Haruder

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Haruder oder Haruden (auch Harother, Charuder; lateinisch: Harudes) war der Name eines germanischen Stammes bzw. mehrerer germanischer Stämme. Gebräuchlicher ist heute die Mehrzahl Haruden. So verwendet etwa das Reallexikon der Germanischen Altertumskunde durchgängig diese Form.[1]

Sie erscheinen erstmals 58 v. Chr. im Heer des Ariovist im Kampf gegen Gaius Iulius Caesar. Wo sie damals siedelten, ist nicht bekannt.

6 n. Chr. zahlten die Charuder Tribut an die Römer bei ihrer von Tiberius angeführten Expedition ins Skagerrak. Dieselben Charuder werden von Ptolemäus um 150 n. Chr. im nördlichen Teil der jütischen Halbinsel lokalisiert, wo der Landschaftsname Hardsyssel (entspricht etwa dem heutigen Ringkjøbing Amt) auf sie zurückgeht.

Jordanes erwähnte schließlich um 550 n. Chr. die Arothi , die zum Reich des Roduulf gehörten. Ihr Name dürfte sich in der norwegischen Landschaft Hordaland erhalten haben.

Die Erwähnung von Haruden als Anwohner und Namensgeber des Harzes durch Rudolf von Fulda beruht auf einer gelehrten, aber falschen Etymologie des Mittelalters.[2]

[Bearbeiten] Siehe auch

Liste der germanischen Stämme

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. H. Castritius, Stichwort Haruden. RGA 14, 1999, S. 20-21.
  2. L. Schmidt: Die Westgermanen. C.H. Beck, München 1938, 1970, S. 19 und W. Mitzka: Kleine Schriften zur Sprachgeschichte und Sprachgeographie, de Gruyter, Berlin 1968, S. 77
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