Niederwenigern

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Nikolaus-Groß-Haus

Niederwenigern ist eine Ortschaft und ein Stadtteil von Hattingen, Nordrhein-Westfalen. Die ehemalige Gemeinde hatte 2008 etwa 6000 Einwohner. Der Ort liegt in der naturräumlichen Einheit des Ruhrschichtrippenlandes.

Geschichte[Bearbeiten]

Niederwenigern (historisch: Niederwengern, auch kurz Wenigern genannt) wurde im Zuge einer Kommunalreform am 1. April 1926 in die Gemeinde Winz eingegliedert.[1] Mit dieser kam der Ort am 1. Januar 1970 zu Hattingen.[2] Bis dahin hatte die Gemeinde die Postleitzahl 4321 Niederwenigern, danach 4320 Hattingen 16, jetzt 45529 Hattingen.

Seit Januar 2009 wird die ehemalige Zweigstelle Niederwenigern der Stadtbücherei Hattingen als Bürgerbücherei fortgeführt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten des überwiegend katholisch geprägten Dorfes zählen der St.-Mauritius-Dom aus dem Jahr 1868 und das Nikolaus-Groß-Museum neben dem Pfarrhaus, das dem in Niederwenigern geborenen Bergmann, Arbeiterführer und NS-Widerstandskämpfer Nikolaus Groß gewidmet ist, der 2001 seliggesprochen wurde sowie die Evangelische Kirche im Justinenweg.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Von 1951 bis 1962 war Niederwenigern Standort eines Stollenbetriebes der Zeche Neuglück (150 Beschäftigte); auf dessen Areal befindet sich heute der Sportplatz.

Zu den wichtigsten Arbeitgebern vor Ort zählen das St.-Elisabeth-Krankenhaus und der Einzelhandel.

Sport[Bearbeiten]

Es gibt vor Ort zwei größere Sportvereine. Zum Einen den VfL Niederwenigern e.V. von 1963 mit den Sportarten Handball, Tennis, Tischtennis, Schwimmen, Turnen, Wandern als auch die Sportfreunde Niederwenigern 1924 e.V. mit den Sportarten Fußball, Volleyball, Aerobic und Badminton.

Die Sportfreunde Niederwenigern gehörten bis 1933 der DJK an. Nach 1962 erhielt der Verein seinen heutigen Sportplatz an der Burgaltendorfer Straße. Er befindet sich auf dem Areal der einstigen Zeche Neuglück, was unter anderem 1967 zu einem Tagesbruch inmitten eines Heimspiels führte. Im Jahre 2009 wurde die Anlage komplett renoviert und auf Kunstrasen umgerüstet.

Die Sportfreunde Niederwenigern spielen seit 2011 in der Landesliga Niederrhein.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 267.
  2.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 115.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hattingen-Niederwenigern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.4041327.140169Koordinaten: 51° 24′ N, 7° 8′ O