Hatzfeld (Eder)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Waldeck-Frankenberg | |
| Höhe: | 358 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,51 km² | |
| Einwohner: |
3.205 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 55 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 35116 | |
| Vorwahl: | 06467 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KB | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 35 014 | |
| Stadtgliederung: | 4 Stadtbezirke sowie Kernstadt | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Im Hain 1 35116 Hatzfeld (Eder) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Uwe Ermisch (SPD) | |
| Lage der Stadt Hatzfeld (Eder) im Landkreis Waldeck-Frankenberg | ||
Hatzfeld (Eder) ist eine Stadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Hatzfeld liegt im westlichen Hessen nordwestlich von Marburg und nördlich der Sackpfeife im Tal der Eder.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Hatzfeld grenzt im Norden und Osten an die Stadt Battenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg), im Süden an die Stadt Biedenkopf (Landkreis Marburg-Biedenkopf), sowie im Westen an die Stadt Bad Berleburg (im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen).
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Hatzfeld gliedert sich in die Stadtteile Biebighausen, Eifa, Hatzfeld, Holzhausen und Reddighausen.
[Bearbeiten] Geschichte
Das Geschlecht der von Hatzfeld wird um 1138 als de Hepisvelt erstmals urkundlich erwähnt. Wie die benachbarten Grafen von Battenberg war es während des hohen und späten Mittelalters überwiegend als mainzischer Parteigänger in die hessisch-mainzischen Auseinandersetzungen involviert. 1282 wird seine (heute weitgehend verfallene) Burg erwähnt, zu deren Füßen ab 1340 eine Stadt errichtet wurde. Nach dem Aussterben der hessischen Linie der von Hatzfeld fielen Stadt und Herrschaft 1570 zuerst zur Hälfte, 1588 bzw. 1772 schließlich ganz an das Haus Hessen, dem die von Hatzfeld bereits 1311 ihre Burg zu Lehen aufgetragen hatten. 1866 kam Hatzfeld als Teil des hessen-darmstädtischen Hinterlandes zu Preußen und verlor gemäß preußischem Recht 1885 die Stadtrechte. Nach der Auflösung Preußens erlangte Hatzfeld die Bezeichnung Stadt 1950 wieder zurück.
[Bearbeiten] Politik
Bürgermeister ist seit 1989 Uwe Ermisch (SPD), seinerzeit Hessens jüngstes Stadtoberhaupt.
[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [2]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| BLR | Bürgerliste Reddighausen | 24,3 | 6 | 24,7 | 6 | 22,0 | 5 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 19,6 | 4 | 19,2 | 4 | 21,6 | 5 |
| BLH | Bürgerliste Hatzfeld | 15,9 | 4 | 11,3 | 3 | 15,5 | 4 |
| BLHolz | Bürgerliste Holzhausen | 14,3 | 3 | 12,7 | 3 | 13.3 | 3 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 11,2 | 3 | 15,4 | 3 | 17,4 | 4 |
| BLE | Bürgerliste Eifa | 8,0 | 2 | 9,2 | 2 | 5,0 | 1 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 6,8 | 1 | 7,4 | 2 | 5,2 | 1 |
| Gesamt | 100,0 | 23 | 100,0 | 23 | 100,0 | 23 | |
| Wahlbeteiligung in % | 61,6 | 58,5 | 63,0 | ||||
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Die Stadt Hatzfeld unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
- Cloyes-sur-le-Loir, Département Eure-et-Loir in Frankreich seit 1979.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Stadtkirche St. Johannes
Die evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Johannes ist ein verschieferter Fachwerkbau aus dem 14. Jahrhundert. Das genaue Baujahr ist nicht bekannt, doch wird die Emmauskapelle in einer Urkunde von 1379 als „alte“ Kirche bezeichnet, so dass zu dieser Zeit bereits die neue Kirche St. Johannes existiert haben muss. Sie wurde von dem Adelsgeschlecht derer „von Hatzfeldt“ im Stil einer gotischen Fachwerkkirche auf halber Höhe des Burgberges in der seit 1340 mit Stadtrecht versehehen „Talsiedlung“ erbaut. Im Chorraum, über dem Altar hängend, befindet sich ein spätgotisches Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert. Sie ist die zweitälteste Kirche des Ortes.
[Bearbeiten] Emmauskapelle
Die Emmauskapelle in Hatzfeld (Eder) ist die älteste der drei Hatzfelder Gotteshäuser. Als dreischiffige spätromanische Pfeilerbasilika mit wehrhaftem Westturm im 12. Jahrhundert erbaut, war sie dem Heiligen Cyriacus geweiht. Sie gehörte zum befestigten „Großen Hof zu Nieder-Hatzfeld“ - bis zur Anlage der Burg im späten 12. Jahrhundert war dies der Stammsitz der Herren von Hatzfeld. Mit dem Bau der ummauerten Stadt Mitte des 14. Jahrhunderts erlosch die Siedlung an dieser Stelle. Seit dieser Zeit wird die Kapelle als Begräbniskirche der Bürger von Hatzfeld genutzt. Der Hatzfelder Orgelbauer Johann Christian Rindt schuf 1706 eine Orgel mit sieben Registern für die Stadtkirche, die 1868 in die Emmauskapelle überführt wurde. Das bedeutende Instrument ist eine der ältesten Orgeln in Hessen.
[Bearbeiten] Katholische Kirche St. Hubertus
Auf dem Rath, einer Felsnase über dem Edertal, wurde 1898 von Alfred Graf Korff gen. Schmissing-Kerrsenbrock, Königlicher preußischer Oberförster in Hatzfeld, eine kleine Kapelle erbaut. Der passionierte Jäger nannte sie nach St. Hubertus; über dem Eingang ist ein mächtiges Hirschgeweih angebracht. Nach der Fertigstellung diente sie ihm und seiner Familie als Gotteshaus. Der Graf starb 1936 und wurde in der Hubertuskapelle beigesetzt. Neben dem Grafen wurden auch zwei seiner Kinder hier beigesetzt.
Die Enkelin des Grafen schenkte die Kapelle in den 1950er Jahren der katholischen Kirchengemeinde, die sie erweitern und umbauen ließ.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
In Hatzfeld ist das Unternehmen Viessmann Modellspielwaren beheimatet, ein Modellbahnzubehörhersteller, welcher seit 2010 auch sämtliche Rechte an der Marke Kibri besitzt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Gustav Schmidt (* 1898), Politiker (NSDAP)
[Bearbeiten] Sonstige Personen der Stadt
- Helene Elisabeth Gräfin von Korff genannt Schmising-Kerssenbrock (1900–1974), aufgewachsen in Hatzfeld.
[Bearbeiten] Literatur
- Georg Dehio/Ernst Gall/Magnus Backes: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, 2. Auflage Sonderausgabe Darmstadt 1982. S. 396.
- Erich Keyser: Hessisches Städtebuch, Stuttgart 1957. S. 223-224.
- Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen, 3. Auflage Gudensberg-Gleichen 2000. S. 143-144.
- Georg Wilhelm Sante: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 4: Hessen, 3. Auflage Stuttgart 1976, Nachdruck 1993. S. 203-204.
- Alexander Thon, Stefan Ulrich, Jens Friedhoff: „Mit starken eisernen Ketten und Riegeln beschlossen ...“. Burgen an der Lahn. Schnell & Steiner, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7954-2000-0, S. 62-65.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Verein für Burg- und Heimat- geschichte Hatzfeld e. V.
- Links zum Thema Hatzfeld im Open Directory Project
- Website der Ferienregion Ederbergland
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