Harold Osborn
| Leichtathletik | ||
| Gold | 1924 | Zehnkampf |
| Gold | 1924 | Hochsprung |
Harold Osborn (* 13. April 1899 in Butler, Illinois; † 5. April 1975 in Champaign, Illinois) war ein US-amerikanischer Leichtathlet, der in den 1920er-Jahren im Zehnkampf und im Hochsprung erfolgreich war. Er stellte zwei Weltrekorde auf und wurde 1924 zweifacher Olympiasieger.
Karriere [Bearbeiten]
Er steigerte sich in den Jahren 1920 bis 1923 von 1,83 m auf 1,99 m, nachdem er bereits 1922 mit 1,98 m die Weltjahresbestenliste angeführt hatte. Ein Jahr später (1924) verbesserte er bei einem Olympia-Vorbereitungswettkampf in Urbana, Illinois zweimal den Weltrekord: 2,0258 im 1. Versuch und 2,038 im 2. Versuch.
Osborn ist der einzige Zehnkampf-Olympiasieger, der gleichzeitig auch eine Goldmedaille in einem Einzelwettbewerb gewinnen konnte. Ferner ist er der einzige Zehnkampf-Weltrekordler, der gleichzeitig den Weltrekord in einer Einzeldisziplin hielt. Seinen Zehnkampf-Weltrekord mit 7710,295 Pkt. erzielte er bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris, wo er gleichzeitig im Hochsprung mit 1,98 m siegte (an den anschließend aufgelegten 2,02 m scheiterte er). Im darauffolgenden Jahr 1925 gelangen ihm sechs Sprünge über 2 Meter, davon vier im Rahmen einer Europa-Tournee. Seine beste Leistung waren übersprungene 2,0559 m, die aber nicht als Weltrekord anerkannt werden konnten, da er sie bei einem Schaukampf erzielt hatte. 1925 wurde er außerdem AAU-Meister im Hochsprung und im Zehnkampf, wo er auf 7.689,45 Pkt. kam. Im Hochsprung aus dem Stand erreichte er beachtliche 1,67 m.
Osborn war bekannt für seinen ”Lattentrick”: Beim Überqueren der Latte drückte er diese gegen die Halterung, so dass sie bei leichter Berührung nicht herunterfallen konnte. Der Weltverband führte schließlich eine neue Regelung ein, der zufolge die Latte grundsätzlich so aufgelegt werden musste, dass ein Herunterfallen nach vorn und nach hinten möglich war.
Leistungen [Bearbeiten]
- Nationale Meisterschaften Hochsprung / Zehnkampf
- Olympische Spiele
- 1924 in Paris:
- Gold im Zehnkampf mit 7711 Pkt. (heutige Wertung: 6476) vor seinem Landsmann Emerson Norton mit 7351 (6117) Pkt. und dem Esten Aleksander Klumberg-Kolmpere mit 7323 (6056) Pkt.
- Gold im Hochsprung mit 1,98 m vor seinem Landsmann Leroy Brown mit 1,95 m und dem Franzosen Pierre Lewden mit 1,92 m
- 1928 in Amsterdam:
- Fünfter im Hochsprung mit 1,91 m (Höhe des Siegers Bob King (USA): 1,94 m)
- 1924 in Paris:
- Weltrekorde
- Hochsprung: 2.02 m am 27. Mai 1924 in Urbana
- Zehnkampf: 7711 (6476) Pkt. bei den Olympische Spielen 1924 in Paris
Harold Osborn war Facharzt für Osteopathie. Er war verheiratet mit der Hochsprung-Olympiasiegerin Ethel Catherwood aus Kanada.
Weblinks [Bearbeiten]
- http://www.weltrekordler.de/hj03.htm
- http://www.usatf.org/athletes/hof/osborn.asp
- http://www.usatf.org/HallOfFame/TF/showBio.asp?HOFIDs=125
- Harold Osborn auf Sports-Reference.com (englisch)
1904: Tom Kiely | 1912: Jim Thorpe & Hugo Wieslander | 1920: Helge Løvland | 1924: Harold Osborn | 1928: Paavo Yrjölä | 1932: James Bausch | 1936: Glenn Morris | 1948: Bob Mathias | 1952: Bob Mathias | 1956: Milt Campbell | 1960: Rafer Johnson | 1964: Willi Holdorf | 1968: Bill Toomey | 1972: Mykola Awilow | 1976: Bruce Jenner | 1980: Daley Thompson | 1984: Daley Thompson | 1988: Christian Schenk | 1992: Robert Změlík | 1996: Dan O’Brien | 2000: Erki Nool | 2004: Roman Šebrle | 2008: Bryan Clay | 2012: Ashton Eaton
1896: Ellery Clark | 1900: Irving Baxter & Ray Ewry (aus dem Stand) | 1904: Samuel Jones & Ray Ewry (aus dem Stand) | Zwischenspiele 1906: Con Leahy & Ray Ewry (aus dem Stand) | 1908: Harry Porter & Ray Ewry (aus dem Stand) | 1912: Alma Richards & Platt Adams (aus dem Stand) | 1920: Richmond Landon | 1924: Harold Osborn | 1928: Bob King | 1932: Duncan McNaughton | 1936: Cornelius Johnson | 1948: John Winter | 1952: Walt Davis | 1956: Charles Dumas | 1960: Robert Schawlakadse | 1964: Waleri Brumel | 1968: Dick Fosbury | 1972: Jüri Tarmak | 1976: Jacek Wszoła | 1980: Gerd Wessig | 1984: Dietmar Mögenburg | 1988: Hennadij Awdjejenko | 1992: Javier Sotomayor | 1996: Charles Austin | 2000: Sergei Kljugin | 2004: Stefan Holm | 2008: Andrei Silnow | 2012: Iwan Uchow
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Osborn, Harold |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Leichtathlet |
| GEBURTSDATUM | 13. April 1899 |
| GEBURTSORT | Butler (Illinois) |
| STERBEDATUM | 5. April 1975 |
| STERBEORT | Champaign (Illinois) |