Harry Dember

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Harry Dember (* 11. Juli 1882 in Leimbach; † 22. März 1943 in New Brunswick, New Jersey) war ein deutscher Physiker.

Leben[Bearbeiten]

Dember war jüdischer Abstammung. Er studierte an der Technischen Hochschule Dresden (ab 1961 TU Dresden) und war dort in der Folge Professor am Lehrstuhl für Physik. 1933 sah er sich durch die Nationalsozialisten gezwungen zu emigrieren. Er reiste über die Türkei, als Professor an der Universität Istanbul, in die USA aus, wo er weiterhin wissenschaftlich tätig war. Dember war mit Victor Klemperer befreundet. Seine Person wie auch seine wissenschaftlichen Leistungen werden an der TU Dresden mit dem Dember-Preis geehrt, und auch eine Straße in Dresden trägt seinen Namen.

Leistungen[Bearbeiten]

Dember ist der Entdecker des Kristallfotoeffektes, der nach ihm auch Dember-Effekt genannt wird und dessen bekannteste Anwendung die Solarzelle ist. Er bestimmte 1916 die Loschmidtsche Zahl mit einem für damalige Verhältnisse geringen Fehler von 7 %.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Harry Dember: Über die Bestimmung der Loschmidtschen Zahl aus Extinktionskoeffizienten des kurzwelligen Sonnenlichts mit Hilfe eines lichtelektrischen Spektralphotometers. In: Annalen der Physik. 354, Nr. 5, 1916, S. 599–610, doi:10.1002/andp.19163540507.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  •  Harry Dember: Über eine photoelektronische Kraft in Kupferoxydul-Kristallen. In: Physikalische Zeitschrift. 32, 1931, S. 554.
  •  Harry Dember: Über eine Kristallphotozelle. In: Physikalische Zeitschrift. 32, 1931, S. 856.
  •  Harry Dember: Über die Vorwärtsbewegung von Elektronen durch Licht. In: Physikalische Zeitschrift. 33, 1931, S. 207.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Richard Fleischer, Horst Teichmann: Die lichtelektrische Zelle und ihre Herstellung. In: Wissenschaftliche Forschungsberichte. 27, Dresden/Leipzig 1932 (mit einer Einführung von H. Dember).
  • Deutscher Wirtschaftsverlag, AG (Hg.): Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft, Band 1, Berlin, 1931

Weblinks[Bearbeiten]