Hartholz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hartholz ist durch einen großen Anteil an Fasern und seine enge Gefäßstruktur in der Beschaffenheit festes und schweres Holz. Der Begriff war ursprünglich zolltechnischer Natur und wurde für Hölzer mit einer Darrdichte über 0,55 g/cm³ (beispielsweise Buche, Eiche, Esche) verwendet. Meist durch langsames Wachsen bedingt, ist das Holz dicht und hart und daher schwer zu bearbeiten.

Die Holzeigenschaften können jedoch nicht pauschal für eine Sorte immer als einheitlich angenommen werden. Beispielsweise gilt die Birke in Mitteleuropa als relativ wertloses, instabiles Weichholz. Wächst dagegen die gleiche Baumsorte an sehr ungünstigen, klimatisch für Bäume schwierigen Standorten, wie in Mitteleuropa an einem lichtarmen Nordhang im Moor oder im nördlichen Skandinavien, dann werden die jährlichen Zuwächse sehr gering, und die Jahresringe liegen daher dicht beieinander. Das Holz wird somit härter und allgemein widerstandsfähiger. Die Birke wird in Finnland entsprechend wie Hartholz behandelt.

Der Begriff Hartholz sollte nicht mit der englischen Bezeichnung „hardwood“ gleichgesetzt werden. „Hardwood“ muss ins Deutsche korrekt mit Laubholz übersetzt werden; bezeichnet also die Herkunft des Holzes und nur indirekt die Holzeigenschaften, da Laubhölzer meist härter als Nadelhölzer sind, es jedoch auch weiche Laubhölzer wie Weide oder Pappel gibt.

Im Bezug zum Holzschutz werden die Holzarten in unterschiedliche „Resistenzklassen“ eingeteilt. Hier fällt das Hartholz im Allgemeinen in diejenigen Gruppen, die besonders lange der Witterung und den Holzschädlingen widerstehen können.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]