Hassendorf

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Hassendorf. Für den gleichnamigen Ortsteil von Bosau, siehe Hassendorf (Holstein).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hassendorf
Hassendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hassendorf hervorgehoben
53.1119444444449.276944444444424Koordinaten: 53° 7′ N, 9° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Sottrum
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 11,67 km²
Einwohner: 1132 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27367
Vorwahl: 04264
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 020
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Eichkamp 12
27367 Sottrum
Webpräsenz: www.hassendorf.de
Bürgermeister: Klaus Dreyer (SPD)
Lage der Gemeinde Hassendorf im Landkreis Rotenburg (Wümme)
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Hassendorf (plattdeutsch Hassendörp) ist eine niedersächsische Gemeinde in der Samtgemeinde Sottrum im Landkreis Rotenburg (Wümme). Im Süden der Gemeinde berührt die Wümme das Gemeindegebiet.


Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1299 als Hercenthorpe in einer Urkunde der Erzbischöfe von Bremen erwähnt. 1813 fand beim Ort infolge der napoleonischen Niederlage im Russlandfeldzug auf der von Napoleon errichteten Heerstraße, die heute die B 75 bildet, die Schlacht von Hassendorf statt.

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1299 Hercenthorpe, um 1320 Hertzenthorp, erste Hälfte des 15. Jahrhunderts Hersendorppe, 1456 Hersendorpe, um 1540 Harsendorp, 1567 Haßendorp und später Hassendörp.

Der Ortsname bezieht sich auf eine Person. Zwei Rufnamentypen kommen als Grundlage für die Ortsnamenbestimmung in Frage: 1) ein Rufname mit dem Erstglied Hart-, wie beispielsweise Hartwig, Hartmann, Hartmut. Das Namenglied Hart- gehört zum althochdeutschen und altsächsischen Wort hart „hart, fest, stark; kühn“. 2) ein Rufname mit dem Erstglied Her-, wie Hermann, Herbrecht, Herwart. Dieses Namenglied gehört zu althochdeutsch hari, altsächsisch heri „Heer, Volk“.[2]


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2011 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • CDU: 3 Ratsmitglieder
  • SPD: 6 Ratsmitglieder
  • Grüne: 2 Ratsmitglieder


Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 1994: Klaus Dreyer (SPD)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber ein gemauerter roter Doppelflenkenbalken, oben begleitet von einer blauen Eichel, unten von einer blauen Schäferschippe.

Der Ziegelbalken weist auf die früher vorhandene Ziegelei im Ort hin, zudem steht seine H-Form für das Initial Hassendorfs. Die Farben rot-weiß stehen einerseits für die Zugehörigkeit zu Niedersachsen, in Kombination mit blau zudem für die Franzosen, die hier eine Heerstraße (heute B 75) errichteten. Die Schäferschippe symbolisiert die Schafzucht.


Kultur[Bearbeiten]

Ein Dorfgemeinschaftshaus besteht seit 1975. Der Hassendorfer Singkreis[1] (Leiterin: Siever Breitschuh) wurde 1975 gegründet.

Vereinsleben, Sport, etc.[Bearbeiten]

Viele Hassendorfer beteiligen sich aktiv an der Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Der TV Hassendorf (gegründet 1947) hat über 500 Mitglieder in den Sportarten Fußball, Tischtennis, Gymnastik und Turnen. Vorsitzender: Hans-Uwe Franke.

Die Freiwillige Feuerwehr Hassendorf mit Jugendfeuerwehr veranstaltet u.a. jedes Jahr die plattdeutsche Theaterwoche (Anfang Dezember) und das Osterfeuer (Ostersonntag). Ortsbrandmeister: Bernd Rechten.

Der Hassendorfer Schützenverein veranstaltet jährlich u.a. das Schützenfest (Himmelfahrt und Samstag danach) und das Erntefest mit Festumzug (Zweiter Samstag im September). Vorsitzender: Kai Hartmann.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde führt die B 75, die in Sottrum Anschluss an die A 1 bietet. Auch der Anschluss ans Schienennetz (Strecke Hamburg-Bremen) erfolgt über Sottrum.



Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hassendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph

Literatur[Bearbeiten]

Gernot Breitschuh u.a., 700 Jahre Hassendorf, Sottrum 1999.