Hartford (Vermont)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hartford
Hartford (Vermont)
Hartford
Hartford
Lage in Vermont
Basisdaten
Gründung: 4 Juli 1761
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Windsor County

Koordinaten: 43° 40′ N, 72° 22′ W43.661235-72.370488231Koordinaten: 43° 40′ N, 72° 22′ W
Zeitzone: UTC−5
Einwohner: 9952 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 85,1 Einwohner je km²
Fläche: 118,9 km² (ca. 46 mi²)
davon 116,9 km² (ca. 45 mi²) Land
Höhe: 231 m
Postleitzahl: 05047
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-32275

GNIS-ID: 1462116
Webpräsenz: [1]Vorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite

Hartford[1] ist eine Gemeinde im Windsor County des Bundesstaates Vermont in den Vereinigten Staaten mit 9.952 Einwohnern (laut Volkszählung von 2010).[2] Hartford liegt in den westlichen Green Mountains am White River, einem Zufluss des Connecticut River. In der Town sind fünf Siedlungskerne zu finden, die politisch und verwaltungstechnisch von der Town abhängig sind: Hartford Village, Quechee, West Hartford, White River Junction und Wilder.

Die Gemeinde wurde am 4. Juli 1761 von Gouverneur Benning Wentworth im Zuge der sogenannten New Hampshire Grants als Siedlungsgebiet ausgerufen. Die erste dauerhafte Besiedlung wurde ab etwa 1764 vorgenommen, die erste Gemeindeversammlung fand am 8. März 1768 statt. Das ursprünglich stark landwirtschaftlich geprägte Areal wurde durch die systematische Nutzung der Wasserkraft zu industriellen Zwecken rasch zu einem lokalen industriellen Zentrum mit einer Vielzahl von Mühlen und Manufakturen, die am White River und dem südlicher gelegenen Ottauquechee River lagen. Die Bevölkerung der Town wuchs dementsprechend rasch. Für 1840 sind neben 14 Mühlen und drei Wollwebereien auch 17 Schulen, sechs Ladengeschäfte und drei Tavernen für 2.194 Einwohner belegt.[3]

Mit dem Bau der Bahnstrecke Windsor–Burlington wurde Hartford bereits im Juni 1848 an das entstehende Eisenbahnnetz der USA angebunden. Zusätzlich führte eine Nord-Süd-Verbindung entlang des Connecticut River nach Montreal. Am Kreuzungspunkt dieser Linien und einer zusätzlichen Verbindung über den Fluss durch New Hampshire an die Metropolen der Ostküste entstand die Station White River Junction, die zwar deutlich weniger Einwohner als die Hauptsiedlung hat, aber wesentlich bekannter ist. Auf der Brücke über den White River fand in der Nacht des 5. Februar 1887 das schwerste Zugunglück Vermonts mit etwa 40 Toten statt, als der Montreal-Express vor der Brücke entgleiste und zum Teil in den zugefrorenen Fluss stürzte.[4] Die Bahnstation Hartford ist heute stillgelegt, die Strecken entlang des Connecticut und die kreuzende Linie nach Burlington werden aber noch befahren.

Die Verkehrsanbindung der Town bestehen seit den 1960er Jahren insbesondere im U.S. Highway 4, der Interstate 89 und der Interstate 91, die alle das Gebiet der Town durchqueren. Südöstlich des Ortes, jenseits des Connecticut River, liegt zudem der Lebanon Municipal Airport in 6,5 km Luftlinie.

In den verschiedenen Hauptsiedlungen sind mehrere Gemeinden der Episkopalkirche, der Methodisten, der United Church of Christ und der Katholiken angesiedelt. Alle Schulformen bis zur High School sind in der Town vertreten, ebenso eine Bibliothek und eine Historische Gesellschaft.

Die Town ist heute neben einem lokalen Zentrum für mittelständische Industrie auch als touristisches Ziel bekannt. Im Süden der Town wurde mit dem Quechee State Park ein Landschaftsschutzgebiet mit Zeltplätzen und Freizeitangeboten geschaffen, das seit seiner Entstehung im Jahr 1965 ständig steigende Besucherzahlen verzeichnet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1880 1890 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010
Einwohner[5] 2.954 3.740 3.817 4.179 4.739 4.888 4.978 5.827 6.355 6.477 7.963 9.404 10.385 9.952

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien-Entfernungen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Andrew Tracy (1797 - 1868), Politiker und Vertreter Vermonts im US-Repräsentantenhaus

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hartford im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 24. März 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3.  Zadock Thompson: History of Vermont: natural, civil, and statistical, in three parts. 3. Band, George H. Salisbury, Burlington 1842, S. 87 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Zeitgenössischer Bericht über das Zugunglück auf den Seiten von ’’Celebrate Boston’’ (englisch)
  5. Einwohnerzahl 1880–2010 lt. Volkszählungsergebnissen