Harmonograph

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Harmonograph: zwei Platten schwingen im Frequenz-Verhältnis 2:1 rechtwinklig zueinander (Antriebe: zwei Kurbelschleifen). Die Kreuzungsstelle zweier Schlitze bewegt sich auf einer Lissajous-Figur, die mit durchgestecktem Schreibstift registrierbar ist.[1]

Ein Harmonograph ist ein mechanisches Gerät, das zwei überlagerte harmonische Schwingungen in eine Grafik umsetzt.

Harmonograph: an einem Seil pendelnder Behälter, aus dem Sand rieselt

Ein einfacher Harmonograph ist ein an einem Seil hängender pendelnder Behälter, aus dem Sand rieselt (siehe Bild links). Seine zueinander rechtwinkligen Schwingungsanteile haben die gleiche Frequenz. Er schreibt auf der Fläche unter ihm eine einfach geschlossene Kurve beziehungsweise Lissajous-Figur. Unterschiedliche Phasenverschiebung zwischen beiden Schwingungsanteilen ergibt verschiedene Ellipsen (Extremformen: Gerade und Kreis).

Harmonographen mit Schreibstift sind aufwändiger (siehe Bild rechts). Die eine Schwingung steuert die Auslenkung eines Stiftes in horizontaler, die andere in vertikaler Richtung. Die beiden Schwingungen können unterschiedliche Frequenz haben und zu typischen verschlungenen Lissajous-Figuren führen.

Harmonographen dienen vorwiegend zur Demonstration und Technikvermittlung, technische Anwendungen haben sie kaum.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siegfried Wetzel: Ein Kurvenschreiber als Harmonograph

Literatur[Bearbeiten]

  • Anthony Ashton: Harmonograph: A Visual Guide to the Mathematics of Music, 2. Aufl., Wooden Books Ltd, Glastonbury 2005, ISBN 978-1904263364

Weblinks[Bearbeiten]