Hauptfriedhof Erfurt

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Die Feierhalle des Erfurter Hauptfriedhofs.

Der Hauptfriedhof Erfurt ist eine parkartige Begräbnisstätte in Erfurt und der größte Friedhof des Landes Thüringen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anlage wurde ab 1907 geplant und 1916 im Westen der Stadt eröffnet. Seit 1934 ist sie durch eine Straßenbahnlinie an die Innenstadt bzw. den Westbahnhof angebunden und seit 1977 mit einem Krematorium versehen. Der Friedhof nimmt heute eine Fläche von etwa 57 Hektar ein.

Zu seiner Gestaltung hatte man 1912 einen Ideenwettbewerb initiiert. Im Ergebnis gab es zwei prämierte Sieger, der Gartenarchitekt Hennings aus Hannover und der Architekt Paul Meißner aus Darmstadt.[1]

Gräber und Ehrenmale[Bearbeiten]

Denkmal für die Verfolgten des Naziregimes.
Muslimische Gräber auf dem Hauptfriedhof Erfurt.

Ein Denkmal für den Segelflugpionier Max Standfuß wurde 1924 auf dem Hauptfriedhof eingeweiht.

Zum Hauptfriedhof gehört der sowjetische Ehrenfriedhof für 604 sowjetische Zwangsarbeiter, Soldaten und Zivilisten.

Ein Mahnmal von 1994 erinnert an die Opfer der Vertreibungen im Zweiten Weltkrieg. Das Relief zeigt eine Mutter und einen Treck auf der Flucht.

Die meisten Opfer des Amoklaufs in Erfurt vom 26. April 2002 wurden auf dem Hauptfriedhof beigesetzt.

Die Planung eines islamischen Gräberfeldes auf dem Erfurter Hauptfriedhof wurde bereits zum Thema einer Diplomarbeit der FH Erfurt.

Auch Baumgräber werden auf dem Hauptfriedhof angeboten.

Insgesamt befinden sich auf dem Hauptfriedhof 239 Ehrengräber, von denen 120 unter Denkmalschutz gemäß Denkmalbuch stehen.[2] Zu den bekannten Personen, die auf dem Erfurter Hauptfriedhof bestattet wurden, gehört Erich Kleineidam, Professor der Philosophie.[3] Folgende Ehrenbürger der Stadt Erfurt sind in einem Ehrengrab beigesetzt[2]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Der Erfurter Hauptfriedhof diente 2006 als Veranstaltungsort für einen Auftritt des Kabarettisten Stephan Franke mit dem Programm Ruhe sanft!

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hauptfriedhof Erfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Helmut Schoenfeld: Rationalisierung der Friedhöfe. Die Friedhofsreformbewegung von den Anfängen bis in die Zeit des Nationalsozialismus. In: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal, Museum für Sepulkralkultur: Raum für Tote. Braunschweig 2003. ISBN 3-87815-174-8 ISBN 3-87815-174-8 S. 174
  2. a b  Grabstättenverzeichnis. In: Amtsblatt der Landeshauptstadt Erfurt. Nr. 21, 31. Dezember 2010, S. 8-11.
  3. Bistum Erfurt

50.97138888888910.993333333333Koordinaten: 50° 58′ 17″ N, 10° 59′ 36″ O