Hard

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hard (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Karte
Wappen von Hard
Hard (Österreich)
DEC
Hard
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Vorarlberg
Politischer Bezirk Bregenz (B)
Fläche 17,46 km²
Koordinaten 47° 29′ N, 9° 41′ O47.4891666666679.69399Koordinaten: 47° 29′ 21″ N, 9° 41′ 24″ O
Höhe 399 m ü. A.
Einwohner 12 365 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 708 Einwohner je km²
Postleitzahl 6971
Vorwahl 05574
Gemeindekennziffer 8 02 15
AT342
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Marktstr. 18
6971 Hard
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Hugo Rogginer (ÖVP)
Gemeindevertretung (2005)
(33 Mitglieder)
13 ÖVP, 6 SPÖ, 4 Grüne,
3 FPÖ, 7 Andere
Lage der Marktgemeinde Hard
Karte
Blick auf Hard von Norden
Blick auf Hard von Norden
das Rathaus von Hard (Architekten Klas & Lässer Fab-02)

Die Marktgemeinde Hard liegt am Ufer des Bodensees, eingebettet zwischen der Bregenzer Ache und der Mündung des Neuen Rheins in den Bodensee, und gehört zum österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Am südlichen Bodensee-Ufer gelegen, grenzt Hard im Osten an die Landeshauptstadt Bregenz, im Süden an Lauterach und im Westen an Fußach.

[Bearbeiten] Geschichte

Um 700 n. Chr. kam es zur ersten Ansiedlung von Alemannen im Gebiet der heutigen Mittelweiherburg. Ca. 1200 wurden Waldungen in der Nähe des Bodensees gerodet. Das neue Dorf erhielt den Namen Hard (althochdeutsch: Wald). 1249 wurde Hard zum ersten Mal in einem Schutzbrief von Papst Innozenz IV. an das Kloster Mehrerau erwähnt.

Markgräfin Elisabeth geb. Montfort verkaufte die halbe Grafschaft Montfort-Bregenz an den Habsburger Erzherzog Siegmund. Hard gelangte dadurch 1451 zu Österreich. In der Schlacht bei Hard im Jahre 1499 besiegen die Eidgenossen die Ritter des Schwäbischen Bundes. 1620 wurde die erste Dorfschule erwähnt, 1646 wurde Hard eine selbständige Pfarrei. 1794 eröffnete die erste Textilmanufaktur, gegründet von dem Elsässer Samuel Vogel, ihre Pforten, die zugleich das Zeitalter der Industrialisierung einleitete. An ihre Stelle trat später das Unternehmen Schindler & Jenny, dessen führende Köpfe aus dem schweizerischen Kanton Glarus stammten (darunter auch Friedrich Wilhelm Schindler) und zu den Mitbegründern der ersten evangelischen Gemeinde in Vorarlberg gehörten.

1806 kam es durch die bayerische Regierung zur Auflösung des Gerichtes Hofsteig. Damit wurde Hard erstmals selbständige Gemeinde. 1905 erhob Kaiser Franz Joseph I. Hard zur Marktgemeinde und verlieh ihr ein Gemeindewappen.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2006 12.001
2001 11.471
1991 10.747
1981 10.103
1971 8887

Quelle: Bevölkerungsentwicklung 1869 - 2007 der Statistik Austria

[Bearbeiten] Politik

Die Bürgermeister der Marktgemeinde:

  • 1900–1906 Franz Jussel
  • 1906–1936 Johann Mager
  • 1936–1938 Franz Josef Birnbaumer
  • 1938–1945 Rudolf Gunz
  • 1945–1947 Franz Josef Birnbaumer
  • 1947–1950 Adolf Kölbl
  • 1950–1954 Josef Blenk
  • 1954–1970 Anton Gorbach
  • 1970–1998 Gerhard Köhlmeier
  • seit 1999 Hugo Rogginer

Der Gemeinderat besteht aus 33 Mandataren und setzt sich derzeit (Stand: April 2005) wie folgt zusammen:

  • ÖVP: 13 Mandate
  • Harder Liste: 7 Mandate
  • SPÖ: 6 Mandate
  • Grünes Hard: 4 Mandate
  • FPÖ: 3 Mandate

Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 12.305.445 Euro, die gemeindlichen Ausgaben bei 22.822.932 Euro. Der Schuldenstand betrug 2001 10.312.085 Euro.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Hard unterhält Gemeindepartnerschaften mit:

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Haus im Zentrum, erbaut 1936 von Johann Anton Tscharner.
Schleienlöcher in Hard mit Blick zum Pfänder, Gebhardsberg und in den vorderen Bregenzerwald
  • Pfarrkirche St. Sebastian: liegt an der Uferstraße, nahe am See. Der neuromanische basilikale Bau wurde 1684 durch Balthasar Brill erbaut und 1876 geweiht.
  • Kirche St. Martin: 1974-1976 erbaut
  • Schleienlöcher: Die Schleienlöcher sind ein Naturschutzgebiet bei Hard im Rheindelta, zwischen der Dornbirner Ach und dem Neuen Rhein.[1] Wegen des häufigen Vorkommens der Schleie wurden solche Lebensräume auch als „Schleienlöcher“ bezeichnet.[2]
  • In Hard befindet sich seit 1990 der Heimathafen der Hohentwiel – des letzten Schaufelrad-Dampfschiffes am Bodensee.

[Bearbeiten] Kultur

  • Bibliothek
  • Harder Literaturpreis (wird seit 1983 alle drei Jahre vergeben)
  • Textildruckmuseum Mittelweiherburg
  • Kulturwerkstatt Kammgarn
    Auf dem Gelände der früheren Vorarlberger Kammgarnspinnerei in der Spinnereistraße liegt ein Ensemble aus Fabrikgebäude und Arbeiterwohnhäusern. In dem Fabriksgebäude befindet sich die überregional bekannte Kulturwerkstatt Kammgarn. Neben dem Betrieb laufender Veranstaltungen während des Jahres findet im Spätsommer jeden Jahres das Kleinkunstfestival FOEN-X statt. Das Spinnereigebäude ist ein Bau mit eingeschossiger Eisenkonstruktion im Spinnereisaal und einer repräsentativen langgestreckten Front. Es wurde 1896 erbaut und 1909 durch Josef Schöch erweitert. Die Wohnhäuser wurden in zwei Zeilen in den Jahren 1910/11 sowie 1924/25 erbaut.

[Bearbeiten] Soziale Einrichtungen

  • Kindergärten (Falkenweg, Hofsteig, See, Wallstraße)
  • Seniorenhaus Hard
  • Krankenpflegeverein
  • Sozialsprengel
  • Rotes Kreuz Hard

[Bearbeiten] Bildung

  • Volksschule Markt
  • Volksschule Mittelweiherburg (mit Montessori Klassen)
  • Hauptschule Markt (mit Schwerpunkten Informatik sowie Sport und Bewegung)
  • Hauptschule Mittelweiherburg (mit bildnerisch-kreativem Schwerpunkt)
  • Musikschule Hard

[Bearbeiten] Sport und Freizeit

Vereine:

In Hard bieten sich das ganze Jahr viele Möglichkeiten, Sport zu betreiben:

Eislaufplatz, Eisstockschützenplatz (auch auf Beton), FKK-Strand, Kegelbahn (für internationale Turniere tauglich, 8 Bahnen), Minigolfplatz, Schützenheim (Union Schützengilde Hard), Seesportanlage, Segel- und Motorsportschule, Skaterplatz (größter in Vorarlberg), Sporthalle am See (die Heimhalle des HC Hard), Strandbad (von der Fläche her das größte am Bodensee), Tennisplätze, Waldstadion (Heimstadion des FC Hard), Windsurfingschule Surf-Max

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 252 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 3.541 Beschäftigten und 213 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 5.274.

[Bearbeiten] Bedeutende Industriebetriebe

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Naturschutzgebiet Rheindelta
  2. Geschichte des Naturschutzes in Vorarlberg – Eine Betrachtung aus ökologischer Sicht
Der Harder Seepark
Der Harder Seepark

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
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