Hasserode

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Bahnhof Wernigerode-Hasserode
Zug der HSB beim früheren Argenta-Kraftwerk
Ostern 2008 am Bahnhof Hasserode
Blick auf das Obere Hasserode

Hasserode ist seit 1907 Teil der Stadt Wernigerode in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografische Lage

Hasserode liegt am Fuße des Harzes im Tal der Holtemme, die im Oberlauf die Steinerne Renne bildet. Durch den Ort führt die Landstraße nach Drei Annen Hohne und Schierke in Richtung Brocken sowie die Harzquer- und Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahnen, die die drei Bahnhöfe Hochschule Harz (ehemals Kirchstraße), Wernigerode-Hasserode und Steinerne Renne im Ortsgebiet von Hasserode betreibt.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort entstand um die Burg Hasserode im 12. Jahrhundert, lag im 16. Jahrhundert fast wüst und wurde 1768 auf Anordnung König Friedrich II. von Preußen wieder bevölkert, daher auch der Name Friedrichsthal für den unteren Ortsteil und der zeitweise Ortsname Hasserode-Friedrichsthal.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Überregional bekannt wurde der Ort durch die Hasseröder-Bierbrauerei. Die historischen Gebäude der Brauerei wurden in den 1990er Jahren völlig abgerissen und die Brauerei von Hasserode in das Gewerbegebiet von Wernigerode am Ortsausgang Richtung Darlingerode verlegt. Das Grundstück der alten Brauerei wurde mit Wohnhäusern bebaut.

In Hasserode waren zahlreiche Betriebe der Schokoladenindustrie ansässig, so die Firma Johann Friedrich Wesche Chocolade-Fabrik , die Schokoladenfabrik Ferdinand Karnatzki, Burgmühle-Schokoladen GmbH und als Nachfolgerin die Argenta Schokoladenwerk AG. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus diesem Betrieb der VEB Schokoladenfabrik Wernigerode, 1951 firmierend als VEB (K) Argenta Süßwarenfabrik Wernigerode. 1990 wurde daraus eine GmbH, welche 1991 von der Friedel Süßwarenfabrik GmbH übernommen wurde. Mit der Insolvenz der Friedel Süßwaren GmbH im Jahr 2002 endete im Ortsteil Hasserode die traditionsreiche Herstellung von Süßwaren.

In der Frankenfeldstraße 6 in Hasserode war außerdem das Reiswunderwerk Wernigerode ansässig. Das Werksgelände wurde nach dem Abriss der Fabrikgebäude ebenfalls mit Wohnhäusern bebaut.

Geschichtlich interessant sind noch das Blaufarbenwerk Hasserode, Boetersmühle und Klippmühle.

[Bearbeiten] Bildung

Hasserode ist Sitz der Hochschule Harz – Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH). Im Gebäude der früheren Malzmühle wird die Musikschule "Andreas Werckmeister" betrieben und in der Lutherstraße befindet sich die nach August Hermann Francke benannte August-Hermann-Francke-Grundschule.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Tourismus

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstand der Hasseröder Ferienpark mit dem Brockenbad am Langen Stieg und im Nesseltal.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

[Bearbeiten] Literatur

  • Jörg Brückner: Der Fund eines Wappensteins von 1121. Nachricht aus d. Jahr 1707 gibt Rätsel um Gründung Hasserodes auf, In: Neue Wernigeröder Zeitung. 9 (1998), 22, S. S. 23–24.
  • Jörg Brückner: Die Burg Hasserode - zur Geschichte eines Rittersitzes am Fuße des Harzes, In: Burgen und Schlösser in Sachsen_Anhalt: Mitteilungen der Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Deutschen Burgenvereinigung e.V. Bd. 7. 1998, S. 26-41
  • Heinrich Ernst Boeters: Die Boeters und ihre Papiermühlen, Seevetal (2009)
  • Hermann Paul Reichardt: Hasserode: aus seiner geschichtlichen Entwicklung und seinem kirchlichen Leben. (1950)
  • Hermann Paul Reichardt: Das alte Dorf Hasserode, In: Unterm Brocken, Heimatzeitschrift und Kulturspiegel des Kreises Wernigerode/Harz (1961/62)

51.825810.7578Koordinaten: 51° 50′ N, 10° 45′ O

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