Harissa (Würzmittel)

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Harissa

Harissa (arabisch ‏هريسة‎, DMG Harīsa) ist eine aus dem Maghreb stammende, scharfe Gewürzpaste aus frischen Chilis, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl. Heute ist Harissa in der gesamten nordafrikanischen Küche (in Marokko als Sahka) bekannt, aber auch in arabischen Ländern, in Israel und Europa. Es gibt verschiedene Rezeptvarianten in den einzelnen Ländern, wobei die tunesische Version die schärfste ist, da sie den größten Chilianteil hat.[1]

Zur Herstellung von Harissa werden Chilis, Knoblauch und Gewürze in einem Mörser oder mit einem Pürierstab oder Standmixer fein zerkleinert und in der Regel mit Olivenöl zu einer Paste verarbeitet. Teilweise werden auch Essig, Minze, Koriander, Zitronensaft oder Oliven hinzugefügt.[1] Industriell hergestelltes Harissa ist im Handel in kleinen Dosen, Tuben oder Gläsern (teilweise auch in Pulverform) erhältlich.

Es wird vielseitig als Würze zum Beispiel für Merguez, in Suppen und Saucen sowie zu Teigwaren und Reisgerichten verwendet. In Tunesien dient Harissa als Würzmittel für nahezu alle Gerichte und wird sogar als Brotaufstrich zum Frühstück gegessen. Im Nahen Osten wird Harissa zu Mezze und Couscous gereicht.[1]

Chilis wurden vermutlich von den Spaniern in Nordafrika eingeführt, die von 1535 bis 1574 einen Teil Tunesiens besetzt hielten, ehe sie von den Türken vertrieben wurden.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kitty Morse: Rezepte aus der Kasbah, Christian, München 1999, S.39, ISBN 3-88472-373-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Susheela Uhl, Handbook of Spices, Seasonings and Flavorings, 2000, S.69 f.
  2. Gil Marks: Olive Trees and Honey: A Treasury of Vegetarian Recipes from Jewish Communities around the World, Wiley, Hoboken, NJ 2005, S.433, ISBN 978-0-7645-4413-2.