Harting Technologiegruppe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
HARTING KGaA
Harting-Logo.svg
Rechtsform KGaA
Gründung 1945
Sitz Espelkamp

Leitung

  • Dietmar Harting (Persönlich Haftender Gesellschafter)
  • Margrit Harting (Geschäftsführende Gesellschafterin)
Mitarbeiter 3.394[1]
Umsatz 481 Millionen Euro (2010/11)[1]
Produkte Verbindungstechnologie, Steckverbinder, Netzwerktechnik, Elektronik, MID, RFID und ElektrikVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.harting.de

Die HARTING Technologiegruppe ist ein deutscher Hersteller von Industriesteckverbindern mit Sitz in der ostwestfälischen Stadt Espelkamp in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde am 1. September 1945 von Wilhelm Harting und seiner Frau Marie in Minden-Dankersen gegründet, bevor es 1950 nach Espelkamp übersiedelte. Das Hauptaugenmerk liegt in der Produktion von Industriesteckverbindungen. In diesem Bereich ist HARTING Weltmarktführer. Aber es wurden auch Musikboxen/Jukeboxen sowie Zigarettenautomaten gebaut. HARTING befindet sich zu 100 Prozent im Familienbesitz. Die Unternehmensleitung liegt in den Händen von Ehepaar Dietmar Harting und Margrit Harting und ihren Kindern Philip Harting und Maresa Harting-Hertz.

Betriebsform[Bearbeiten]

Die HARTING Technologiegruppe ist eine Holding in Form einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), die in sechs Sparten von der Autoelektrik bis hin zu Telekomanwendungen produziert. Diese wiederum hat über 30 Tochtergesellschaften in der ganzen Welt, die die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb organisieren. In dieser Form besteht sie seit September 1996. Davor hatte sie die Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

Die Gruppe beschäftigt weltweit 3.394 Mitarbeiter (Stand: 30. September 2011), davon ca. 1750 im Inland an den Standorten Espelkamp, Minden und Rahden. Mehr als 400 Mitarbeiter arbeiten in Forschung und Entwicklung an den Standorten Espelkamp, Rahden, Zhuhai und Sibiu . Produktionsstandorte sind neben Espelkamp: Biel, Northampton, Zhuhai, Sibiu und Elgin. In den vergangenen Geschäftsjahren (je im Oktober des Vorjahres beginnend) erwirtschaftete die HARTING Technologiegruppe folgende Umsätze:

Geschäftsjahr Umsatz
2008 385 Mio. €
2009 325 Mio. €
2010 413 Mio. €
2011 481 Mio. €

Vertriebsgebäude in Minden[Bearbeiten]

Vertriebsgebäude in Minden

Das Gebäude für die Vertriebsgesellschaft HARTING Deutschland GmbH & Co. KG in Minden wurde von dem Schweizer Architekten Mario Botta entworfen. Zwischen zwei Türmen liegt ein halbellipsenförmiger Baukörper, der nach hinten auf 28 Meter Höhe ansteigt. Darin sind in vier versetzten Geschossen Büros untergebracht, die teilweise durch das gläserne Dach mit Tageslicht versorgt werden. Die Fassade besteht aus Glas und Sandstein. Die mauerartige Front orientiert sich an den in der Umgebung stehenden preußischen Kasernen und bildet gleichzeitig das H des Firmennamens Harting nach. Sie wird durch den halbellipsenförmigen Baukörper durchbrochen und hebt die Orientierung damit wieder auf.

Sponsoring[Bearbeiten]

Die HARTING Technologiegruppe engagiert sich im Kultur-Sponsoring und tritt mit einem starken sozialen Engagement in der Region Ostwestfalen auf. Außerdem sponsert sie die Sportvereine VfL Osnabrück und GWD Minden.

Preise[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde mehrfach ausgezeichnet. Zum ersten wurde es 2008 in das Deutsche Markenlexikon aufgenommen. 2009 wurde die deutsche Vertriebsgesellschaft HARTING Deutschland GmbH & Co. KG im Rahmen der mit dem 2. Platz des Ludwig-Erhard-Preises in der Kategorie der Unternehmen mit 100–500 Mitarbeitern ausgezeichnet. 2010 erfolgte die Aufnahme in die Enzyklopädie Marken des Jahrhunderts. Die Auszeichnung als Marke des Jahrhunderts würdigt HARTING als Erfinder des Industrie-Steckverbinders Han®, der in der Industrie als Standard gilt. 2010 wurde HARTING auch in das Lexikon der deutschen Weltmarktführer aufgenommen.[2]

it´s OWL[Bearbeiten]

Harting ist eins von 25 Kernunternehmen in der regionale Hightech-Strategie „it’s OWL[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Harting boomt in Deutschland, Bericht in der Neuen Westfälischen vom 6. Dezember 2011
  2. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  3. It´s OWL Homepage abgerufen am 20. Januar 2012

Weblinks[Bearbeiten]

52.3811538.624997Koordinaten: 52° 22′ 52,2″ N, 8° 37′ 30″ O