Harold Demsetz

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Harold Demsetz

Harold Demsetz (* 31. Mai 1930 in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Ökonom, der der Chicagoer Schule zugeordnet wird.[1]

Leben[Bearbeiten]

Demsetz, geboren 1930 in Chicago, entwickelte eine ökonomische Methode, Umweltverschmutzung auf Basis des Emissionsrechtehandels zu verringern. Demsetz formulierte den sogenannten Nirvana-Vorwurf (deutsch auch „Nirwana“-Vorwurf) gegen das Modell der vollkommenen Konkurrenz.

Darüber hinaus legte Demsetz in der Regulierungstheorie die formalen Grundsteine für eine zeitweise Versteigerung von natürlichen Monopolen. Seine Arbeiten können als frühe Ansätze der Theorie der bestreitbaren Märkte angesehen werden.

Demsetz hat darüber hinaus die Änderung der Eigentumsrechte im Laufe der Geschichte untersucht und kam dabei zu der These: Es tritt immer eine Änderung der Eigentumsrechte ein, wenn es zu einer Veränderung der Kosten-/Nutzenmöglichkeiten kommt.

Er hat dies am Beispiel der Labrador-Indianer modelliert. Diese hatten ihre angestammten Jagdgebiete, die aber anfänglich nicht weiter aufgeteilt waren. Als dann der Pelzhandel die Insel erreichte, wurden die Jagdgebiete aufgeteilt. Demsetz führt dies auf das Interesse an weiterer Spezifikation der Eigentumsrechte zurück. Dies sei entstanden, da die hohe Gewinnerwartung für die Jagd auf Pelztiere zur Gefahr einer Übernutzung gemeinschaftlichen Eigentums führte. Durch die Ausweisung individueller Eigentumsrechte sei dieser Gefahr begegnet worden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Harold Demsetz in: Die Unsichtbare Hand: Okonomisches Denken Gestern Und Heute. von Ulrich Van Suntum, Springer Berlin Heidelberg, 2005, ISBN 978-3-642-16142-1, Seite 51

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Biographie von Harold Demsetz bei Pioneers of Industrial Organization: How the Economics of ...", von W. De Jong, William G. Shepherd, 2007, Seite 276