Harlingen
Flagge |
Wappen |
| Provinz | |
| Bürgermeister | W. R. Sluiter |
| Sitz der Gemeinde | Harlingen |
| Fläche – Land – Wasser |
387,68 km² 26,60 km² 361,08 km² |
| CBS-Code | 0072 |
| Einwohner | 15.851 (1. Jan. 2013[1]) |
| Bevölkerungsdichte | 41 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 53° 10′ N, 5° 26′ O53.1666666666675.4333333333333Koordinaten: 53° 10′ N, 5° 26′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | A31, N393 |
| Vorwahl | 0517 |
| Postleitzahlen | 8856–8872 |
| Website | www.harlingen.nl |
Harlingen (
anhören?/i) (friesisch und niederdeutsch: Harns) ist eine Hafenstadt in der niederländischen Provinz Friesland.
Der Name Harlingen beruht vermutlich auf den Herrensitz Harlinga und hat nichts mit dem ostfriesischen Landstrich Harlingen zu tun. Am 1. Januar 2013 hatte die Stadt 15.851 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
Lage und Wirtschaft [Bearbeiten]
Wirtschaftlich ist Harlingen vorwiegend von Landwirtschaft, Schifffahrt, Seefischerei und Tourismus abhängig. So gibt es Fährverbindungen zu den Westfriesischen Inseln Terschelling und Vlieland. Ungefähr acht Kilometer südlich von Harlingen beginnt der Abschlussdeich, der das Wattenmeer vom IJsselmeer trennt. Die Häfen ermöglichen der Seeschifffahrt den Zugang zur Provinz Friesland. Der neue Fischereihafen wird auch von den großen Kuttern aus Urk benutzt. Vor allem Muscheln werden an Land gebracht. Harlingen hat noch einige kleine Schiffswerften, wo jedoch nur noch Yachten neu gebaut werden.
Geschichte [Bearbeiten]
Im Jahr 777 gründete Gustavus Forteman in Almenum die erste Christenkirche Frieslands. Um 1157 wurde das Kloster Ludingakerke von Eilwardus Ludinga gegründet. Die Mönche legten Grachten an, um den Handel zu stärken. Dadurch gewann das westlich von Almenum liegende, aus zwei „terpen“ (Warften) entstandene Harlingen so an Bedeutung, dass es im Jahr 1234 das Stadtrecht erhielt [2]. Die Stadt kannte eine Blütezeit, als sie sich wirtschaftlich auf Holland orientierte. Ehemals lag der Ort westlicher, aber das Meer riss mehrfach Land weg, so dass sich der Ort langsam verlagerte. 1543 und 1565 erfolgten Erweiterungen nach Norden, die den Noorderhafen zum Binnenhafen machten. 1574 mussten auf Befehl des Statthalters des Herzogs von Alba, Caspar de Robles, die Deiche an der friesischen Küste erhöht werden. 1579 wurde die Stadt wegen des Zuzugs flämischer Mennoniten nach Osten erweitert. Aufgrund des verstärkten Seehandels mit den Anrainern von Nord- und Ostsee folgte 1598 eine Erweiterung der Stadt nach Süden. 1644 wurde die friesische Kriegsflotte in den Zuiderhafen verlegt. Die Handelsschifffahrt beherrschte jedoch weiter Harlingen. Es gab Liniendienste zu den Westfriesischen Inseln, in die ganze Provinz und die Häfen der Zuiderzee bis nach Amsterdam.
Auch heute werden in den Häfen der Stadt eine große Anzahl von Waren umgeschlagen, zum Beispiel Holz, Kies und Vieh.
Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Durch Harlingen führt die Strecke der Elfstedentocht, des berühmten Eisschnelllauf-Marathonrennens entlang der elf friesischen Städte.
Touristisches [Bearbeiten]
Die Innenstadt Harlingens ist wegen der malerischen alten Häuser mit Treppengiebeln (1600–1800), der Grachten und Häfen sehenswert. Die reformierte Kirche und das Rathaus datieren aus dem 18. Jahrhundert.
Das Stadtmuseum Hannemahuis hat einen Raum, der an den aus Harlingen gebürtigen Schriftsteller Simon Vestdijk erinnert.
Der Hafen ist vor allem durch das Wattenmeer auch bei Seglern beliebt. In der Saison herrscht hier ein reger Betrieb an Traditions- und Plattbodenschiffen, unter anderem die sogenannten skûtsjes. Da sich der Hafen bis in die Innenstadt ausstreckt, bietet dies alles auch einen malerischen Blick für die „Landratten“.
Samstags findet ein Wochenmarkt in Harlingen statt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Karl Friedrich am Ende (1756–1810), österreichischer Feldmarschallleutnant.
- Henk Alkema (1944–2011), zeitgenössischer niederländischer Komponist
Galerie [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Harlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Harlingen
Einzelnachweise [Bearbeiten]
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