Hardstyle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Hardstyle ist ein Subgenre der elektronischen Musik, das aus einer Kombination von Hard Trance mit Hardcore-Techno-Elementen entstanden ist.

Merkmale[Bearbeiten]

Hardstyle ist mittlerweile eigenständig und hat auch mit seiner ursprünglichen Form, wie oben beschrieben, nur mehr wenig gemeinsam. Hardstyle liegt im Bereich von etwa 145–160 bpm. Das Charakteristische an dieser Musikrichtung ist der Aufbau zum Finale, der für gewöhnlich in vier Stufen vor sich geht:

  • Das klassische Build-Up, welches meist nur aus wenigen Hi-Hats und Kicks besteht.
  • Abstrahiertes, meist nur mehr mit wenigen Tönen gespieltes, chaotisches Motiv (z. B. können zwei unterschiedliche Motive übereinandergelegt werden.)
  • Melodisches, meist mit wenigen Samples bearbeitetes Motiv
  • Das „Out-Going“ verläuft fast identisch wie das Build-Up.

Das typische an Hardstyle ist der Grundrhythmus, der two-step, bei dem die ursprüngliche Soundarchitektur eines klassischen Technosongs (Bass Drum, Hi-Hat, Snare Drum, Hi-Hat) benutzt wird, jedoch die Snare Drum klanglich z. B. an eine Reflexion von großen Hallenwänden erinnert. Dieser Trick verursacht beim Zuhörer den Eindruck, als ob die Musik eine besondere Durchschlagskraft hat. Häufig werden auch Claps, Hi-Hats und Snare Drum gemeinsam auf die Bassdrum gelegt, wie man es schon im Hardcore Techno/Gabber kannte, was den "verhärtenden" Effekt noch steigert. Dies ist auch der Grund, warum Hardstyle in einigen Fällen im Gegensatz zu Hardcore Techno auf Übersteuerung verzichten kann.

Auch das verspielte Hantieren mit Beats, Bassline (Offbeat), Snaredrums und Co. sind für diese Musikrichtung charakteristisch aber nicht zwingend. Zusätzlich sind die Kicks meistens an die Melodie angepasst und haben somit auch den Zweck einer sekundären Begleitung. Ein weiteres Merkmal sind die abrupten Aussetzer des Rhythmus (Break) und dessen ebenso abrupte „Rückkehr“; auch müssen Rhythmus und Motiv nicht im selben Tempo sein.

Geschichte[Bearbeiten]

Es ist zu beachten, dass die Auslegung von Begriffen zur Kategorisierung eines Musik-Subgenres oft regional abhängig ist und von der örtlichen Szene stark geprägt werden kann. Entsprechend kann es auch verschiedene Varianten zur Entstehungsgeschichte geben. Hardstyle ist mittlerweile eigenständig und hat auch mit seiner ursprünglichen Form nur mehr wenig gemeinsam. Neu ergibt sich sogar innerhalb des Hardstyle-Genres eine Art Spaltung zwischen niederländischem und italienischem Hardstyle, wobei der italienische meist unkomplexer und simpler gestaltet ist. Der niederländische Hardstyle ist dagegen melodischer und ähnlicher dem Uplifting Trance/Hands Up.

Early- und Nu-Hardstyle[Bearbeiten]

Early-Hardstyle[Bearbeiten]

Charakteristisch für Hardstyle in seiner ursprünglichen Form (umgangssprachlich inzwischen "Early-Hardstyle", seltener auch "Old-School-Hardstyle" genannt) sind harte Kicks und in den meisten Fällen der hardstyle-typische Reverse-Synth, ein monotones, meist effektiertes Synthesizergeräusch im Off-Beat mittlerer bis tiefer Frequenz, das rückwärts gespielt der Bassdrum angehängt wird. Beide Klänge werden technisch meistens so bearbeitet, dass sie akustisch miteinander verschmelzen und dieser sogenannte "Reverse-Bass" beim Hörer einen harten, druckvollen und meist rhythmischen Klangeindruck erzeugt. Nicht selten kommt beim Early-Hardstyle der bereits in den 90er Jahren, vorwiegend beim Hardcore Techno verwendete Hoover-Sound in unterschiedlichen Modulationen zum Einsatz. Diese ursprüngliche Form des Hardstyles ist aufgrund des monotonen Reverse-Basses zum Spielen von Noten weniger geeignet. Melodien spielen deshalb nur eine untergeordnete Rolle.

Nu-Hardstyle[Bearbeiten]

Seit etwa 2005 tritt in Hardstyle Tracks häufig eine neue Variante von Beats auf. Dabei wird dem eigentlich kurzen Beat ein Offbeat direkt angehängt, der (meist erzeugt durch einen simplen Synthesizer mit Effektierung) in der Lage ist, Noten zu spielen. Dadurch wirkt es, als würde der Beat selbst die Tonlage ändern, wobei dieser die Tonlage gar nicht ändert. Durch diese Technik ist es möglich, in Tracks mehr Harmonien unterzubringen, wie es z.B . im Hard Trance üblich ist (Bassline). Dies blieb, wie oben beschrieben, im ursprünglichen Hardstyle meist aus. Die Technik, diesen Subbass einzusetzen, bezeichnet man mittlerweile als „Nu-Hardstyle“ oder „Nu-Style“. Einige Hardstyle-Fans lehnen diesen Stil ab, da er ihrer Meinung nach das Genre zu „weich“ und kommerziell macht. Nu-Style Songs sind überwiegend melodisch und harmonisch, zudem ist der harte Kick der in Early Hardstyle und Hard Trance üblich ist, wegen des weichen und fast schon übersteuerten Kicks, ähnlich dem Hardcore Techno, ebenfalls fast nicht mehr vorhanden. Einer der bekanntesten Vertreter des Nu-Style ist Headhunterz, der diese Technik in fast allen seiner Tracks einsetzt. Derzeit werden hauptsächlich Nu-Hardstyle Tracks publiziert, der klassische Hardstyle wurde seit 2008 nahezu komplett von der Bildfläche verdrängt und wird kaum noch produziert.

Stiltypische Hardstyle Tracks[Bearbeiten]

Early Hardstyle

  • Star Creatorz - Killzone
  • Dark Oscillators - Superstar DJ
  • Zanza Labs - Control the Mind
  • KAT - Gimme da Bass
  • Showtek - Early Soundz

Rawstyle

  • Builder - Her Voice (Headhunterz Remix)
  • Williams Syndrome - Limbo
  • Davide Sonar - Natural
  • Project One - Rate Reducer (Headhunterz Remix)
  • Ivan Carsten - Bumpin' Hard (Tuneboy Remix)

Nu- bzw. Euphoric Hardstyle

  • Wasted Penguinz & Code Black - Your Moment
  • Brennan Heart & Jonathan Mendelssohn - Imaginary
  • Psyko Punkz feat. Murda - Love this Life
  • D-Block & S-te-Fan - Alive
  • Isaac - DJ, ease my Mind

Bekannte Interpreten[Bearbeiten]

Bekannte Hardstyle-Labels[Bearbeiten]

  • Niederlande: DJS Records, Fusion Records, Scantraxx, Seismic Records, X-Rate Records, ID&T, Sensation Black, Dutch Master Works, Minus is More, TiLLT Records, Theracords, A² Records, Keep It Up Music, Digital Age, WE R, Q-Dance Records
  • Belgien: Dirty Workz
  • Deutschland: Blutonium Records, Hardnation Records, Tunnel Records, Hardbeatz Records, Harder Stylez Records, Davaro Records, Neptun Records, Musical Awareness Records
  • Australien: Spoontech Records
  • Italien: Activa, BLQ Records, Dance Pollution, Saifam, Titanic Records, Zanzalabs, Scantraxx Italy, Italian Hardstyle, Unite Records, White Blood Records
  • Großbritannien: Bionic Digital Recordings
  • Österreich: Darkstyle Traxx, Hot Score Records, Austrocore, Hardfusion, Hard Music Records, D3-Structive Records
  • Schweiz: ETX Editiontraxx, Sector Beatz, BBRecords
  • Frankreich: Hexablast Records, Invaders Records

Bekannte Events[Bearbeiten]

Qlimax gehört zu den größten Events, die das Hardstyle-Genre zu bieten hat. Es findet alljährlich in Arnheim im Gelredome statt. Defqon.1 ist eines der größten Hardstyle-Festivals der Welt.

Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland gehört das Syndicate Festival in Dortmund sowie das Toxicator in Mannheim und die Q-BASE in Weeze zu den größten Events der Szene.

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz gilt als das bekannteste Event die Sonic in der St. Jakobshalle in Basel, die seit 2000 jährlich ein- bis zweimal durchgeführt wird. Neben Hardstyle und Hardcore Techno gibt es einen Remember-Bereich, in dem vor allem Techno und Trance aus den 1990er Jahren gespielt wird sowie einen großen Mainfloor, in dem bekannte DJs wie DJ Tatana, DJ Proteus und DJ Luna auflegen. Durchgeführt wird die Sonic von Hannibal Events.

Österreich[Bearbeiten]

In Österreich gilt als das bekannteste Event - Heroes of Hardstyle - das inzwischen bereits viermal umgesetzt wurde.

Chile[Bearbeiten]

Auch in Südamerika erfreut sich der Hardstyle großer Beliebtheit. Ein Ableger des Mystery Land sowie The Sound of Q-Dance finden in Chile statt.

Weitere größere Events sind:

ID&T[Bearbeiten]

b2s[Bearbeiten]

  • Decibel Outdoor
  • Hard Bass
  • Thrillogy
  • Euphoria
  • Knock Out
  • Loudness
  • Remember
  • 1992is4you
  • Pussy Lounge
  • back2school
  • hardcore4live
  • Parkzicht

Q-Dance[Bearbeiten]

  • Defqon.1
  • FreaQshow (Fortsetzung von dem Event "The Final Qountdown")
  • In Qontrol (2010 fand das Event zum letzten Mal statt)
  • The Qontinent (In Kooperation mit Bass Events)
  • Q-Base
  • Qlimax
  • QORE 3.0
  • Qountdown (Silvester 2011/2012, fand das Event unter dem Namen "The Final Qountdown" statt)
  • X-Qlusive
  • Qapital
  • IQON (fand das erste und letzte Mal am 20. April 2013 am Sydney International Dragway statt.)
  • Qult
  • Q-Dance Presents: (Abhängig vom Thema oder Specials)

Bass Events[Bearbeiten]

  • Reverze
  • Bassleader
  • Bass Events NYE
  • The Qontinent (In Kooperation mit Q-Dance)

I-Motion[Bearbeiten]

Subgenres[Bearbeiten]

Dubstyle[Bearbeiten]

Dubstyle ist eine 2010 entstandene Kombination aus Dubstep und Hardstyle. Hierbei wird ein Dubstep-Part in den hauptsächlich vom Hardstyle geprägten Song eingebaut. Zwei bekannte Beispiele hierfür sind Headhunterz & Brennan Heart - The MF Point of Perfection und Psyko Punkz feat. Murda - Trippy Hippie. [1]

Rawstyle[Bearbeiten]

Rawstyle oder Raw-Hardstyle ist ein Subgenre des Hardstyle, welches sich dadurch auszeichnet, dass es härter und wesentlich weniger melodisch ist als Nu-Hardstyle.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hardstyle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dubstyle.nl/