Harald Schmidt

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Harald Franz[1] Schmidt (* wahrscheinlich 18. August[2][3][4][5][6][7][8][9] 1957, nach anderer Eigendarstellung * 17. August 1957[10] in Neu-Ulm) ist ein deutscher Schauspieler, Kabarettist, Kolumnist, Entertainer, Schriftsteller und Moderator.

Harald Schmidt, 2010

Biografie[Bearbeiten]

Jugend, Ausbildung und Privates[Bearbeiten]

Schmidts Eltern sind Heimatvertriebene. Sein Vater Anton (1916–2010) stammte aus Karlsbad in Westböhmen, seine Mutter aus Brünn in Südmähren. Schmidt, der in Nürtingen aufwuchs, war als Junge bei den katholischen Pfadfindern und wuchs nach eigenen Angaben in einer streng katholischen Familie auf.[11] Später wurde er Kirchenmusiker (mit C-Abschluss an der Kirchenmusikschule in Rottenburg am Neckar) und wirkte als Organist in der katholischen Gemeinde St. Johannes in Nürtingen.[12]

Nach dem Abitur[13] am Hölderlin-Gymnasium in Nürtingen und der Ableistung des Zivildienstes in einem katholischen Pfarrbüro studierte Schmidt von 1978 bis 1981 Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Um Kontakte zum Fernsehen zu knüpfen, bewarb sich Schmidt 1983 bei der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg, scheiterte aber in der Endauswahl unter etwa 100 Mitbewerbern.[14][15]

Schmidt lebt mit seiner Lebensgefährtin in Köln-Marienburg und hat fünf Kinder.[16]

Schauspieler und Kabarettist[Bearbeiten]

Harald Schmidt und Manuel Andrack, 2005, Stadthalle Karlsruhe

Sein erstes Engagement hatte Harald Schmidt von 1981 bis 1984 an den Städtischen Bühnen in Augsburg. Seine erste Rolle dort war der zweite Mameluk in Lessings Nathan der Weise, der nur den Satz „Nur hier herein“ zu sprechen hat.[17]

1984 wechselte Schmidt zu Kay Lorentz ans Düsseldorfer Kom(m)ödchen, wo er bis 1989 blieb und seine kabarettistische Laufbahn unter Anleitung von Lore Lorentz begann. Im Jahr 1985 ging er mit seinem ersten Soloprogramm Ich hab’ schon wieder überzogen auf Tournee. Weitere Soloprogramme waren 1988 Überstehen ist alles und 1992 Schmidtgift.

Im Frühjahr 2002 kehrte er als Diener Lucky in Becketts Warten auf Godot ans Theater zurück und wurde im April Mitglied des Ensembles am Bochumer Schauspielhaus. Im Sommer 2002 spielte Schmidt ebenfalls in Bochum in dem Stück Die Direktoren von Daniel Besse die Rolle des Vize-Vorstandsvorsitzenden Montparnasse. Vom 14. Juli 2004 an war er zusammen mit Manuel Andrack und dem eigenen zweistündigen Kabarettprogramm Sprechstunde, Einspruch und Summa cum unterwegs.

Seit der Spielzeit 2008 ist Schmidt Ensemblemitglied am Staatstheater Stuttgart. Am 25. Oktober 2008 hatte dort die Inszenierung des von Schmidt konzipierten Hamlet-Musicals Der Prinz von Dänemark unter der Regie von Christian Brey Premiere, bei dem er auch einige Rollen selbst spielt.[18] Zuletzt trat Schmidt wiederholt in Inszenierungen des Autorregisseurs René Pollesch auf.[19][20] 2012 auf Deutschland-Tour mit dem Concerto Köln, sprach Schmidt in Mozarts Singspiel Der Schauspieldirektor die Titelrolle und sang eine Bariton-Partie.

Anfänge bei der ARD[Bearbeiten]

Seine ersten Fernseherfahrungen machte Schmidt ab März 1988 beim Sender Freies Berlin mit der Sendung MAZ ab!, die ab 1989 im Ersten ausgestrahlt wurde. 1990 folgten die Sendungen Pssst … (eine Rateshow nach dem Vorbild der Show Was bin ich? von Robert Lembke) und Schmidteinander, die er mit Herbert Feuerstein bis Dezember 1994 moderierte. Beide Sendungen wurden vom Westdeutschen Rundfunk produziert und ausgestrahlt. Schmidteinander und Pssst … wurden ab 1994 bzw. 1995 im Ersten ausgestrahlt. Im Februar und März 2007 gab es dort im Vorabendprogramm eine Neuauflage von Pssst… mit zwölf Folgen, die aber nicht die erwarteten Einschaltquoten erzielen konnten.[21]

Von Dezember 1992 bis März 1993 folgte ein kurzes Zwischenspiel mit der vierteiligen, von Radio Bremen für die ARD produzierten Show Gala!. Von Oktober 1992 bis Mai 1995 moderierte er in der ARD die von Paola und Kurt Felix übernommene Show Verstehen Sie Spaß?, mit der er nur mäßigen Erfolg hatte. Schmidt stellte sich immer mehr in den Mittelpunkt der Sendung, in der es eigentlich um Streiche mit der versteckten Kamera ging. Seine Comedy-Einlagen vertrugen sich nicht mit der für ein breites Publikum konfektionierten, damals üblichen Unterhaltung.

Harald Schmidt Show bei Sat.1[Bearbeiten]

Vom 5. Dezember 1995 bis zum 23. Dezember 2003 moderierte Schmidt die zunächst von Brainpool im Kölner Capitol produzierte Harald Schmidt Show.[22] Von August 1998 bis Dezember 2003 wurde die Show dann von Schmidts Firma Bonito im Studio 449 in Köln-Mülheim produziert. Wegen seines oft respektlosen und zynischen Humors erhielt Schmidt in den Medien den Spitznamen Dirty Harry.

Der tabulose Umgang mit seinen Spaßopfern brachte Schmidt einige Klagen ein. So wehrte sich die frühere Tagesschausprecherin Susan Stahnke gegen einen in der „Harald Schmidt Show“ gezeigten Beitrag, in dem eine der Betroffenen ähnelnde, in Reizwäsche agierende Darstellerin bei vermeintlichen Dreharbeiten zu einer Sex-Szene für einen Film namens Basic-Instinct II gezeigt wurde. Der Filmbeitrag spielte auf die zuvor in der Presse bekannt gemachten Pläne der Klägerin an, in Hollywood Karriere als Filmschauspielerin zu machen.[23][24][25]

In den ersten Jahren der Sendung profilierte er sich zudem mit Polen-Witzen, gegen die unter anderem deutsche Journalisten und Kulturschaffende in Polen sowie die polnische Zeitung Polityka protestierten..[26] Harald Schmidt wurde im Zuge dessen vom polnischen Botschafter Andrzej Byrt eingeladen, um die Wirklichkeit im östlichen Nachbarland kennenzulernen. Harald Schmidt nahm die Einladung an und verzichtet seither auf Polenwitze.[27]

Im Dezember 1995 zeigte er eine Ausgabe der Frauenzeitschrift „Emma”, Eierlikör, eine Kloschüssel und Bettina Böttinger und fragte: „Was haben diese vier Dinge gemeinsam? Das sind die vier Dinge, die kein Mann freiwillig anfassen würde.” In der Folge machte er immer neue gehässige Anspielungen auf die Homosexualität der Moderatorin. Sie kam schließlich in seine Show, sagte, dass sie das „sehr verletzt” habe, und ging vorzeitig wieder. Harald Schmidt leitete damit um den Jahreswechsel 1995/1996 das Outing von Moderatorin Bettina Böttinger ein.[28] In „Herr Schmidt wird 50, will aber nicht feiern“ war erneut jener Ausschnitt gezeigt worden. Monika Piel wollte daher mit den Redaktionen eine Grundsatzdiskussion über die Grenze zwischen Überspitzungen im Dienst von Satire und persönlichen Beleidigungen zum bloßen Zweck eines Gags führen, es werde: „eine Diskussion über im WDR angemessene ethische Programmstandards geben. Gerade im Comedybereich schärfen solche Diskussionen die Grenzen zwischen öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Programmangeboten“.[29]

Für Johannes B. Kerners Sondersendung zum Amoklauf von Erfurt im Jahre 2002, wurde dieser von Schmidt stark kritisiert, da er einen, zur Tatzeit am Tatort anwesenden, elfjährigen Jungen eingeladen hatte. Harald Schmidt sagte als Preisträger seine Teilnahme an der Verleihung des renommierten Medienpreises „Goldene Feder“ am 24. Mai 2002 in Hamburg ab. Johannes B. Kerner stand für die Preisverleihung als Moderator fest und Harald Schmidt lehnte die persönliche Entgegennahme des Medienpreises aus Johannes B. Kerners Händen aus Protest ab. Harald Schmidt schickte eine schriftliche Absage:

„[…]Angesichts der jüngsten medialen Außenwirkungen von Johannes B. Kerner können wir uns unter keinen Umständen vorstellen, einen Preis in seiner Anwesenheit entgegenzunehmen[…]“ [30]

Am 8. Dezember 2003 gab Harald Schmidt bekannt, dass er nach seiner Late-Night-Show auf Sat.1 eine „kreative Pause“ einlegen wolle. Als Folge der Übernahme der ProSiebenSat.1 Media AG durch Haim Saban war wenige Tage zuvor der damalige Geschäftsführer von Sat.1, Martin Hoffmann, zu dem Schmidt eine freundschaftliche Beziehung pflegt, entlassen worden. Nach einem Bericht des Magazins Der Spiegel hatte der damalige ProSiebenSat.1-Vorstandschef Urs Rohner von Saban die ausdrückliche Anweisung, Hoffmann erst nach der anstehenden Vertragsverlängerung mit Harald Schmidt zu entlassen. Die Verhandlungen verzögerten sich, Rohner entließ Hoffmann vorzeitig, und Schmidt verlängerte seinen Vertrag nicht. Die Nachfolge auf dem gleichen Sendeplatz trat am 17. Mai 2004 Anke Engelke mit ihrer Show Anke Late Night an, die jedoch am 21. Oktober 2004 aufgrund schlechter Quoten wieder eingestellt wurde. In seiner einjährigen Pause begab sich Harald Schmidt auf Weltreise und bestritt eine Kabarett-Tournee mit Manuel Andrack.

Rückkehr zur ARD[Bearbeiten]

Die erste Vorabausgabe seiner neuen Late-Night-Show Harald Schmidt bei der ARD wurde am 23. Dezember 2004 gesendet – genau ein Jahr nach Schmidts letzter Sat.1-Sendung. Die erste reguläre Folge der Sendung wurde am 19. Januar 2005 ausgestrahlt. Nach Schätzungen des Schweizer Mediendienstes „Klein Report“ erhielt Schmidts Produktionsfirma für 60 Sendungen pro Jahr insgesamt acht Millionen Euro von der ARD, was einem Produktionsetat von rund 133.000 Euro pro Show entspricht (inklusive Schmidts Moderationshonorar).

Schmidt mit dem Talkgast Patrick Mölleken, 2008

Neben der Moderation seiner Sendung Harald Schmidt trat Schmidt in den folgenden Jahren immer wieder als Moderator verschiedener anderer Sendungen in Erscheinung. Vom 12. bis 26. Februar 2006 moderierte er zusammen mit dem Sportreporter Waldemar Hartmann die 60-minütige ARD-Sendung Olympia mit Waldi & Harry, die in der Zeit der Olympischen Winterspiele 2006 jeweils an den Sendetagen der ARD ausgestrahlt wurde. Am 15. Mai 2006 führte Schmidt als Gastmoderator durch das Fernsehmagazin Report Mainz, das aus Anlass des 40. Jubiläums ironisch selbstkritisch konzipiert war.[31] Zusammen mit Eva Padberg moderierte Schmidt am 30. November 2006 die Bambi-Verleihung der Hubert Burda Media, die erstmals in der neuen Mercedes-Benz Welt in Stuttgart stattfand und in der ARD live übertragen wurde. Die Bambi-Verleihungen 2007 und 2008 wurden ebenfalls von Schmidt moderiert. Nach einer „Schnupper-Bewerbung“ in seiner ARD-Show, wo er einen Teil des ZDF-Nachrichtenmagazins als Probe für eine „Urlaubsvertretung“ moderierte, präsentierte Harald Schmidt am 19. April 2007 im Heute-Journal einen Beitrag als „Gastmoderator“.[32] 4,24 Millionen Zuschauer sahen die Sendung.

Ab dem 25. Oktober 2007 führte Schmidt an der Seite des Comedian Oliver Pocher durch die Sendung Schmidt & Pocher.[33] In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel erklärte Schmidt nach der letzten Ausgabe von Harald Schmidt im Juni 2007, dass er mit dem Format einer mehrmals wöchentlich ausgestrahlten Late-Night-Show „fertig“ sei und dies lieber seinem Kollegen Oliver Pocher überlassen würde.[34] Im April 2009 beendeten Schmidt und Pocher ihre Zusammenarbeit.[35] Ab September 2009 war er mit einem überarbeiteten Format von Harald Schmidt wieder auf Sendung.

Am 22. September 2008 übernahm Schmidt anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von NDR Info für einen Tag den Posten des Chefredakteurs dieses Programms.[36] Im September 2010 wurde bekannt, dass Harald Schmidt seinen bis 2011 gültigen Vertrag mit der ARD nicht verlängert, sondern stattdessen bei Sat.1 unterschrieben habe.[37] Schmidt gab gegenüber der Zeitung Die Zeit als Begründung an, es habe nur noch wenig Kontakt seitens der ARD gegeben und er habe dieses Signal verstanden.[38]

Fortsetzung der Harald Schmidt Show[Bearbeiten]

Am 13. September 2011 wurde die erste Ausgabe der auf Sat.1 wiederaufgelegten Harald Schmidt Show gesendet, die jeweils dienstags und mittwochs mit dem bekannten Konzept um 23:15 Uhr zu sehen war. Anfang Januar 2012 erhielt die Harald Schmidt Show einen zusätzlichen Sendeplatz und lief seitdem dienstags bis donnerstags um 23:15 Uhr. Im März 2012 gab Sat.1 bekannt, dass die Show wegen schlechter Einschaltquoten eingestellt werde.[39] Die letzte Ausgabe auf Sat.1 wurde am 3. Mai 2012 ausgestrahlt.

Am 2. Mai 2012 gab der Pay-TV-Sender Sky bekannt, das Format zu übernehmen.[40] Schmidt moderierte ab September 2012 von Dienstag bis Donnerstag um 22:15 Uhr seine Late Night Show. Am 13. März 2014 lief die letzte Harald Schmidt Show auf Sky.[41] Zuvor hatte Schmidt in der Radiosendung MonTalk auf WDR 2 angekündigt, dass er sich, sollte seine Show bei Sky abgesetzt werden, komplett aus dem Fernsehgeschäft zurückziehen werde.[42]

Film[Bearbeiten]

Neben seiner Moderationstätigkeit im Fernsehen trat Schmidt hin und wieder als Schauspieler in verschiedenen Filmen auf. 1995 war er in dem Kinofilm Nich’ mit Leo (zusammen mit Jürgen von der Lippe) und 1999 als Protagonist des Films Late Show in der Rolle des Conny Scheffer zu sehen. Außerdem war er an der Seite vieler Comedians mit einem Kurzauftritt in Otto Waalkes’ Kinofilm 7 Zwerge – Männer allein im Wald zu sehen. In dem Film Vom Suchen und Finden der Liebe von Helmut Dietl spielte Harald Schmidt an der Seite von Anke Engelke eine Nebenrolle.

2004 sollte Schmidt in einem RTL-Fernsehfilm über die Flutkatastrophe von 1962 in Hamburg den damaligen Innensenator Helmut Schmidt verkörpern, er sagte jedoch seine Teilnahme kurz vor der Ankündigung seiner neuen Late Night Show Harald Schmidt bei der ARD ab. Seit Neujahr 2008 spielt er in der ZDF-Reihe Das Traumschiff die Rolle des Gentleman Hosts Oskar de Navetta, bzw. den Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle. In dem zweiteiligen Fernsehfilm Teufelsbraten (2008) von Hermine Huntgeburth (Regie) war er als Unterwäschevertreter zu sehen.

In dem dritten Film der im November 2009 ausgestrahlten Folge der ZDF-Krimireihe SOKO Stuttgart übernahm Schmidt eine Gastrolle als Leiter einer psychiatrischen Klinik.[43]

2011 übernahm Schmidt eine Gastrolle in Andreas Dresens Drama Halt auf freier Strecke, 2012 folgte eine Nebenrolle in Helmut Dietls Komödie Zettl.

Werbeträger[Bearbeiten]

Sein erstes Werbeengagement startete Schmidt zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998, als er auf dem Sender Sat.1 das „McSchmidt-Studio“ in einer Medienkooperation mit McDonald’s moderierte. Seit dem Jahr 2000 wirbt Harald Schmidt bundesweit regelmäßig für verschiedene Organisationen und Unternehmen. Ab Sommer 2000 pries er auf schwäbisch in TV-Spots von T-Online die Vorzüge eines Internet- und DSL-Anschlusses. In einer bundesweit erschienenen Zeitschriftenanzeige für die deutsche Stiftung Pfadfinden posierte er im Januar 2001 als Werbefigur ohne Gage. Ab 2002 gab es jährlich TV-Werbespotserien mit Schmidt als prominentem Testimonial für die Marke Nescafé der Firma Nestlé. 2003, 2004 und wieder ab Juli 2006 war Schmidt als bekennender Hypochonder Werbepartner des deutschen Arzneimittel-Generika-Herstellers Hexal. Die Spots wurden in den ersten Jahren komplett von Schmidts Firma Bonito TV produziert, wie schon die TV-Werbeauftritte Schmidts für die Kaufhauskette KarstadtQuelle (2002) und die Deutsche Bahn AG (2003).

Im Januar 2006 veröffentlichte das Münchener Marktforschungsinstitut Imas International eine bundesweite Umfrage, nach der nur 36 Prozent der Deutschen Harald Schmidt für eine sympathische Werbefigur halten, im Gegensatz etwa zu Günther Jauch, der am besten abschnitt und eine Sympathiequote von 69 % erzielte. Bei der Aktion „Darmkrebsmonat März“ der Felix-Burda-Stiftung warb Schmidt im Frühjahr 2006 für Darmspiegelungen. Ab Oktober 2006 synchronisierte Schmidt in 14 TV-Spots ein männliches Hausschwein als Werbefigur der Saubillig-Kampagne des Media-Markts, dazu war in den Radio-Spots des Unternehmens seine Stimme zu hören. Obwohl Schmidt bei dieser Kampagne nicht als Person in Erscheinung trat, sorgte sie für bundesweites Aufsehen. Ab 28. November 2006 warb Schmidt in Radio-Spots mit schwäbischer Dialektfärbung für das integrierte ÖPNV-System „3-Löwen-Takt“ der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg.

Unterstützer des Zentrums gegen Vertreibungen[Bearbeiten]

Harald Schmidt ist Unterstützer des Zentrums gegen Vertreibungen (ZgV).[44] Laut Medienberichten unterstützt Harald Schmidt das ZgV nicht nur mit seinem Namen und seinem Konterfei, sondern auch mit finanziellen Zuwendungen.[45] Des Weiteren sitzt Harald Schmidt in der Jury des Franz-Werfel-Menschenrechtspreises.[46]

Bücher und Kolumne[Bearbeiten]

Schmidt hat mehrere Bücher geschrieben. Außerdem schrieb er von 1994 bis 2013 eine wöchentliche Kolumne für das Magazin Focus. Manche der Kolumnen wurden auch gesammelt in Buch-Form veröffentlicht.[47] [48]

Werke[Bearbeiten]

  • Tränen im Aquarium. Ein Kurzausflug ans Ende des Verstandes 1993, ISBN 3-462-02302-0.
  • Mulatten in gelben Sesseln. Die Tagebücher 1945 – 52 und die Focus-Kolumnen 2005, ISBN 3-462-03642-4.

Kolumnen gesammelt in Buch-Form:

Literatur[Bearbeiten]

TV-Biografie[Bearbeiten]

  • Herr Schmidt wird 50, will aber nicht feiern. Hommage von Klaus Michael Heinz (Das Erste, 24. August 2007)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Romyverleihung Wien, 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Harald Schmidt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Artikel und Interviews

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Billiger als der Uefa-Cup“ . Hans-Jürgen Jakobs, sueddeutsche.de, 19. Mai 2010.
  2. Eintrag „Harald Schmidt“ in: Brockhaus – Die Enzyklopädie in 30 Bänden. 21. Auflage. F. A. Brockhaus, Leipzig und Mannheim 2005–2006 (Online-Ausgabe), abgerufen am 18. Juli 2012
  3. Harald Schmidt im Munzinger-Archiv, abgerufen am 18. Juli 2012 (Artikelanfang frei abrufbar)
  4. Harald-Schmidt-Show Nr. 962 vom 21. August 2001
  5. Harald-Schmidt-Show Nr. 999 vom 15. November 2001
  6. Harald-Schmidt-Show Nr. 1162 vom 12. November 2002 (Junge vs. Alte, Jana Hensel), 00:14:10
  7. Harald-Schmidt-Show Nr. 1180 vom 12. Dezember 2002 (Wichteln, Olli Dittrich, Elke Heidenreich), 30:50-30:58
  8. Harald-Schmidt-Show Nr. 1271 vom 3. Juli 2003 (Zuschauer-Flohmarkt, Berlusconis Lieblingsfilm)
  9. Harald Schmidt Nr. 20 vom 14. April 2005 (Anruf bei NachTisch, Der große Schmidt-Goldhamster-Vergleich), 22:17-22:33
  10. Harald-Schmidt-Show Nr. 1042 vom 19. Februar 2002 (Hannah Stockbauer, Ananas-Diät), 13:49-23:50, (mit mündlicher Korrektur einer Schmidt zugestellten Rechtsbehelfsbelehrung)
  11. Kath.net: Gottesdienst muss Latein sein und mindestens vier Stunden dauern. 28. Februar 2007.
  12. Orgel-Märchenabend in der Reformationskirche zu Marienburg mit Harald Schmidt
  13. Um uns herum gibt es ja sonst nix von Jörg Thomann in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Oktober 2007
  14. Aufstieg ohne Weihe... Auf Erfolg getrimmt... von Sellmair, Die Zeit  Nr. 23 aus dem Jahr 2000
  15. Auszug aus dem Buch Das Lexikon der TV-Moderatoren von Michael Völkel
  16. Harald Schmidt – Ich bin die Nackte aus dem Pudding! von Christine Claussen und Ulrike Posche auf: stern.de, 16. April 2009
  17. WDR2 MonTalk vom 16. Dezember 2013 mit Christine Westermann und Harald Schmidt
  18. Kritik und Kritikenrundschau zum Musical Der Prinz von Dänemark auf nachtkritik.de
  19. Kritik und Kritikenrundschau auf nachtkritik.de zu René Polleschs Drei Western mit Harald Schmidt
  20. Kritik und Kritikenrundschau auf nachtkritik.de zu René Polleschs Wenn die Schauspieler mal einen freien Abend haben wollen, übernimmt Hedley Lamarr mit Harald Schmidt
  21. medienmagazin.de über die neue Pssst…-Staffel
  22. Zur Vorgeschichte und Formatstruktur vgl. Harald Keller: Die Geschichte der Talkshow in Deutschland. Frankfurt/M.: S. Fischer 2009, S. 324ff.
  23. Landgericht Hamburg, 13. August 1999, Az. 324 O 106/99, NJW-RR 2000, S. 978 ff.
  24. Julia Wenmakers: Rechtliche Grenzen der neuen Formen von Satire im Fernsehen – wo hört bei Stefan Raab und Harald Schmidt der Spaß auf? Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2009, S. 25 f.
  25. Immer aktuelle Frage: Was darf Satire? (Version vom 7. Februar 2013 im Internet Archive) Online-Magazin Finanztipp-Blog.
  26. Polen: gar nicht lustig von Margot Zeslawski in Focus Magazin, 25. August 1997.
  27. Klischees in den Medien, Thomas Urban, www.politische-bildung-brandenburg.de, März 2009.
  28. Harald Schmidt Hommage: Polenwitze, Busengriffe, Musikantenstadel auf Focus-Online, 24. August 2007
  29. Harald Schmidts Böttinger-Witz von Hans Hoff auf Sueddeutsche.de, 17. Mai 2010.
  30. Was hat Harald Schmidt gegen Johannes B. Kerner? auf tagesspiegel.de, 5. Mai 2002.
  31. 40 Jahre REPORT MAINZ Harald Schmidt moderiert die Jubiläumssendung – 15. Mai 2006 (über die Report-Moderation von Harald Schmidt am 15. Mai 2006)
  32. Demut vor dem Teleprompter auf spiegel.online, 20. April 2007
  33. ARD-Mitteilung über Schmidt & Pocher (daserste.de am 14. Mai 2007) (Version vom 29. April 2009 im Internet Archive)
  34. Harald Schmidt hat genug von Late-Night-Shows auf spiegel-online, 16. Juni 2007.
  35. Schmidt witzelt künftig ohne Pocher auf spiegel-online vom 27. Dezember 2008.
  36. Chefredakteur Harald Schmidt (Version vom 5. Dezember 2008 im Internet Archive)
  37. Late-Night-Talk: Harald Schmidt geht zurück zu Sat.1 vom 13. September 2010.
  38. Die wussten nicht mehr, wohin mit mir von Stephan Lebert, Die Zeit Nr. 38/2010.
  39. Sat.1 stellt die "Harald Schmidt Show" am 3. Mai ein von Thomas Lückerath auf dwdl.de vom 28. März 2012.
  40. „Late Night König“ Harald Schmidt wechselt zu Sky. Sky Deutschland, 2. Mai 2012, abgerufen am 2. Mai 2012.
  41. Michael Hanfeld: Harald Schmidt Show abgesetzt, Letzter Auftritt für Dirty Harry. In: faz.net. 20. Dezember 2013, abgerufen am 20. Dezember 2013.
  42. WDR 2 MonTalk: Harald Schmidt live (16. Dezember 2013)
  43. Harald Schmidt bei "Soko Stuttgart" von Roland Müller in der Stuttgarter Zeitung, 4. März 2009
  44. Zentrum gegen Vertreibung, 17. September 2007.
  45. Der Harald ist einer ..., Hamburger Abendblatt, 2. Oktober 2007.
  46. Zentrum gegen Vertreibung
  47. Harald Schmidt - Die Kolumne auf focus.de.
  48. Zum Abschied – merci!Handschlag für 20 Jahre Handgeschriebenes Schmidt's letzte Focus-Kolumne, Focus, 8. April 2013
  49. Pressemeldung der Stadt Leipzig vom 24. Sept. 2012
  50. Harald Schmidt zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Mitteilung der französischen Botschaft in Berlin, 6. Mai 2013.