Hasborn (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hasborn
Hasborn (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hasborn hervorgehoben
50.05256.91375Koordinaten: 50° 3′ N, 6° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Manderscheid
Höhe: 375 m ü. NN
Fläche: 6,18 km²
Einwohner:

555 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54533
Vorwahl: 06574
Kfz-Kennzeichen: WIL
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 049
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 15
54531 Manderscheid
Webpräsenz: www.manderscheid.de
Ortsbürgermeister: Hajo Neumes
Lage der Ortsgemeinde Hasborn im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Landkreis Vulkaneifel Trier Landkreis Trier-Saarburg Rhein-Hunsrück-Kreis Bernkastel-Kues Brauneberg Burgen (Hunsrück) Erden Gornhausen Graach an der Mosel Hochscheid Kesten Kleinich Kommen Lieser (Gemeinde) Lösnich Longkamp Maring-Noviand Minheim Monzelfeld Mülheim (Mosel) Neumagen-Dhron Piesport Ürzig Veldenz Wintrich Zeltingen-Rachtig Bausendorf Bengel (Mosel) Diefenbach (bei Wittlich) Flußbach Hontheim Kinderbeuern Kinheim Kröv Reil Willwerscheid Bettenfeld Dierfeld Eckfeld Eisenschmitt Gipperath Greimerath (Eifel) Großlittgen Hasborn (Eifel) Karl (Eifel) Laufeld Manderscheid Meerfeld Musweiler Niederöfflingen Niederscheidweiler Oberöfflingen Oberscheidweiler Pantenburg Schladt Schwarzenborn (Eifel) Wallscheid Berglicht Breit Büdlich Burtscheid (Hunsrück) Deuselbach Dhronecken Etgert Gielert Gräfendhron Heidenburg Hilscheid Horath Immert Lückenburg Malborn Merschbach Neunkirchen (Hunsrück) Rorodt Schönberg (bei Thalfang) Talling Thalfang Burg (Mosel) Enkirch Irmenach Lötzbeuren Starkenburg (Mosel) Traben-Trarbach Altrich Arenrath Bergweiler Binsfeld Bruch (Eifel) Dierscheid Dodenburg Dreis Esch (bei Wittlich) Gladbach (Eifel) Heckenmünster Heidweiler Hetzerath (Eifel) Hupperath Klausen (Eifel) Landscheid Minderlittgen Niersbach Osann-Monzel Platten (bei Wittlich) Plein Rivenich Salmtal Sehlem (Eifel) Morbach WittlichKarte
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Hasborn

Hasborn in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Manderscheid an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort auf den Höhen der Vulkaneifel wurde erstmals 1341 in einer Urkunde des Kurfürsten Balduin erwähnt. Der Ortsname wird so gedeutet: „Born“ bedeutet Quelle, Hasso ist ein fränkischer Name – also heißt Hasborn so viel wie „die Quelle des Hasso“. Das Dorf entwickelte sich aus einem Hof, den jener Franke nahe der ehemaligen Schmiede, die ursprünglich (bis 1775) eine Kirche war, anlegte. An diesem Brunnen führte einer alte Römerstraße vorbei, die Spuren sieht man heute noch an dem tief eingeschnittenen Hohlweg, der „Holg“ heißt. Der Hof des Hasso könnte insofern auch eine Wirtschaft gewesen sein, in der Reisende rasteten oder die Pferde wechselten. Denn auch in späteren Zeiten wurden in Hasborn, beim heutigen Hotel Thomas, die Pferde der Postkutschen, die auf der Strecke Koblenz-Trier fuhren, gewechselt.

Ein Ursprung von Hasborn liegt vermutlich auch in dem untergegangenen Dorf Ritzeroth, das in einem Seitental des Sammetbaches an der heutigen Straße nach Oberscheidweiler gelegen haben soll. Die Existenz dieses Dorfes ist nur mündlich überliefert, es dürfte im Mittelalter an der Pest ausgestorben sein. Nur noch der Flurname „Reizat“ erinnert an dieses untergegangene Dorf.

Ab 1794 stand Hasborn unter französischer Herrschaft, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Hasborn besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Naturdenkmäler

[Bearbeiten] Hasborner Sauerbrunnen

Im Sammetbachtal zwischen Hasborn und Oberscheidweiler liegt direkt am Ufer des Sammetbach der Hasborner Sauerbrunnen, eine in devonischen Gesteinen austretende und gefasste Quelle. Das Quellwasser ist braun gefärbt und schmeckt säuerlich. Für die Färbung ist gelöstes Eisen und für den Geschmack Kohlendioxid vulkanischen Ursprungs verantwortlich.

[Bearbeiten] Eichenhain

Der Eichenhain, ein in Deutschland einzigartiger, fast 400 Jahre alter Eichenbestand in der Ortsmitte von Hasborn, ist der Überlieferung nach während des Dreißigjährigen Kriegs entstanden, als marodierende Banden es den Bauern unmöglich machten, die Schweine zur Waldweide in die umliegenden Eichenwälder zu treiben. Stattdessen sammelte die Dorfbevölkerung die Eicheln im Wald zusammen und schütteten sie anschließend am Ortsrand den Tieren als Futter aus. Einige Früchte sollen dabei von den Vierbeinern in den Boden eingearbeitet worden sein, sodass sich Keime und Schösslinge entwickeln konnten.

[Bearbeiten] Schanzley

Der Schanzley ist ein steiler Fels hoch über dem Sammetbachtal, tief im Wald gelegen und daher schwierig zu finden.

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Alte Kapelle Sankt Rochus

Alte Rochuskapelle
  • Hochaltar um 1700 (Dehio)
  • Ehemalige Pfarrkirche von 1775 mit Kreuzweg
  • 1967 profaniert, 1997/98 Innen- und Außenrenovierung (Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
  • heute kulturelles Zentrum genutzt für Veranstaltungen: Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Theater

[Bearbeiten] Neue Kirche Sankt Rochus

  • neue, moderne Kirche mit Zeltdach im alten Eichenhain
  • eingeweiht 1968
  • Architekt Böhr aus Trier
  • große Führer-Orgel, die ursprünglich in Bergkamen stand

[Bearbeiten] Hasborner Mühle

Die Hasborner Mühle, am Sammetbach gelegen und bis 1957 als Getreidemühle genutzt, steht seit einigen Jahren leer.

[Bearbeiten] Kupfergrube Neuglück

An der Grenze zu Willwerscheid befindet sich die stillgelegte Kupfergrube Neuglück. Der Zugang ist durch eine Gittertür im Berg versperrt, der Stollen ist aber einsehbar.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hasborn

[Bearbeiten] Sport

Im DJK Hasborn e.V. (mehr als 500 Mitglieder) werden die Sportarten Fußball, Tennis, Gymnastik und Volleyball betrieben. In Hasborn gibt es einen Rasenfußballplatz, einen Trainingsplatz, drei Tennisplätze, eine große Mehrzweck-Sporthalle und eine Kegelbahn im Hotel Thomas. Außerdem führt der Maare-Mosel-Radweg auf der Trasse der stillgelegten Eifelbahn durch den Ort.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Über die Anschlussstelle Hasborn besteht eine direkte Anbindung an die Bundesautobahn 1. Durch Hasborn verläuft die Landesstraße 52, die alte Verbindungschaussee zwischen Trier und Koblenz. Busse verkehren nach Wittlich und Daun.

[Bearbeiten] Bildung

  • Kindergarten Hasborn-Greimerath
  • sechsklassige Grundschule, die von den Kindern aller umliegenden Dörfer besucht wird.

[Bearbeiten] Wertholzlagerplatz

In Hasborn befindet sich der Wertholzlagerplatz der Landesforsten Rheinland-Pfalz. Auf einer großen Fläche werden alle Werthölzer aus dem weiten Umkreis zum Zwecke der Besichtigung und der Versteigerung gelagert. Der Weg zum Wertholzlagerplatz zweigt von der Straße nach Niederöfflingen bzw. dem Maare-Mosel-Radweg ab und ist beschildert.

[Bearbeiten] Photovoltaikanlage

In Hasborn befindet sich die größte interkommunale Photovoltaikanlage von Rheinland-Pfalz. Die Kapazität beträgt 12 Megawatt. Der Solarpark besteht aus zwei Teilanlagen mit eine Fläche von 40 Hektar, welche sich auf den Gemarkungen von Hasborn und Niederöfflingen aufteilen. Die Anlage wurde am 12. April 2010 unter Beisein der Ministerinnen Margit Conrad und Malu Dreyer eingeweiht.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter Hasborns

  • Edeltrud Bayer (*1957), Ltd. Direktorin, Landesbetrieb Mobilität, Trier
  • Hermann Simon (* 1947), Unternehmer, Managementdenker, Wirtschaftsprofessor

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Hasborn (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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