Harley Race

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Harley Leland Race
Harley race.jpg
Daten
Ringname(n) Jack Long
Harley Race
Namenszusätze Handsome
King
Körpergröße 183 cm
Kampfgewicht 115 kg
Geburt 11. April 1943
Maryville, Missouri[1]
Wohnsitz Eldon, Missouri
Trainiert von Stanislaus Zbyszko
Wladek Zbyszko
Buddy Austin
Ray Gordon
Gus Karras
Debüt 1960
Ruhestand 1991

Harley Leland Race (* 11. April 1943 in Maryville, Missouri) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Wrestler und heutiger Trainer und Promoter. Race war in seiner aktiven Karriere in allen großen Wrestlingorganisationen Nordamerikas und Japans tätig. Er erhielt acht Mal den Weltmeistertitel des Wrestlingdachverbands National Wrestling Alliance, wurde bis heute in mehrere Halls of Fame aufgenommen und gilt im Wrestlinggeschäft als Legende.

Karriere[Bearbeiten]

Race wuchs als Sohn von George und Mary Race mit fünf Geschwistern in Quitman, Missouri auf und war bereits in seiner Jugendzeit ein Wrestlingfan. Im Alter von 15 Jahren musste er die Schule verlassen, nachdem er eine gewaltsame Auseinandersetzung mit dem Direktor hatte. Nach dem Schulabbruch arbeitete er auf der Farm der ehemaligen Wrestler Stanislaus und Wladek Zbysko, die ihm einige Grundlagen beibrachten. Race bewarb sich schließlich bei Promoter Gus Karras, der ihn zunächst für seine Jahrmarktkämpfe verpflichtete, die oft in realen Auseinandersetzungen endeten. Nebenbei war Race als Chauffeur für den 350 kg schweren Wrestler Happy Humphrey und als Ringrichter tätig und lernte von Karras, sowie den Wrestlern Buddy Austin und Ray Gordon weitere Details des Wrestlinghandwerks.

Nachdem er ausgelernt hatte, ging Race nach Nashville, wo er für den Promoter Nick Gulas tätig war. Hier trat er als Jack Long auf und gewann mit seinem vermeintlichen „Bruder“ John Long die Southern Tag Team Titel. Unglücklicherweise verletzte sich Race kurz danach bei einem Autounfall schwer, was seine Karriere fast frühzeitig beendete.

1964 gab er in Amarillo, in der Liga der Funk-Familie sein Comeback. Hier bildete er mit Larry Hennig, dem Vater von Curt Hennig, ein Tag Team. Gemeinsam wechselten sie in die American Wrestling Association, wo sie in einem Fehdenprogramm mit Crusher Lisowski und Dick the Bruiser arbeiteten, bei dem sie vier Mal die dortigen Tag Team Titel erhalten konnten. Ebenfalls erhielten sie die IWA World Tag Team Titel in Australien.

Anfang der 1970er Jahre beschloss Race sich auf eine Einzelkarriere zu konzentrieren. Nachdem er einige regionale Titel gewonnen hatte, durfte er am 24. März 1973 Dory Funk jr. besiegen und den NWA World Heavyweight Titel erhalten. Allerdings musste er den Titel bereits vier Monate später wieder an Jack Brisco abgeben. Es dauerte vier Jahre und neun weitere regionale Titel, ehe er zum Aushängeschild der NWA aufgestiegen war und im Februar 1977 erneut einen Funk um den Titel besiegen durfte, diesmal Dorys Bruder Terry. Er blieb vier Jahre lang im Geschehen um den Titel involviert (von vier kurzen Titelverlusten an Dusty Rhodes, Giant Baba und Tommy Rich unterbrochen), dann verlor er den Titel 1981 zunächst für längere Zeit.

Zwei Jahre später durfte er den Titel im Rahmen einer Fehde gegen Ric Flair, die diesem den endgültigen Sprung an die Weltspitze brachte noch zweimal halten, bevor er ihn im März 1983 zum letztem Mal abgeben sollte.

1986 wechselte Race in die World Wrestling Federation (WWF, heute World Wrestling Entertainment), welche die NWA als dominierende Liga abgelöst hatte. Hier wurde aus dem „Blue Collar Champion“ ein arroganter König mit Bobby Heenan an seiner Seite. Hier ließ man Race das jährliche King of the Ring-Turnier gewinnen, was aber sein einziger Erfolg war. 1989 verließ er geplagt von Verletzungen die WWF, wrestelte noch einmal in Puerto Rico und beendete 1991 seine aktive Karriere.

Später im gleichen Jahr war er bei World Championship Wrestling als Manager tätig und begleitete hier Lex Luger und Big van Vader zu Titelehren. Nach einem erneuten Autounfall 1994 beendete Race auch dieses Engagement und arbeite zunächst nicht mehr im Mainstream-Wrestling.

Seit 1999 hat er eine eigene Wrestlingschule mit angeschlossener Liga namens World League Wrestling.

Erfolge[Bearbeiten]

Titel[Bearbeiten]

Turniere[Bearbeiten]

Am 14. Juli 1986 veranstaltete die WWF zum zweiten Mal ihr King of the Ring-Turnier. Es fand vor 12.000 Zuschauern im Sullivan-Stadium in Foxboro, Massachusetts. Dieses Turnier konnte Race nach Siegen über George Steele, Billy Jack Haynes und den ehemaligen WWF-Champion Pedro Morales für sich entscheiden. Gleiches galt für ein Turnier welches 1987 zu Ehren des legendären Promoters Sam Muchnick abgehalten wurde. Hierbei besiegte er Brian Blair, den Junkyard Dog und Ricky Steamboat.

Halls of Fame[Bearbeiten]

Race ist Mitglied folgender Halls of Fame:

  • WWE Hall of Fame
  • Professional Wrestling Hall of Fame and Museum, Schenectady NY
  • World Championship Wrestling Hall of Fame
  • Stampede Wrestling Hall of Fame
  • RSPW Hall of Fame (rec.sport.pro-wrestling)
  • The Great Hisa's Puroresu Hall of Fame
  • The Ring Chronicle Pro Wrestling Hall of Fame
  • AOL Grandstand Wrestling Hall of Fame
  • Professional Wrestling Hall of Fame

Wrestler des Jahres[Bearbeiten]

In den Jahren 1979 und 1983 war Race bei Pro Wrestling Illustrated der Wrestler des Jahres, 1980 und 1981 beim Wrestling Observer.

Sonstiges[Bearbeiten]

Als Hulk Hogan bei Wrestlemania III den angeblich seit 15 Jahren unbesiegten Andre the Giant mit einem Bodyslam besiegte, behauptete die WWF dies sei zuvor noch nie geschehen. In Wirklichkeit hatte Harley Race bei einer Titelverteidigung am 13. November 1978 mit einem Bodyslam gesiegt.

Bücher von Harley Race[Bearbeiten]

  • Harley Race, Gerry Tritz: King Of The Ring: The Harley Race Story. Sports Publishing 2004
  • Harley Race, Ricky Steamboat, Les Thatcher: The Professional Wrestlers' Workout & Instructional Guide. Sports Publishing 2005

Referenzen[Bearbeiten]

  1. [1] King of the Ring: The Harley Race Story

Weblinks[Bearbeiten]