Hauptmann (Offizier)

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Capitain ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum deutschen kaiserlich türkischen Major siehe Johann Robert von Capitain.

Der Hauptmann ist ein Dienstgrad der Bundeswehr, des Bundesheeres, der Schweizer Armee und anderer gegenwärtiger sowie früherer Streitkräfte. In Österreich ist Hauptmann auch eine Bezeichnung für bestimmte Verwendungen in Bundespolizei und Justizwache und ein ehemaliger Dienstgrad der Feuerwehr. In vielen weiteren Streitkräften und zivilen Organisationen finden sich vergleichbare Dienstgrade oder Dienststellungen. Ihre Dienstgradbezeichnung ist häufig etymologisch eng verwandt.

Etymologie[Bearbeiten]

Die Bezeichnungen Hauptmann und Kapitän sind etymologisch eng verwandt und bezeichnen nicht selten vergleichbare Dienstgrade.

Hauptmann geht dabei zurück auf „Haupt“ als Synonym von „Kopf“ im Sinne von Anführer. So wurde der in der Größe stark schwankenden Heerhaufen des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit beispielsweise von einem Feldhauptmann geführt.[A 1] Möglicherweise geht die Assoziation von „Haupt“ mit einem militärischen Führer auch auf die Kenntnis der Semantik des lateinischen capitaneus zurück.

Auf Latein wurde der Anführer capitaneus genannt. Capitaneus war wiederum abgeleitet vom lateinischen caput (deutsch: „Kopf, Haupt“). Aus dem lateinischen capitaneus entwickelten sich im romanischen Sprachraum verschiedene ähnlich lautende Dienstgradbezeichnungen. Ein Beispiel ist das französische capitaine. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Verwendung der französischen Bezeichnung capitaine auch außerhalb Frankreichs populär, da die französische Sprache zu dieser Zeit Verkehrssprache in den militärischen Kreisen Europas war und das französische Heerwesen hohes Ansehen genoss. So wurde das Wort beispielsweise im slawischen und angelsächsischen Sprachraum als Dienstgradbezeichnung adaptiert. Das deutsche Wort „Kapitän“ geht ebenfalls auf das französische Wort zurück. Während in anderen Sprachräumen jedoch das Wort „Kapitän“ (bzw. dessen fremdsprachliche Entsprechung) wie ursprünglich häufig auch in den Landstreitkräften Anwendung findet, konnte es im deutschen Sprachraum die deutsche Entsprechung „Hauptmann“ nicht dauerhaft aus dem militärischen Sprachgebrauch der Heere verdrängen. Folglich wird „Kapitän“ heute vor allem im Kontext deutschsprachiger Seestreitkräfte, die immer schon hinsichtlich ihres militärischen Brauchtums großzügig Anleihen in fremden Marinen nahmen, verwendet. In der Marine der Bundeswehr gibt es mehrere Dienstgradbezeichnungen, die aus dem Wort Kapitän gebildet sind.

Bundeswehr[Bearbeiten]

Hauptmann
Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Heeresuniformträger der Heeresaufklärungstruppe. Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Luftwaffenuniformträger.

Dienstgradabzeichen[1][A 2]

Dienstgradgruppe Hauptleute[2]
NATO-Rangcode OF-2[3]
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Hauptmann
Dienstgrad Marine Kapitänleutnant[4]
Abkürzung (in Listen) Hptm (H)[5]
Besoldungsgruppe A 11-12 nach BBesO[6]

Der Dienstgrad Hauptmann wird durch den Bundespräsidenten mit der Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten[4] auf Grundlage des Soldatengesetzes[7] festgesetzt.

Befehlsgewalt und Dienststellungen[Bearbeiten]

Die in Kompanien zukünftig für Hauptleute vorgesehenen Planstellen im HEER2011

In der Bundeswehr ist der Hauptmann ein Offiziersdienstgrad,[4] der gemäß der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv) 14/5 „Soldatengesetz“ zur Dienstgradgruppe der Hauptleute zählt. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Dienstgradgruppe der Hauptleute können Soldaten im Dienstgrad Hauptmann auf Grundlage des § 4 („Vorgesetztenverhältnis auf Grund des Dienstgrades“) der Vorgesetztenverordnung innerhalb der dort gesetzten Grenzen Soldaten der Dienstgradgruppen Mannschaften, Unteroffizieren ohne und mit Portepee und Leutnanten Befehle erteilen.[8][9]

Hauptleute in den Laufbahnen des Truppendienstes werden in der Truppe häufig als militärische Führer in den Verbänden ihrer Truppengattung eingesetzt.[A 3] Typisch sind Verwendungen als Zugführer I. Zug, Kompanieeinsatzoffizier, Kompaniechef[A 4], stellvertretender Kompaniechef oder Luftfahrzeugführer. Auf Stabsposten werden erfahrene Hauptleute auch in Stäben der Verbände ab Stufe Bataillon, an Truppenschulen, in Kommandobehörden oder im Ministerium verwendet. Dort unterstützen sie häufig Stabsoffiziere beispielsweise bei der Personal- und Materialplanung, der Strategieentwicklung oder Einsatzplanung. Einige wenige, besonders qualifizierte und erfahrene Hauptleute dienen bereits im Generalstabsdienst.[A 5] Berufssoldaten im Truppendienst werden im Dienstgrad Hauptmann in verschiedenen Lehrgängen für ihre Tätigkeit als Stabsoffizier geschult. Zu nennen sind besonders der obligatorische Stabsoffizierslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr und der dort ebenfalls für besonders herausragende Hauptleute durchgeführte Lehrgang Generalstabsdienst/Admiralstabsdienst. Offiziere des militärfachlichen Dienstes führen in Dienststellen wie (höhere) Kommandobehörden, in Ämtern oder in Wehrtechnischen Dienststellen meist Fachabteilungen oder Fachunterabteilungen, die sich mit Fachfragen der Rüstungs-, Logistik- und Personalplanung, der Materialerprobung, der Materialerhaltung oder der Flugsicherung befassen. Im Ministerium werden sie als Sachbearbeiter eingesetzt. Militärmusikoffiziere im Dienstgrad Hauptmann dienen meist als zweiter Musikoffizier und stellvertretender Chef bei einem der Musikkorps der Bundeswehr. Aufgrund dieser und ähnlicher Dienststellungen können Soldaten im Dienstgrad Hauptmann in den in der Vorgesetztenverordnung aufgezählten Fällen allen dienstlich oder fachlich unterstellten Soldaten Befehle erteilen.[8][10] Kompaniechefs sind als Einheitsführer Disziplinarvorgesetzter der ihnen truppendienstlich unterstellten Soldaten gemäß Wehrdisziplinarordnung.[11]

Ernennung, Besoldung und Altersgrenze[Bearbeiten]

Maßgebliche gesetzliche Grundlagen für die Ernennung zum Hauptmann trifft die Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) und ergänzend die Zentrale Dienstvorschrift (ZDv) 20/7. Zum Dienstgrad Hauptmann können Soldaten auf Zeit, Berufssoldaten und beorderte Reservisten ernannt werden. Voraussetzung ist die Zugehörigkeit zur Laufbahngruppe der Offiziere. Der Dienstgrad kann frühestens viereinhalb Jahre nach Ernennung zum Leutnant erreicht werden.[A 6] War der Einstellungsdienstgrad Oberleutnant so kann die Beförderung nach vier Jahren im Dienstgrad Oberleutnant erfolgen. Eine Einstellung mit dem Dienstgrad Hauptmann ist mit einer der Verwendung entsprechenden Qualifikation ebenfalls möglich.[A 7] Voraussetzung für die Beförderung von Militärmusikoffizieranwärtern zum Hauptmann ist das Kapellmeisterexamen.[12][13][14][A 8]

Ein Hauptmann wird nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit A 11 oder A12 besoldet[6] (A 12 als Kompaniechef oder in vergleichbarer Dienststellung).

Als besondere Altersgrenze für Soldaten im Dienstgrad Hauptmann wurde die Vollendung des 56. Lebensjahres festgesetzt.[15][A 9]

Dienstgradabzeichen[Bearbeiten]

HA OS5 43 Hauptmann PzGren.svg
Heer
LA OS5 43 Hauptmann.svg
Luftwaffe
Uniformträgerbereich[16][1]

Das Dienstgradabzeichen für Hauptleute zeigt drei Sterne als Schulterabzeichen.[4][1]

Äquivalente, nach- und übergeordnete Dienstgrade[Bearbeiten]

Den Dienstgrad Hauptmann führen nur Heeres- und Luftwaffenuniformträger. Marineuniformträger (außer Sanitätsoffiziere) derselben Rangstufe führen den Dienstgrad Kapitänleutnant. Die ranggleichen Sanitätsoffizierdienstgrade sind die nach Approbationsrichtung unterschiedlich lautenden Dienstgrade Stabsarzt, Stabsapotheker und Stabsveterinär.[4] In den Streitkräften der NATO ist der Hauptmann zu allen Dienstgraden mit dem NATO-Rangcode OF-2 äquivalent.[3]

Der Hauptmann ist gemäß ZDv 20/7 eine Rangstufe über dem rangniedrigeren Oberleutnant bzw. Oberleutnant zur See und unter dem ranghöheren Stabshauptmann bzw. Stabskapitänleutnant eingeordnet (erste Dienstgradbezeichnung jeweils für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; zweite Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger).[14] Dagegen ist in der nach der Soldatenlaufbahnverordnung und ZDv 20/7 regelmäßig zu durchlaufenden Beförderungsreihenfolge der dem Hauptmann für Militärmusikoffiziere vorangehende Dienstgrad in der Regel der Leutnant und der für alle Hauptleute (außer für Offizier des militärfachlichen Dienstes)[A 10] nachfolgende Dienstgrad der Major.[12][14]

Verwendung als Sammelbezeichnung[Bearbeiten]

Die Dienstgrade Hauptmann, Kapitänleutnant, Stabsarzt, Stabsapotheker, Stabskapitänleutnant und Stabshauptmann bilden gemäß ZDv 14/5 die als Hauptleute bezeichnete Dienstgradgruppe.[8] Folglich ist „Hauptleute“ eine offizielle Sammelbezeichnung für diese Dienstgrade. Manchmal bezeichnet „Hauptleute“ je nach Kontext auch nur mehrere Soldaten im Dienstgrad Hauptmann. Selten bezeichnet „Hauptleute“ informell in Abgrenzung zu den inhomogen bezeichneten anderen Dienstgraden der Dienstgradgruppe nur die ähnlichlautenden Dienstgrade Hauptmann und Stabshauptmann. Die nach Duden mögliche,[18] aber auch im zivilen Sprachgebrauch seltene, Pluralform „Hauptmänner“ wird im militärischen Sprachgebrauch der Bundeswehr selten gebraucht und auch dann meist nur für mehrere Soldaten im Dienstgrad Hauptmann und nicht für die offiziell anderslautende Dienstgradgruppe.

Bundesheer und Wachkörper[Bearbeiten]

Flag of Austria (state).svg
Österreichisches Bundesheer

— Hauptmann —

Anzug 75/03 Schulterstück (Pioniertruppe) Tellerkappe

Anzug 75/03 / Kragenspiegel / Tellerkappe

Dienstgradgruppe Offiziere
NATO-Rangcode OF-2
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Hauptmann
Dienstgrad Marine keiner
Abkürzung (in Listen) Hptm
Besoldungsgruppe

Auch bei der österreichischen Polizei und dem österreichischen Bundesheer gibt es den Dienstgrad Hauptmann als Verwendungsbezeichnung. Der Träger des Dienstgrades Hauptmann hält in der Regel die Funktion eines Kompanie-Kommandanten oder eines Mitglieds des Stabes eines kleinen oder großen Verbandes (Bataillon oder Regiment). Akademiker des gehobenen Dienstes im Auslandseinsatz auch ohne Offiziersausbildung erhalten in der Regel ebenfalls die Verwendungsbezeichnung Hauptmann. In Österreich bestand der Dienstgrad Rittmeister, der in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nicht erneut auflebte, noch bis in die 70er Jahre fort.

Außerdem wird die Bezeichnung Hauptmann für zivile, leitende Beamte (E1) der Exekutive in Österreich, dazu gehören Bundespolizei und Justizwache, verwendet, die lediglich nach militärischem Muster organisiert sind. Ein direkter Vergleich mit den Dienstgraden des Bundesheeres ist nicht möglich.

Bei den Freiwilligen Feuerwehren hatten bis zur Verwendung der heutigen Dienstgrade die Kommandanten einer Feuerwehr den Dienstgrad eines Hauptmannes. Beim Roten Kreuz entspricht der Hauptmann dem Kolonnenkommandanten (KK).

Schweizer Armee[Bearbeiten]

CH Armee.png
Schweizer Armee
— Hauptmann —
Mounting loop

Gradabzeichen
Achselschlaufe

Dienstgradgruppe Hauptleute
NATO-Rangcode OF-2
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Hauptmann
Dienstgrad Marine keiner
Abkürzung (in Listen) Hptm
Besoldungsgruppe

In der Schweizer Armee ist ein Hauptmann (frz. capitaine, ital. capitano) entweder in der Funktion eines Kompaniekommandanten oder in einer Stabsfunktion eingesetzt (ab Stufe Bataillon und höher). In Auslandeinsätzen entspricht er dem NATO-Rangcode OF-2. Der Armeeseelsorger trägt auch den Grad eines Hauptmanns.

Streitkräfte und Polizei der Vereinigten Staaten[Bearbeiten]

In der US Army ist das Äquivalent des „Hauptmanns“ der Captain. Er hat den NATO-Rangcode OF-2. Dieser ist nicht mit dem maritimen Captain (Kapitän zur See) der US Navy zu verwechseln, dessen Äquivalent der Colonel (Oberst) darstellt.

In den USA ist bei den Police Departments (nicht bei den Sheriff's Departments) ein Captain der Revierleiter – somit ist ihm nicht ein Deutscher Polizeihauptkommissar, sondern ein Polizeirat bzw. Polizeioberrat gleichzusetzen. Deshalb ist der Polizeihauptkommissar nicht wie sonst ein Hauptmann (Captain), sondern ein Police-Lieutenant = Stellv. Revierleiter / Abteilungsleiter.

Britische Streitkräfte und Polizei[Bearbeiten]

In der British Army, ist das Äquivalent des „Hauptmanns“ der Captain. Er hat den NATO-Rangcode OF-2. Der entsprechende Dienstgrad bei der Royal Air Force ist der Flight Lieutenant. Dieser ist nicht mit dem maritimen Captain (Kapitän zur See) der Royal Navy zu verwechseln, dessen Äquivalent der Colonel (Oberst) darstellt.

Bei der englischen Polizei werden Revierleiter oder vergleichbare Führungsränge der Kriminalpolizei häufig ebenfalls als „Captain“ bezeichnet. Dieser Rang ist in etwa mit einem deutschen Polizei-/Kriminalhauptkommissar oder einem Ersten Polizei-/Kriminalhauptkommissar vergleichbar.

Sonstige aktuelle Streitkräfte[Bearbeiten]

Die Schweizergarde kennt den Rang des Hauptmanns durch ihre enge Verbundenheit zur Schweizer Armee ebenfalls.

Mehrheitlich lautet die einem deutschen „Hauptmann“ entsprechende Dienstgradbezeichnung auch in anderen Sprachen wie im Englischen „Kapitän“, z. B.: frz. Capitaine, span. Capitán, ital. Capitano, port. Capitão, ndl. Kapitein, dän. Kaptajn, schwed. Kapten, norw. Kaptein, finn. Kapteeni, russ. und poln. Kapitan (Капитан).

In der türkischen Armee heißt der entsprechende Dienstgrad traditionell Yüzbaşı, eine Bezeichnung, die übersetzt so viel wie „Herr von Hundert“ oder „Hundertschaftsführer“ (analog dem römischen Centurio) bedeutet und dem deutschen Lesepublikum in der eindeutschenden Schreibweise Jüsbaschi aus verschiedenen Büchern Karl Mays bekannt ist

Nationale Volksarmee[Bearbeiten]

In Anlehnung an die sowjetischen Streitkräfte und die anderen Streitkräfte des Warschauer Pakts war in den Bewaffneten Organen der DDR der Hauptmann der dem Oberleutnant folgende nächsthöhere Offiziersrang. Im Unterschied zu den NATO-Streitkräften wurden vier Offizierssterne auf dem Schulterstück aufgebracht. Die Anordnung der Sterne entspricht der des Stabshauptmanns der Bundeswehr. In der Volksmarine war die äquivalente Rangbezeichnung Kapitänleutnant. Für Offiziere der NVA betrug die Regelstehzeit für die Beförderung vom Oberleutnant/ Oberleutnant zur See (OF1) zum Hauptmann/ Kapitänleutnant (OF2) vier Jahre.

Reichsheer, Reichswehr und Wehrmacht[Bearbeiten]

In Reichsheer, Reichswehr und Wehrmacht war der Hauptmann ein eigenständiger Offiziersrang der Dienstgradgruppe der Hauptleute. Das Äquivalent bei der Kavallerie und bei bespannten Truppenteilen (z. B. Artillerie) war der Rittmeister. Im NS-Ranggefüge entsprach dieser Dienstgrad dem Kapitänleutnant der Kriegsmarine beziehungsweise dem SS-Hauptsturmführer oder SA-Hauptsturmführer.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Feldhauptmann wurde er durch Wahl durch die Männer des Verbandes oder weil er als Militärunternehmer die Truppe selber aufgestellt hatte.
  2. Links: Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Heeresuniformträger der Heeresaufklärungstruppe. Rechts: Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Luftwaffenuniformträger.
  3. Leutnante und Hauptleute werden daher auch als Truppenoffiziere bezeichnet, solange sie keine für Stabsoffiziere vorgesehenen Posten in Stabsabteilungen „fern der Truppe“ übernehmen.
  4. Die althergebrachte Verwendung als Kompaniechef ist seit 2013 in der Regel nicht mehr in der Offizierslaufbahn vorgesehen und wird daher zukünftig möglicherweise sehr selten sein, vgl.  Presse- und Informationszentrum des Heeres. Referat Strategische Kommunikation (Hrsg.): Information zur Neuausrichtung. Heer. Nr. 11, Bonn Juli 2013, Individuelle Verwendungsplanung erforderlich, S. 2 (PDF; 314 kB, abgerufen am 9. Mai 2014).
  5. Wenn sie auf Generalstabsposten dienen führen sie den Dienstgradzusatzi.G.“ ohne dadurch ranghöher zu sein.
  6. Die Viereinhalbjahresfrist gilt für Fliegendes Personal, Offiziere im Kommando Spezialkräfte, die für besondere Einsätze verwendet werden sowie für Kampfschwimmer. Für alle anderen Offiziere sieht die ZDv 20/7 eine Frist von fünf Jahren vor.
  7. Voraussetzung ist für die meisten Laufbahnen ein für die geplante Verwendung dienlicher Hochschulabschluss und eine mindestens zweijährige Berufspraxis. Für Militärmusikoffizieranwärter wird das Kapellmeisterexamen oder eine gleichwertige Hochschulprüfung gefordert.
  8. ZDv 20/7 auf Grundlage § 44 der Soldatenlaufbahnverordnung ( Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002, § 44 (Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730, HTML, abgerufen am 25. März 2014).)
  9. Die Altersgrenzen wurden mit dem Dienstrechtsneuordnungsgesetz 2009 neu bestimmt, vgl. insbes. Änderungen betreffend § 45Vorlage:§/Wartung/buzer SG und Übergangsbestimmungen gem. § 96 SG. Vgl.  Bundesanzeiger Verlag (Hrsg.): Gesetz zur Neuordnung und Modernisierung des Bundesdienstrechts (Dienstrechtsneuordnungsgesetz- DNeuG). In: BGBl. Teil 1, G 5702. 2009, Nr. 7, Bonn 11. Februar 2009, S. 160-275 (PDF).
  10. Nur Offiziere des militärfachlichen Dienstes werden zum Stabshauptmann bzw. Stabskapitänleutnant ernannt (erste Dienstgradbezeichnung für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; zweite Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger)

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Hauptmann – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Hartmut Bagger, Führungsstab der Streitkräfte I 3, Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 37/10. Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr. Juli 1996. Neudruck von Oktober 2008. Bonn 16. Juli 2008, 4 Kennzeichnungen, S. 539 (Neudruck Oktober 2008 ersetzt Erstausgabe von Juli 1996, Digitalisat (PDF; 3,5 MB)).
  2.  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz)).
  3. a b  Agreed English texts. STANAG 2116. NATO standardization agreement (STANAG). NATO codes for grades of military personnel. 5 Auflage. 1992 (Englisch, NATO Rank Codes – 1992 (HTML), abgerufen am 25. März 2014).
  4. a b c d e  Der Bundespräsident (Hrsg.): Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten. BPräsUnifAnO. 14. Juli 1978 (PDF).
  5.  Bundesminister der Verteidigung; Führungsstab der Streitkräfte IV 1 (Hrsg.): Abkürzungen für den Gebrauch in der Bundeswehr – Deutsche Abkürzungen – ZDv 64/10. Bonn 19. Januar 1979 (Stand 17. September 1999, PDF).
  6. a b  Anlage I (zu § 20 Absatz 2 Satz 1) Bundesbesoldungsordnungen A und B. (Bundesbesoldungsordnungen (BBesO) gelten nur für Berufs- und Zeitsoldaten und sind Anlage zum Bundesbesoldungsgesetz (BBesG), HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  7.  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG). Bonn 19. März 1956, § 4 Abs. 3 (2) (Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730, PDF, abgerufen am 25. März 2014).
  8. a b c  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Die Vorgesetztenverordnung, S. A 12 1 (Nicht zu verwechseln mit dem Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV)).
  9.  Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.): Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956, § 4 (Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  10.  Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.): Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956 (Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  11. Wehrdisziplinarordnung (WDO). In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 16. August 2001, abgerufen am 5. November 2014 (HTML, vom 16. August 2001 (BGBl. I S. 2093), die zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3386) geändert worden ist).
  12. a b  Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002 (Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  13. Beachte auch:  Anlage (zu § 3). Zuordnung der Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten zu den Laufbahngruppen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Offiziere. (Anlage zu § 3 Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten, HTML, abgerufen am 1. April 2014).
  14. a b c  Der Bundesminister der Verteidigung; Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (Hrsg.): ZDv 20/7. Bestimmungen für die Beförderung und für die Einstellung, Übernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten. Bonn 27. März 2002, Art. 635 (DSK AP210100187, Neudruck Januar 2008, PDF, abgerufen am 26. März 2014).
  15.  Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, juris GmbH (Hrsg.): Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG). Bonn 19. März 1956, § 45 Abs. 2 (3) (Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730, PDF, abgerufen am 10. November 2014).
  16. Aus Platzgründen verkürzte Bilduntertitel. Gemeint sind jeweils Heeresuniformträger und Luftwaffenuniformträger. Die neben der Aufschiebeschlaufe für Heeresuniformträger abgebildete jägergrüne Flachlitze deutet auf einen Soldaten der Panzergrenadiertruppe, der Infanterie oder der Spezialkräfte hin. Neben den hier auf den Schulterklappen aufgeschoben abgebildeten Aufschiebeschlaufen für die Feldbluse im fünffarbigen Flecktarnmuster gibt es noch etliche weitere Dienstgradabzeichentypen, die im Artikel →„Dienstgradabzeichen der Bundeswehr“ ausführlicher dargestellt werden.
  17. a b Die äquivalenten, ranghöheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl.  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz). Die in der Infobox dargestellte Reihenfolge der Dienstgrade entspricht nicht notwendigerweise einer der in der Soldatenlaufbahnverordnung vorgesehenen regelmäßig durchlaufenen Dienstgradabfolgen und auch nicht notwendigerweise der in der Vorgesetztenverordnung beschriebenen Dienstgradhierarchie im Sinne eines Vorgesetztenverhältnisses).
  18. Hauptmann, der. In: Duden. Bibliographisches Institut GmbH, abgerufen am 9. November 2014.