Hauptschalter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Hochspannungs-Hauptschalter einer Umspannanlage

Der Hauptschalter ist Teil einer elektrischen Anlage. Durch ihn wird die komplette Anlage/elektrische Ausrüstung von der elektrischen Versorgung/Netz getrennt. Hauptschalter können manuell oder fremdkraftbetätigt sein. Sie können zusätzlich den Anlagenschutz übernehmen, indem sie mit Überstrom- und Über- bzw. Unterspannungsauslösern ausgerüstet werden.

Definiert werden Hauptschalter für den Einsatz in der Industrie in der Europanorm EN 60204-1 bzw. in der Bestimmung VDE 0113 Teil 1.

Der Hauptschalter muss danach einer von vier Arten entsprechen:

  • ein Lasttrennschalter (mindestens für Gebrauchskategorie AC-23B)
  • ein Trennschalter mit Hilfkontakt, der die Lastabschaltung über z. B. Schütze sicherstellt
  • ein Leistungsschalter oder
  • eine Steckvorrichtung (für Maschinen mit einer Leistung von maximal 3 kW bzw. 16 A)

Außer bei Verwendung einer Steckvorrichtung muss der Hauptschalter folgende Anforderungen erfüllen:

Der Hauptschalter darf nur eine AUS- und eine EIN-Stellung besitzen, die mit O und I beschriftet sind. Seine Handhabe sollte schwarz oder grau sein. In der AUS-Stellung muss er z. B. durch Vorhängeschlösser abschließbar sein, damit ein versehentliches Einschalten während Arbeiten an der elektrischen Ausrüstung verhindert wird.

Erfüllt der Hauptschalter gleichzeitig die Not-Aus-Funktion muss das Bedienteil rot und der Hintergrund gelb sein.

[Bearbeiten] Literatur

  • Theodor Schmelcher: Handbuch der Niederspannung, Projektierungshinweise für Schaltgeräte Schaltanlagen und Verteiler. 1. Auflage, Siemens Aktiengesellschaft (Abt. Verlag), Berlin und München, 1982, ISBN 3-8009-1358-5
  • Günter Springer: Fachkunde Elektrotechnik. 18.Auflage, Verlag - Europa - Lehrmittel, Wuppertal, 1989, ISBN 3-8085-3018-9
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen