Haundorf

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Dieser Artikel behandelt die mittelfränkische Gemeinde Haundorf. Für weitere Bedeutungen siehe Haundorf (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haundorf
Haundorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Haundorf hervorgehoben
49.17416666666710.771944444444445Koordinaten: 49° 10′ N, 10° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gunzenhausen
Höhe: 445 m ü. NHN
Fläche: 51,34 km²
Einwohner: 2633 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91729
Vorwahl: 09837
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 138
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Reutbergstraße 34
91710 Gunzenhausen
Webpräsenz: www.haundorf.de
Bürgermeister: Karl Hertlein (Wählergem. Obererlbach)
Lage der Gemeinde Haundorf im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild
Haundorf

Haundorf ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gunzenhausen.

Geographie[Bearbeiten]

Haundorf liegt in der Region Westmittelfranken im Norden des Fränkischen Seenlandes. Direkt im Norden und Westen grenzt das Waldgebiet Mönchswald an, ca. ein Kilometer südwestlich befindet sich der Haundorfer Weiher, ein Badeweiher mit Zeltplatz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Haundorf besteht aus 22 Ortsteilen:[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Haundorf gehörte zum 1792 von Preußen erworbenen Fürstentum Ansbach und ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Als Teil Ansbachs fiel Haundorf im Vertrag von Paris 1806 durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Seit 1997 ist Haundorf ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Evang.-Luth. Pfarrkirche St. Wolfgang von 1449, bezeichnet im Innern mit 1458, Westturm aus dem 16. Jahrhundert (Turmoktogon von 1711, Spitzhelm); Inneres 1706 barockisiert; kreuzrippengewölbter Ostchor.[3]

Ehemalige Gemeinden[Bearbeiten]

Die neue Gemeinde Haundorf wurde am 1. Juli 1972 durch den Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Eichenberg, Gräfensteinberg und Haundorf neu gebildet.[4] Obererlbach kam am 1. Januar 1977 hinzu.[5]

  • Haundorf mit Aue, Oberhöhberg, Unterhöhberg, Dematshof, Lindenbühl, Seitersdorf, Neuhof, Leidingendorf, Stixenhof, Gutzenmühle, Straßenhaus und Straßenwirtshaus.
  • Obererlbach mit Thierhof
  • Gräfensteinberg mit Brand, Brombach, Geiselsberg, Geislohe und Röthenhof.
  • Eichenberg

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1.713 Einwohner[5]
  • 1970: 1.721 Einwohner[5]
  • 1987: 1.909 Einwohner
  • 2000: 2.560 Einwohner
  • 2011: 2.651 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 791.000 €, davon waren 39.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über von Silber und Schwarz geviertem Schildfuß in Rot schräg gekreuzt eine silberne Armbrust und ein silbernes Zimmermannsbeil.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 29 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 36 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 923. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 71 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1351 ha, davon waren 766 ha Ackerfläche und 583 ha Dauergrünfläche.

Der Ortsteil Brand hat seit dem Jahr 2000 ein Gewerbegebiet, das die Ansiedlung von Industrie in der Gemeinde fördern soll.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird durch Bundesstraße 466 erschlossen, die durch die Ortsteile Brand und Obererlbach verläuft.

Der nächste Bahnhof befindet sich in Gunzenhausen.

Nächstgelegene Autobahn ist die A6. Sie kann über folgende Anschlussstellen erreicht werden:

  • Ansbach (Anschlussstelle 52) – über die B13 Richtung Heilbronn
  • Schwabach West (Anschlussstelle 55) – über die B466 Richtung Nürnberg

Bildung[Bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Drei Kindergärten (150 Kindergartenplätze mit 121 Kindern)
  • Eine Volksschule mit 21 Lehrern und 362 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111025/202923&attr=OBJ&val=1508
  3. Georg Dehio: Handbuch der Dt. Kunstdenkmäler, Bayern I: Franken. 2. Aufl. 1999, S. 431
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 477.
  5. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 730.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haundorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien