Haringvlietdam

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Panorama Haringvlietdam, aufgenommen 2007
Brücke am Südende des Haringvlietdam.
Autostraße über den Haringvlietdam

Der Haringvlietdamm ist das sechste Bauwerk der niederländischen Deltawerke. Er schließt mit einer Reihe großer Schleusen das Haringvliet, ein seeartig verbreitertes Mündungsgewässer des Rheins, ab und liegt zwischen Voorne-Putten im Norden und Goeree-Overflakkee im Süden.

Daten zum Damm[Bearbeiten]

Der breiteste Mündungsarm des Rheins, die Nieuwe Merwede, und die Maas erreichen nach ihrem Zusammenfluss über das Haringvliet die Nordsee. Durch ein System aus 17 je 62 Meter breiten Schleusen wird bei Ebbe das Flusswasser in die Nordsee abgelassen, wogegen bei Flut Salzwasser der Nordsee nur in geringem, genau kontrolliertem Umfang in dieses küstennahe Binnengewässer gelassen wird.[1] Jährlich gelangen so rund 30 Milliarden Kubikmeter Flusswasser in die Nordsee, was einem mittleren Durchfluss (MQ) von rund 950 m³/s entspricht. Liegt die Wasserführung des Rheins beim Eintritt in die Niederlande (Pegel Lobith) unter 1100 m³/s, bleiben die Schleusen geschlossen, damit dann das vereinte Wasser von Nieuwe Merwede und Maas über die Wasserwege Dordtsche Kil und Noord den Nieuwe Waterweg durch Rotterdam erreicht und hier für ausreichend Wasser sorgt. Wenn bei Lobith mehr als 9000 m³/s anströmen, bleiben die Schleusen ganz geöffnet, und der weitaus größte Teil des Abflusses aus dem Flusssystem des Rheins erreicht über die Haringvlietschleusen das Meer.

Der Damm ist 5 Kilometer lang und 56 Meter breit. Über den Damm führt die vierspurige Autostraße N 57, die als Teil der Dammroute die Provinz Zeeland mit Rotterdam und somit mit der Provinz Südholland verbindet.

Bauarbeiten[Bearbeiten]

Im November 1958 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Es wurden insgesamt 21.800 Pfähle in den Boden gerammt. Danach wurden ab 1961 die Schleusen gebaut, und ab 1966 wurde der Damm errichtet. Hierbei bediente man sich, wie schon beim Bau des Grevelingendams, der Kabelbahntechnik. 1970 war der Haringvlietdam fertig. Er wurde am 15. November von der niederländischen Königin Juliana eröffnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rijkswaterstaat: Beschrijving huidige situatie Haringvliet (PDF; 1,6 MB), 2011

Weblinks[Bearbeiten]

51.8327011111114.0491488888889Koordinaten: 51° 49′ 58″ N, 4° 2′ 57″ O