Harbonnières

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Harbonnières
Harbonnières (Frankreich)
Harbonnières
Region Picardie
Département Somme
Arrondissement Montdidier
Kanton Rosières-en-Santerre
Gemeindeverband Communauté de communes du Santerre.
Koordinaten 49° 51′ N, 2° 40′ O49.8494444444442.6705555555556Koordinaten: 49° 51′ N, 2° 40′ O
Höhe 60–94 m
Fläche 15,37 km²
Einwohner 1.530 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 100 Einw./km²
Postleitzahl 80131
INSEE-Code

Die Kirche Saint-Martin
.

Harbonnières (picardisch: Harbounière) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 1530 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Somme in der Region Picardie. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Montdidier, gehört zum Kanton Rosières-en-Santerre und ist Teil der Communauté de communes du Santerre.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der landwirtschaftlich geprägten Landschaft Santerre rund 5 km nordwestlich von Rosières-en-Santerre an der Kreuzung der Départementsstraßen D41 und D337. Das Gemeindegebiet wird von der Autoroute A29 und der Bahnstrecke Amiens-Laon durchzogen und berührt im Norden die Dèpartementsstraße D1029 (frühere Route nationale 29). An dieser liegt in der Nähe der Ferme d’en Haut ein britischer Soldatenfriedhof. Im Westen der Gemeinde befindet sich eine Chemiefabrik.

Geschichte[Bearbeiten]

Funde belegen eine gallo-romanische Besiedlung. Der Ort wurde vor dem 12. Jahrhundert zur Pfarrei erhoben. Er besaß im 12. Jahrhundert ein Leprosenhaus und ein Spital. Seit dem Mittelalter wurden zwei Jahrmärkte abgehalten. 1888 wurde in der Ortsmitte ein weiteres Hospital errichtet, das im Ersten Weltkrieg, in dem die Herrschaft über den Ort mehrfach wechselte, 1918 zerstört, aber 1927 wieder aufgebaut und 1950 in ein Behindertenheim umgewandelt wurde. Harbonnières erhielt als Auszeichnung das Croix de guerre 1814-1918.

Einwohner[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010
1405 1426 1559 1371 1286 1305 1441 1470

Verwaltung[Bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 2006 Régis Ventelon.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Kriegerdenkmal
  • Die auch unter der Bezeichnung „Kleine Kathedrale des Santerre“ bekannte, 1104 gegründete und in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts hergestellte Kirche Saint-Martin, seit 1906 als Monument historique klassifiziert (Base Mérimée PA00116175).
  • Die Friedhofskapelle.
  • Das Kriegerdenkmal.
  • Der Soldatenfriedhof mit 1860 Bestattungen aus dem britischen Empire.
  • Fabrikbauten aus dem Jahr 1921.

Literatur[Bearbeiten]

  • Antoine Goze, Notice sur l’église, la commune et les seigneurs d’Harbonnières, A. Caron, 1855

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Harbonnières – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien