Harry Meyen
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Harry Meyen (bürgerlicher Name Harald Haubenstock, * 31. August 1924 in Hamburg; † 14. April 1979 Hamburg-Altona ) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur.
Harry Meyen wurde als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren, der während des Nationalsozialismus in ein Konzentrationslager verschleppt wurde und spurlos verschwand. Als Achtzehnjähriger wurde Meyen als sogenannter "Mischling ersten Grades" verhaftet. Mit viel Glück überlebte er das Konzentrationslager Neuengamme und wurde am 3. Mai 1945 durch Amerikaner befreit.
Meyens berufliche Laufbahn begann 1945 bei Willy Maertens am Hamburger Thalia Theater, dem er sieben Jahre angehörte. Danach spielte er drei Jahre am Aachener Stadttheater und seit 1955 an Berliner Bühnen. Er erhielt auch verschiedene Filmrollen, in denen er meist junge Männer aus gutem Hause spielte. Ab Mitte der sechziger Jahre wandte sich Meyen wieder vermehrt der Bühnentätigkeit zu. Meyen schaffte sich einen Ruf als bekannter und versierter Boulevard–Schauspieler und –Regisseur.[1][2] Gegen Ende seines Lebens war Meyen häufig in Fernsehspielen zu sehen.
Meyen war von 1953 bis zur Scheidung 1966 mit der Schauspielerin Anneliese Römer verheiratet. 1965 lernte er Romy Schneider kennen und heiratete sie 1966 in Saint-Jean-Cap-Ferrat. Am 3. Dezember 1966 kam der gemeinsame Sohn David Christopher zur Welt. Romy Schneider vermittelte ihrem Ehemann bei einigen ihrer Filme Arbeit als Synchronregisseur und Gastschauspieler.
Meyen verlangte von Romy Schneiders Stiefvater Blatzheim, dass die Verwaltung des Vermögens seiner Frau an ihn übertragen würde. Die Familie lebte anfangs in Berlin, später in Hamburg. Schneider vermittelte ihrem Mann bei den Salzburger Festspielen auch die Inszenierung eines Stücks von Thomas Bernhard, die allerdings zum Mißerfolg geriet. Auch bei zwei Operninszenierungen, Wagners "Tannhäuser" und Rossinis "Der Barbier von Sevilla", konnte Meyen die in ihn gesetzten Erwartungen als Regisseur weder bei der Kritik noch beim Publikum erfüllen.[3] 1973 kam es zwischen Romy Schneider und Meyen zur Trennung, 1975 folgte die Scheidung. Romy Schneider zahlte Harry Meyen eine Abfindung von ca. 1,5 Millionen D-Mark. Danach zog sie mit ihrem gemeinsamen Sohn nach Frankreich.
Meyen litt sehr unter der Trennung von seinem Kind, Engagements blieben aus, und seine Alkohol- und Tablettensucht bewirkte Depressionen. Sein Leben lang litt Meyen an starker Migräne und nahm daher viele Tabletten, unter anderem Optalidon und Staurodorm. Verbunden mit Alkohol führen diese Medikamente häufig zu Benommenheit, Müdigkeit, Lichtempfindlichkeit, Angst und Suizidalität. Sein Rauschmittelkonsum steigerte sich im Laufe der Jahre.
Meyen nahm sich 1979 das Leben, indem er sich mit einem Seidenschal an der Feuerleiter seines Hauses erhängte. Sein Sohn David verunglückte 1981 tödlich im Alter von 14 Jahren beim Überklettern eines mit Stahlspitzen versehenen Gartenzaunes in Frankreich auf dem Anwesen seiner Großeltern. Romy Schneider starb im Mai 1982 in ihrer Wohnung in Paris. Meyen wurde im Grab seiner Familie auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg beigesetzt. Seine Ex-Frau und ihr gemeinsamer Sohn liegen auf dem Friedhof der Kirche in Boissy-sans-Avoir westlich von Paris begraben.
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[Bearbeiten] Synchronisation
Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme u.a. Dirk Bogarde (Verbrechen ohne Schuld), Robert Mitchum (Dick und Doof – Die Tanzmeister; erste Synchronfassung), Michel Piccoli (Trio Infernal), Peter Sellers (Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben – jedoch nur in der Rolle als Präsident) und Jean-Louis Trintignant (Le Train).
[Bearbeiten] Filmografie
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[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Schneider, Romy (1938-1982). Austrian National Tourist Office. Gefunden am 21. März 2008.
- ↑ Prof. Klaus Völker (Dezember 2006). Pressemitteilung. Akademie der Künste. Gefunden am 21. März 2008.
- ↑ http://www.derrick-fanclub.de/Meyen_Harry.htm
[Bearbeiten] Weblinks
- Harry Meyen in der Internet Movie Database (englisch)
- Harry Meyen in der Deutschen Synchronkartei
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Meyen, Harry |
| ALTERNATIVNAMEN | Haubenstock, Harald |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler und Regisseur |
| GEBURTSDATUM | 31. August 1924 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 14. April 1979 |
| STERBEORT | Hamburg |

