Harry Liedtke
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Harry Liedtke (* 12. Oktober 1882 in Königsberg; † 28. April 1945 in Bad Saarow-Pieskow) war ein deutscher Schauspieler.
Liedtke wurde als siebtes von zwölf Kindern eines Kaufmanns in Königsberg geboren. Nach dem Tod seines Vaters wuchs er ab 1896 in einem Waisenhaus auf. Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete er in einer Kolonialwarenhandlung. Das Kennenlernen von Hans Oberländer, dem Königlichen Theaterintendanten in Berlin, veranlasste Liedtke Schauspielunterricht zu nehmen. Kurze Zeit später hatte er bereits sein erstes Engagement im Stadttheater Freiberg und verschiedenen anderen Theaterhäusern. 1908 arbeitete er am New German Theatre in New York und 1909 am Deutschen Theater Berlin. 1913/14 spielte er in Mannheim am dortigen Hof- und Nationaltheater, danach am Berliner Residenz-Theater und nach kurzer Militärzeit ab 1916 wieder am Deutschen Theater.
Harry Liedtke hatte 1912 seine erste Rolle im Film Die Rache ist mein. Seine Rollen waren daraufhin meist der jugendliche Charmeur und Gentleman. Er spielte anfangs in Messter-Produktionen und arbeitete späterhin mit vielen Größen des deutschen Films. Ab 1916 trat er in den Detektiv-Abenteuerreihen Stuart Webbs und Joe Deebs von Joe May auf. Liedtke spielte den Joe Deebs. Mit Ernst Lubitsch entwickelte sich eine häufige Zusammenarbeit: Das fidele Gefängnis (1917), Die Augen der Mumie Ma (1918), Carmen (1918), Die Austernprinzessin (1919), Madame Dubarry (1919), Sumurun (1920) und Das Weib des Pharao (1921). In Georg Jacobys sechsteiliger Stummfilm-Reihe Der Mann ohne Namen, der ersten Verfilmung des Bestsellers Peter Voß, der Millionendieb von Ewald Gerhard Seeliger, spielte er den Peter Voß. Liedtke war beim zeitgenössischen Publikum beliebt und besonders in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre in zahlreichen Stummfilmoperetten erfolgreich, z. B. 1928 gemeinsam mit Marlene Dietrich in Ich küsse Ihre Hand, Madame.
Im Tonfilm konnte Liedtke nur schwer Fuß fassen. Sein Alter erzwang den Wechsel von Liebhaber- zu Vaterrollen. Eine schauspielerisch anspruchsvollere Rolle erhielt er erst 1942 in Heinz Rühmanns Sophienlund. Seine letzte Rolle wurde die Hauptrolle des Professor Heink in Das Konzert (1944) von Paul Verhoeven.
Von 1920 bis 1928 war Harry Liedtke mit seiner Schauspielerkollegin Käthe Dorsch verheiratet.
Am 28. April 1945 wurde er beim Einmarsch der Roten Armee von marodierenden russischen Soldaten zusammen mit seiner dritten Ehefrau Christa Tordy in ihrem gemeinsamen Haus mit Sektflaschen brutal ermordet.
[Bearbeiten] Filmografie
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[Bearbeiten] Weblinks
- Harry Liedtke in der Internet Movie Database (englisch)
- Harry Liedtke bei www.filmportal.de
- Fotos von Harry Liedtke
| Personendaten | |
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| NAME | Liedtke, Harry |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 12. Oktober 1882 |
| GEBURTSORT | Königsberg |
| STERBEDATUM | 28. April 1945 |
| STERBEORT | Bad Saarow-Pieskow |

