Harikanassou

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Landgemeinde Harikanassou
Landgemeinde Harikanassou (Niger)
Landgemeinde Harikanassou
Landgemeinde Harikanassou
Koordinaten 13° 16′ N, 2° 51′ O13.2586111111112.8438888888889Koordinaten: 13° 16′ N, 2° 51′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Boboye
Einwohner 23.567 (2012)

Harikanassou ist eine Landgemeinde im Departement Boboye in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Harikanassou liegt am Übergang der Sahelzone zur Großlandschaft Sudan. Die Nachbargemeinden sind Koygolo im Norden, Kiota im Osten, N’Gonga im Süden, Kouré im Südwesten und Dantchandou im Nordwesten. Das Gemeindegebiet ist in 36 administrative Dörfer, 14 traditionelle Dörfer und acht Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Harikanassou.[2]

In der Trockenzeit wandert die letzte freilebende Population von Westafrikanischen Giraffen aus Kouré in das Gebiet von Harikanassou.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Harikanassou ging als Verwaltungseinheit 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem westlichen Teil des Kantons Harikanassou/Kiota hervor.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Harikanassou 19.976 Einwohner.[4] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 23.567.[5] Harikanassou wird vor allem von der Volksgruppe der Zarma bewohnt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Durch die Lage im Tal des Dallol Bosso liegt der Grundwasserspiegel nur wenige Meter unter der Erdoberfläche, was die Anlage von bewässerten Gemüsegärten ermöglicht. Diese werden von den Frauen der Gemeinde bewirtschaftet, die dort Salate, Bohnen, Kürbisse, Zwiebeln und Tomaten anbauen. Viele der männlichen Einwohner hingegen gehen in der Trockenzeit in die Stadt oder ins Nachbarland Nigeria, um dort Arbeit zu finden.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Jolijn Geels: Niger. Bradt, Chalfont St Peter 2006, ISBN 1-84162-152-8, S. 134.
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 53.
  5. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  6. Swissaid Spiegel, Nr. 2 / April 2007, S. 4 – Online-Version (pdf).