Hartenstein (Sachsen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Zwickau | |
| Höhe: | 360 m ü. NN | |
| Fläche: | 36,72 km² | |
| Einwohner: |
4.889 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 133 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 08118 | |
| Vorwahl: | 037605 | |
| Kfz-Kennzeichen: | Z | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 24 090 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt; 3 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 9 08118 Hartenstein |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Andreas Steiner (DSU) | |
| Lage der Stadt Hartenstein im Landkreis Zwickau | ||
Hartenstein ist eine Kleinstadt östlich von Zwickau, an der Zwickauer Mulde im Landkreis Zwickau gelegen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Die Gemeinde liegt im Westerzgebirge. Angrenzende Gemeinden sind Langenweißbach, Mülsen und Wildenfels im Landkreis Zwickau sowie Oelsnitz, Stollberg, Bad Schlema, Aue und Lößnitz im Erzgebirgskreis.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadt setzt sich aus den Stadtteilen Hartenstein, Thierfeld, Zschocken (seit 1996) und Stein (seit 1934) zusammen.
[Bearbeiten] Geschichte
Hartenstein wurde erstmals 1378 als Städtlein bezeichnet und soll eine Gründung der Meinheringer sein, die bereits im 12. Jahrhundert entlang der Handelsstraße von Zwickau nach Böhmen die Burg Hartenstein errichteten. Die Stadt kam danach unter die Hoheit der Markgrafen von Meißen, wurde 1406 an die Herren von Schönburg verpfändet und ging 1414 in deren Besitz über. Sie verblieb ihnen auch, als 1559 der größte Teil der Grafschaft Hartenstein von Kursachsen angekauft wurde.
Seit 1701 war die Stadt Hauptort einer Linie der Fürsten von Schönburg, bis sie 1740 endgültig unter kursächsische Herrschaft kam. (Eine Linie der Fürstenfamilie führte bis ins 20. Jh. den Familiennamen Schönburg-Hartenstein.)
1921 ging Hartenstein in die Geschichte der Puppenspielkunst ein: Der aus Bad Ems stammende Max Jacob, Angehöriger der Wandervogelbewegung, gründete die Hartensteiner Puppenspiele; nach der Übersiedlung der Puppenspieltruppe ins nahegelegene Hohnstein wurde sie unter dem Namen Hohnsteiner Puppenspiele weltberühmt. Der Gründungsort dieses bedeutenden Puppentheaters ist aber Hartenstein.
Die zum Schloss umgebaute Burg Hartenstein wurde bei einem amerikanischen Bombenangriff am 20. April 1945 fast vollständig zerstört. In der Nähe von Hartenstein befindet sich die Prinzenhöhle, ein Schauplatz im sächsischen Prinzenraub.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl:
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- Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Hartenstein besitzt eine eigene Anschlussstelle an der nördlich des Stadtgebiets entlangführenden Bundesautobahn 72 (Anschlussstelle 12 Hartenstein). Durch die Bahnstrecke Zwickau – Johanngeorgenstadt ist sie auch an das Schienennetz angebunden.
Auf der Gemarkung von Hartenstein befindet sich der Standort des stillgelegten Schachts 371 der SDAG Wismut.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Heinrich von Lindenau (* 1586 auf dem Schloss Hartenstein; † 1615 in Börnichen b. Oederan), Rittergutbesitzer.
- Paul Fleming (* 1609; † 1640 in Hamburg), Arzt und Schriftsteller des Barock
- Gottfried Benedict Funk (1734–1814), Pädagoge und Konsistorialrat
- Christlieb Benedict Funk (1736–1786), Physiker und Mathematiker
- Magnus Meischner (1821–1892), Jurist und Politiker, MdL (Königreich Sachsen)
[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Friedrich Wilhelm Berger (1844–1911), konservativer Politiker, MdL (Königreich Sachsen), Bürgermeister in Hartenstein
- Erich Matthes (1888–1970), völkischer Verleger und erzgebirgischer Heimatforscher
- Max Jacob, Gründer der Hartensteiner, später Hohnsteiner Puppenspiele
[Bearbeiten] Literatur
- Michael Wetzel: Das schönburgische Amt Hartenstein 1702-1878. Sozialstruktur - Verwaltung - Wirtschaftsprofil. Universitätsverlag, Leipzig 2004, ISBN 3-937209-03-4
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Internetseite der Stadt
- Internetseite Förderverein Schlossruine Hartenstein e.V.
- Hartenstein im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
Bernsdorf | Callenberg | Crimmitschau | Crinitzberg | Dennheritz | Fraureuth | Gersdorf | Glauchau | Hartenstein | Hartmannsdorf b. Kirchberg | Hirschfeld | Hohenstein-Ernstthal | Kirchberg | Langenbernsdorf | Langenweißbach | Lichtenstein/Sa. | Lichtentanne | Limbach-Oberfrohna | Meerane | Mülsen | Neukirchen/Pleiße | Niederfrohna | Oberlungwitz | Oberwiera | Reinsdorf | Remse | Schönberg | St. Egidien | Waldenburg | Werdau | Wildenfels | Wilkau-Haßlau | Zwickau
