Harald Vilimsky

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Harald Vilimsky an einer Kundgebung auf der Wiener Mariahilfer Straße im September 2013.

Harald Vilimsky (* 22. Juli 1966 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ).

Vilimsky war von Oktober 2006 bis Ende Juni 2014 Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat. Weiters ist er Generalsekretär der FPÖ und wechselte nach der EU-Wahl 2014 ins EU-Parlament.[1]

Eine wesentliche Rolle bei der politischen Arbeit Vilimskys war immer die Medienarbeit. Vilimsky war Pressesprecher des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, ab 1991 Pressesprecher im Nationalratsklub der FPÖ. Ab November 2005 war Vilimsky Bundesrat und hatte damit das erste bundespolitische Wahlamt der FPÖ nach der Spaltung FPÖ/BZÖ im April 2005 errungen. Nach der Nationalratswahl am 1. Oktober 2006 wechselte Vilimsky vom Bundesrat in den Nationalrat und ist seitdem Verkehrs- und Konsumentenschutzsprecher der FPÖ. Seit Februar 2006 ist Harald Vilimsky auch Generalsekretär der FPÖ.

Vilimsky ist verheiratet und Vater einer Tochter.

1995 holte ihn der damalige FPÖ-Landesparteiobmann Rainer Pawkowicz in den Klub der FPÖ-Landtags- und Gemeinderatsfraktion ins Wiener Rathaus. Dort lernte er auch seinen späteren Mentor und Freund Heinz-Christian Strache kennen. Nach der Wahl Straches zum Wiener FPÖ-Obmann im März 2004 wurde Harald Vilimsky Landesparteisekretär der Wiener FPÖ und lenkte von nun an die Schritte der FPÖ Wien in ganz wesentlichem Ausmaß. So war Vilimsky der ideologische und inhaltliche Kopf des Wahlprogramms „Wien weiterdenken“.

Dieses Wahlprogramm brachte Vilimsky den zweifelhaften Ruhm als Schöpfer einer Wortkreation ein. Eine sechsköpfige Jury rund um den Grazer Univ.-Prof. Rudolf Muhr vom Institut für Germanistik wählte „Negativzuwanderung“ - einen Terminus, der von Vilimsky geprägt wurde - zum „Unwort des Jahres“.

Im Dezember 2008 sorgte Vilimsky durch einen umstrittenen Selbstversuch, an dem auch ein Journalist teilnahm, für Aufsehen. In Gegenwart eines Notarztes ließ er sich von Justizwachebeamten mit einer Elektroschockpistole, die in Gefängnissen eingesetzt wird, um beispielsweise aggressive Häftlinge vorübergehend wehrunfähig zu machen, beschießen, um damit die Öffentlichkeit von dem, laut Vilimsky, harmlosen Gerät zu überzeugen.[2]

2009 äußerte sich Vilimsky zur Operation Gegossenes Blei und nannte „das Schweigen der westlichen Staatengemeinschaft zur israelischen Aggression im Gaza-Streifen blamabel.“ Diese seien „Lobbyorganisationen der Israeli“ und verurteilten „den Blutzoll an einer Zivilbevölkerung anders, nämlich gar nicht, wenn er von Israel ausgeht.[3] Diesen Aussagen wirft der Autor Anton Maegerle antizionistische Motive vor.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Kärntner Angerer übernimmt Vilimsky-Mandat. Salzburger Nachrichten, 4. Juni 2014
  2. Kurier: „Hochspannung nach Taser-Test“, 7. Dezember 2008
  3. Gaza-Streifen: Vilimsky verurteilt blamables Schweigen Österreichs zu israelischer Aggression. www.ots.at, 2. Jänner 2009
  4. Anton Maegerle: Vom Obersalzberg bis zum NSU: Die extreme Rechte und die politische Kultur der Bundesrepublik 1988-2013. Edition Critic, Berlin 2013, S. 264 f.