1984 Pressereferent des Parteigründers Franz Handlos. In einem innerparteilichen Machtkampf wechselte er aber an die Seite Franz Schönhubers. 1985 wurde er Generalsekretär der Republikaner, im Mai 1988 auch Landesvorsitzender in Bayern, im Juli 1988 schließlich auch Bundespressesprecher der Partei. Er galt als potentieller Nachfolger Schönhubers.

Mit dem Wahlerfolg bei der Europawahl 1989 zog er für die REP ins Europäische Parlament ein und gehörte der Technischen Fraktion der Europäischen Rechten an. In der Folgezeit überwarf er sich allerdings mit Schönhuber und wurde auf dessen Betreiben aus den REP ausgeschlossen. 1991 gründete er zusammen mit anderen die Deutsche Liga für Volk und Heimat, die eine Sammelbewegung der extremen Rechten werden sollte; Neubauer wurde neben Jürgen Schützinger und Rudolf Kendzia Bundesvorsitzender. Michael Kühnen behauptet in dem 1992 fertiggestellten Dokumentarfilm Wahrheit macht frei, dass Neubauer Mitglied der NSDAP-Aufbauorganisation gewesen sei; Neubauer bestreitet dies dort jedoch.

Seit 1992 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Nation und Europa. Zudem ist er Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Freie Publizistik.

Zuletzt unterstützte er, ebenso wie Schönhuber, Wahlabsprachen zwischen DVU und NPD. Er wurde als Parteiloser auf Vorschlag der DVU auf Platz 2 der Landesliste der NPD Sachsen zur Bundestagswahl 2005 gewählt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]