Harmonizer

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Harmonizer ist ein geschützter Begriff der US-amerikanischen Firma Eventide für einen rückgekoppelten Pitch Shifter. Der Harmonizer zählt zu den Effektgeräten.

Mit Hilfe eines Harmonizers lassen sich aus einem Einzelton vielschichtige Klänge erzeugen. Wird der Pitch Shifter etwa auf das Intervall einer großen Sekunde eingestellt und auf seinen Eingang relativ stark rückgekoppelt, so entsteht ein Klang aus aufeinandergestapelten Sekunden, der die Ganztonleiter enthält. Auch Mikrocluster lassen sich so erzeugen; darüber hinaus ist eine beliebige Transposition nach oben oder unten möglich. In der Popmusik werden Harmonizer vor allem zur Simulation von Satzgesang eingesetzt. Im Death Metal wurde er bisweilen verwendet, um einen Klang ähnlich dem Death-Metal-typischen Growlen zu erzeugen, einer Art tiefen, gutturalen Brüllens. Der Einsatz von Harmonizern galt jedoch unter vielen Death-Metal-Fans als Hinweis auf mangelnde Fähigkeit, diesen Gesangsstil auf natürlichem Wege zustande zu bringen.

Der Klang eines Harmonizers ähnelt gelegentlich dem eines Vocoders und wird mit diesem verwechselt.

Harmonizer in der Mechanik[Bearbeiten]

In der Mechanik bezeichnet Harmonizer eine unter U.S. Patent 5,170,358 geschützte Software der Fa. Manufacturing Laboratories Inc.. Zweck der Software ist die rasche Ermittlung der idealen Drehzahl eines Schaftfräswerkzeuges bei der Metallbearbeitung mittels Analyse des Frequenzspektrums des emittierten Schalls.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Dickreiter, Volker Dittel, Wolfgang Hoeg, Martin Wöhr (Hrsg.), "Handbuch der Tonstudiotechnik", 8., überarbeitete und erweiterte Auflage, 2 Bände, Verlag: Walter de Gruyter, Berlin/Boston, 2014, ISBN 978-3-11-028978-7 oder e-ISBN 978-3-11-031650-6

Weblinks[Bearbeiten]