Hate Forest

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Hate Forest
Allgemeine Informationen
Genre(s) Black Metal
Gründung 1995
Auflösung 2006
Letzte Besetzung
Roman Sajenko
E-Gitarre und Gesang
Thurios (Astrofaes, Drudkh)
Schlagzeug
Khaoth (Nokturnal Mortum)

Hate Forest war eine 1995 gegründete ukrainische NSBM-Band aus Charkiw.

Geschichte[Bearbeiten]

Roman Sajenko, Gründer der Band und ebenfalls Sänger bei Drudkh und seinem Ambient-Projekt Dark Ages, verband bei Hate Forest rohen Black Metal mit ruhiger Ambient-Musik.

2006 löste sich die Band auf. Sajenkos 2005 gegründete neue Band Blood of Kingu wird auch als Nachfolger von Hate Forest angesehen.[1]

Ideologie[Bearbeiten]

Die Band wird dem NSBM zugeordnet[2][3][4]. Obwohl die Band ihre Liedtexte nicht veröffentlichte, ist beispielsweise im programmatischen Titel Aryosophia (Ariosophie) das Fragment „Aryan consciousness is lost“ (engl. ‚arisches Bewusstsein ist verloren‘) zu hören. Des Weiteren nutzt die Band als Gestaltungsmittel ihrer Alben Symbole wie bspw. die Algizrune[5], Triskele[6] und Keltenkreuz[7], die oft in rechtsextremen Kreisen verwendet werden. Hate Forest spielen laut eigenen Angaben „true aryan black metal“[8] (engl. ‚wahren arischen Black Metal‘).

Laut Angaben ihres Label Supernal Music basiert Hate Forests Ideologie auf „arisch-slawischer“[9] Mythologie, der Philosophie Friedrich Nietzsches[10] und Elitarismus. Außerdem warb Supernal Music mit dem Satz „Every subhuman buying HATE FOREST releases buys a weapon against himself.“ (‚Jeder Untermensch, der Hate-Forest-Veröffentlichungen kauft, erwirbt eine Waffe gegen sich selbst.‘) für die Band.[11]

Ein offizielles T-Shirt der Band zeigt als Frontmotiv den ukrainischen Wehrmachtsgeneral Roman Shukhevych.[12]

Diskografie[Bearbeiten]

Demos[Bearbeiten]

  • 1999: Scythia (Pussy God Records)
  • 2000: The Curse (Hammer of Damnation, Nawia Productions, Kolovrat)
  • 2007: Temple Forest (Hammer of Damnation)

EPs[Bearbeiten]

  • 2000: Darkness (Miriquidi Productions, City of the Dead Records)
  • 2001: Blood and Fire (Sombre Records)
  • 2001: Ritual (Miriquidi Productions, City of the Dead Records)
  • 2001: The Gates
  • 2004: Resistance (Ledo Takas Records)

Alben[Bearbeiten]

  • 2001: The Most Ancient Ones (Supernal Music)
  • 2003: Purity (Supernal Music, Blut & Eisen Productions)
  • 2003: Battlefields (Slavonic Metal)
  • 2005: Sorrow (Supernal Music)

Zusammenstellungen[Bearbeiten]

  • 2001: Blood and Fire Ritual (Red Stream Inc.)
  • 2002: To Those Who Came Before Us
  • 2003: To Twilight Thickets (Blutreinheit Productions)
  • 2005: Nietzscheism (Supernal Music)
  • 2009: Dead but Dreaming (Primitive Reaction)

Splits[Bearbeiten]

  • 2008: Grief of the Universe/Spinning Galaxies (Split-Single mit Legion of Doom; Zyklon-B Productions)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Todd DePalma: Blood of Kingu - De Occulta Philosophia. TheLeftHandPath.com, 24. März 2008, abgerufen am 14. Mai 2011 (englisch).
  2. J. Bennett: eBay's Blind War on Black Metal: A Decibel Investigative Report.
  3. hateforest.
  4. Matthias Noll: Hate Forest - Purity.
  5. Gestaltung der LP To Twilight Thickets
  6. Gestaltung der 7"-EP Blood and Fire
  7. Gestaltung der Sorrow-LP
  8. Infotext der Darkness-7"-EP
  9. Einige osteuropäischen NSBM-Bands betonen die vermeintliche Abstammung des Volkstammes der Slawen von den („Ur-“)Ariern. Trotz des offensichtlichen Widerspruchs zur nationalsozialistischen Rassenlehre, nach der Slawen als minderwertig (vgl. Untermensch) galten, ist das ideologische Ziel dieser pseudowissenschaftlichen Bestrebungen die „Gleichsetzung“ der Slawen mit den Germanen als „Herrenrasse“. Vergleichend dazu eine Interview-Aussage des Nokturnal-Mortum-Musikers Eugeny Gapon: „Die Meinung Hitlers, dass Slawen keine Arier seien, ist völlig falsch. Heutzutage ist es bewiesen, dass die Slawen fast die direktesten Nachfahren der großen uralten Arier sind.“ (Dornbusch/Killguss: Unheilige Allianzen, S. 245).
  10. Hier im Sinne der im Black Metal protegierten Ideen des Willens zur Macht und des Übermenschen. Vergleich: „It is the combination of the "will to power" philosophy of Nietzsche and the ethnic nationalism that is often associated with the worship of pagan gods that first pointed some in the scene toward violent racism and anti-Semitism.“ (Ward/Lunsford/Massa: Sounds of Violence, Bericht des Southern Poverty Law Center.)
  11. Biography.
  12. Abbildung beim Bildhoster ImageShack

Weblinks[Bearbeiten]