Hartenstein (Sachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hartenstein
Hartenstein (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hartenstein hervorgehoben
50.66833333333312.671388888889360Koordinaten: 50° 40′ N, 12° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Zwickau
Höhe: 360 m ü. NN
Fläche: 36,72 km²
Einwohner:

4.889 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08118
Vorwahl: 037605
Kfz-Kennzeichen: Z
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 090
Stadtgliederung: Kernstadt; 3 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 9
08118 Hartenstein
Webpräsenz: www.stadt-hartenstein.de
Bürgermeister: Andreas Steiner (DSU)
Lage der Stadt Hartenstein im Landkreis Zwickau
Bernsdorf Callenberg Crimmitschau Crinitzberg Dennheritz Fraureuth Gersdorf Glauchau Hartenstein Hartmannsdorf Hirschfeld Hohenstein-Ernstthal Kirchberg Langenbernsdorf Langenweißbach Lichtenstein Lichtentanne Limbach-Oberfrohna Meerane Mülsen Neukirchen/Pleiße Niederfrohna Oberlungwitz Oberwiera Reinsdorf Remse Schönberg St. Egidien Waldenburg Werdau Wildenfels Wilkau-Haßlau Zwickau Sachsen Thüringen Vogtlandkreis Erzgebirgskreis Chemnitz Landkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild

Hartenstein ist eine Kleinstadt östlich von Zwickau, an der Zwickauer Mulde im Landkreis Zwickau gelegen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Die Gemeinde liegt im Westerzgebirge. Angrenzende Gemeinden sind Langenweißbach, Mülsen und Wildenfels im Landkreis Zwickau sowie Oelsnitz, Stollberg, Bad Schlema, Aue und Lößnitz im Erzgebirgskreis.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Die Stadt setzt sich aus den Stadtteilen Hartenstein, Thierfeld, Zschocken (seit 1996) und Stein (seit 1934) zusammen.

[Bearbeiten] Geschichte

Blick vom Marktplatz in Richtung Oberstadt mit "Weißem Roß"

Hartenstein wurde erstmals 1378 als Städtlein bezeichnet und soll eine Gründung der Meinheringer sein, die bereits im 12. Jahrhundert entlang der Handelsstraße von Zwickau nach Böhmen die Burg Hartenstein errichteten. Die Stadt kam danach unter die Hoheit der Markgrafen von Meißen, wurde 1406 an die Herren von Schönburg verpfändet und ging 1414 in deren Besitz über. Sie verblieb ihnen auch, als 1559 der größte Teil der Grafschaft Hartenstein von Kursachsen angekauft wurde.

Seit 1701 war die Stadt Hauptort einer Linie der Fürsten von Schönburg, bis sie 1740 endgültig unter kursächsische Herrschaft kam. (Eine Linie der Fürstenfamilie führte bis ins 20. Jh. den Familiennamen Schönburg-Hartenstein.)

1921 ging Hartenstein in die Geschichte der Puppenspielkunst ein: Der aus Bad Ems stammende Max Jacob, Angehöriger der Wandervogelbewegung, gründete die Hartensteiner Puppenspiele; nach der Übersiedlung der Puppenspieltruppe ins nahegelegene Hohnstein wurde sie unter dem Namen Hohnsteiner Puppenspiele weltberühmt. Der Gründungsort dieses bedeutenden Puppentheaters ist aber Hartenstein.

Die zum Schloss umgebaute Burg Hartenstein wurde bei einem amerikanischen Bombenangriff am 20. April 1945 fast vollständig zerstört. In der Nähe von Hartenstein befindet sich die Prinzenhöhle, ein Schauplatz im sächsischen Prinzenraub.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl:

  • 1834 - 1708
  • 1885 - 2629
  • 1933 - 2973
  • 1998 - 5330
  • 1999 - 5383
  • 2000 - 5335
  • 2001 - 5198
  • 2002 - 5146
  • 2003 - 5095
  • 2004 - 5089
  • 2005 - 5056
  • 2008 - 4934
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Hartenstein besitzt eine eigene Anschlussstelle an der nördlich des Stadtgebiets entlangführenden Bundesautobahn 72 (Anschlussstelle 12 Hartenstein). Durch die Bahnstrecke ZwickauJohanngeorgenstadt ist sie auch an das Schienennetz angebunden.

Auf der Gemarkung von Hartenstein befindet sich der Standort des stillgelegten Schachts 371 der SDAG Wismut.

Das Paul-Fleming-Denkmal in Hartenstein
Der Gasthof "Weißes Roß" auf einer deutschen Briefmarke von 2011

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Friedrich Wilhelm Berger (1844–1911), konservativer Politiker, MdL (Königreich Sachsen), Bürgermeister in Hartenstein
  • Erich Matthes (1888–1970), völkischer Verleger und erzgebirgischer Heimatforscher
  • Max Jacob, Gründer der Hartensteiner, später Hohnsteiner Puppenspiele

[Bearbeiten] Literatur

  • Michael Wetzel: Das schönburgische Amt Hartenstein 1702-1878. Sozialstruktur - Verwaltung - Wirtschaftsprofil. Universitätsverlag, Leipzig 2004, ISBN 3-937209-03-4

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Hartenstein (Saxony) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
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