Hatje Cantz Verlag

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Hatje Cantz Verlag
Logo des Hatje Cantz Verlags
Rechtsform GmbH
Gründung 1947 (Verlag Gerd Hatje)
1997 (Hatje Cantz Verlag)
Sitz Ostfildern bei Stuttgart
Leitung Cristina Ines Steingräber
(Geschäftsführerin)
Umsatz 10,1 Mio. EUR [1]
(Geschäftsjahr 2005)
Branche Buchverlag
Produkte Bücher
Ausstellungskataloge
Collector’s EditionenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website hatjecantz.de

Der Hatje Cantz Verlag mit Stammsitz in Ostfildern bei Stuttgart ist mit einem umfangreichen Verlagsprogramm zur Alten Kunst, zur Kunst des 20. Jahrhunderts, zur Zeitgenössischen Kunst und den neuen Medien sowie zu Fotografie, Architektur und Design einer der national und international führenden Fachverlage für Kunst.

Neben Künstlerbüchern bietet Hatje Cantz durch die wissenschaftlich-publizistische Kooperationen mit führenden Museen, Galerien und Instituten Ausstellungskataloge an. Zum Verlagsprogramm zählen kunsttheoretische Publikationen und mehrbändige Werkverzeichnisse von Künstlern wie Kurt Schwitters, Catalogue raisonné und Gerhard Richter sowie Standardwerke zu Künstlern wie Paul Klee, Rubens, Chagall, Picasso, Alberto Giacometti, Neo Rauch oder Michael Borremans.

Verlagsgeschichte[Bearbeiten]

Gerd Hatje gründete im Jahr 1945 den Humanitas Verlag, in dem Novellen, Romane und Stücke der Weltliteratur erscheinen. Ab 1947 firmierte dieser als Verlag Gerd Hatje. Bereits in den fünfziger Jahren entdeckte Gerd Hatje die Bildende Kunst, moderne Architektur und internationales Design für sein Verlagsprogramm.

Im Jahr 1990 verkaufte Gerd Hatje im Alter von 75 Jahren seinen Verlag an die Dr. Cantz’sche Druckerei. Zunächst wurde der Verlag unabhängig von Cantz weitergeführt. Die Kunsthistorikerin Annette Kulenkampff übernahm 1995 die Programmplanung und später die Geschäftsführung. Mit internationalen Kontakten und Erfahrungen in der Kunstwelt gab sie dem Programm neue Impulse. 1999 gründete Kulenkampff die Hatje Cantz Verlag Gmb & KG. Das Programm wurde ausgebaut, die weltweite Zusammenarbeit mit großen Museen intensiviert. 2003 erfolgte der Ausbau der Collector’s Editions. Es erschienen Fotoarbeiten, Grafiken und Multiples in limitierter Auflage. Im Jahr 2005 beging der Verlag sein 60-jähriges Jubiläum und den 90. Geburtstag von Gerd Hatje. Seit 2006 hat der Verlag eine Dependance in Berlin.

Nach der Insolvenz der Mutterholding J. Fink 2010 wurde Hatje Cantz 2011 an die Ganske-Verlagsgruppe verkauft. Im Juli 2013 übernahm die Kunsthistorikerin Cristina Steingräber, die seit 2006 das Verlagsbüro in Berlin leitete und für das Verlagsprogramm mitverantwortlich war, die Geschäftsleitung des Hatje Cantz Verlags.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hatje Cantz Verlag GmbH & Co. KG – Darstellung des Geschäftsverlaufs, Absatz A. 2. In: „Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 der Unternehmensgruppe J. Fink Beteiligungen GmbH, Ostfildern“, Elektronischer Bundesanzeiger.
  2. Interview im Börsenblatt vom 4. Mai 2011